Die jüdischen und heidnischen Ursprünge des Weihnachtsfest

Bunte Schals, Foto: Stefan Groß

Die Christen feiern am Weihnachten die Geburt Jesus in Betlehem. Der Geburtsort wird im Neuen Testament auf Betlehem festgelegt, da dies der Geburtsort des jüdischen Königs David ist, dessen Nachkomme einst der Messias sein wird. Folglich ist es für das Neue Testament von Vorteil, wenn Jesus, der der künftige Messias sein wird, in Betlehem geboren wird. Erklärt wird die Reise nach Betlehem damit, dass der Ehemann von Jesus Mutter Maria ein Nachkomme Davids ist, der sich zur Volkszählung in sein Stammdorf begibt. Bei einer Jungfrauengeburt sollte der Ehemann zwar keine Rolle spielen, aber …

Leider ist es bisher religionswissenschaftlich nicht gelungen, die Existenz des Königs David zu beweisen.

Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist der Christen wichtigster Tag. An Ostern Tag stirbt der Jude Jesus während einer römischen Kreuzigung und überlebt seinen eigenen Tod als Christus (Messias) und wird zum christlichen Gott. Als Gott und somit auch als Messias ist er der gesamten Welt verpflichtet und verliert somit nicht nur sein Mensch-, sondern auch sein Judesein.

Die Geburt Jesus wird in den ersten Jahrhunderten von den Christen nicht gefeiert, da nicht die Geburt eines Juden, sondern der Tod eines Juden und die Geburt Gottes im Vordergrund der neuen Religion stehen. Im 3. Jahrhundert werden im Römischen Reich die göttlichen Konkurrenten dem Christengott gefährlich: Mithras (iranisch)/Sol Invictus (römisch) und das Julfest (germanisch), die beide nicht zufällig am 25. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, begangen werden. Zudem weisen Mithras und Jesus viele Übereinstimmungen auf. Die Kirche bestimmt deshalb widerwillig den 25. Dezember zum Geburtstag des Christengottes. Es wird noch viele Jahrhunderte dauern, bis die eine rein christliche Gottesgeburt sich weltweit durchsetzt.

Der Geburtstag des christlichen Gottes wird vom einfachen Volk gefeiert, während der  katholische Klerus sich von den Feierlichkeiten auf Grund der verschwiegenen Vorgeschichte dieses Geburtstags distanziert. Dann verfällt Luther auf den Gedanken des Gottesgeburtstags und kreiert das „Christkind“, welches Kindern und verfressenen Christenmenschen himmlische Delikatessen überreicht, sodass die Katholiken nach wenigen Jahrhundert nachziehen müssen. Der Geschenke-Überbringer ist eine späte amerikanische Erfindung von Coca-Cola, weshalb der Weihnachtsmann bis heute die Farben der gottähnlichen US-Firma trägt. Hinzu kommen seit dem Ende des 19. Jahrhundert amerikanische Weihnachtslieder, die beinahe ausnahmslos von jüdischen Einwanderern komponiert werden. In den USA sind die Juden zum ersten Mal nach knapp 2.000 Jahren wegen ihrer Glaubenszugehörigkeit nicht benachteiligt. Sie dürfen frei komponieren, ihre Musikstücke gefallen und werden angenommen. Die Juden wollen Teil der vorwiegend US-christlichen Gesellschaft werden und beschließen deshalb, Weihnachtslieder zu komponieren. Sie könnten auch Chanukka-Lieder komponieren. Doch ist es vernünftiger, über 90% (Christen) des Marktes zu beliefern als nur 3% (Juden).

Die jüdischen Weihnachtslieder weisen gewöhnlich und folgerichtig keine religiösen Inhalte auf! „Rudolph the Red-Nosed Reindeer ist eine Allegorie auf Juden, die an ihrer großen Nase zu erkennen sind. Der Jude Rudolph hat keine Freunde solange er nicht erfolgreich ist. Doch dann stehen die christlichen „Freunde“ Schlange. Wahrlich, diese Art der Weihnachtslieder entspricht nicht den Vorstellungen der bestallten Christen!

Als Folge der jüdischen Weihnachtssäkularisierung wird das Geburtstagsfest des christlichen Gottes zu einer Geschenkeschlacht geadelt, die vielen frömmelnden Berufschristen in den obersten Chefetagen nicht gefällt. Sie wollen das Christfest erneut verkommen lassen und den Juden das Musizieren von Weihnachtliedern verbieten. Doch dieser Zug ist glücklicherweise in den USA abgefahren.

Wir fassen zusammen, dass das Weihnachtsfest keine christliche, sondern eine jüdische und heidnische Erfindung ist. Selbstverständlich sind auch zarte Einflussversuche christlicherseits zu vernehmen (S. Luther).

Der Islam, der sich aus dem Christentum entwickelt hat, kennt Jesus (Isa) zwangsweise sehr gut, denn das islamisch-christlich Jesus-Narrativ ist einige Jahrhunderte älter als das rein islamische Mohammed-Narrativ. Schon alleine deshalb wird Jesus im Koran weit häufiger als Mohammed erwähnt. Man könnte daraus den wissenschaftlich richtigen Schluss ziehen, dass Jesus wahrscheinlicher existiert hat als Mohammed. Diese wissenschaftlich richtige Schlussfolgerung ist leider nicht politisch korrekt, denn die Person Jesus ist wissenschaftlich ebenfalls nicht gesichert. Was das für die Person Mohammed bedeutet, werde ich sicherheitshalber und politisch korrekt nicht aufschreiben.

Jesus ist im Islam göttlich, aber kein Gott – auch kein Teil eines Dreieinigen Gottes. Als Liebling Gottes (arab. Mahmud) würde sein Kreuzigungstod die Allmacht Gottes (arab. Allah) zu Recht in Zweifel ziehen, weshalb Isa nicht am Kreuz gestorben ist, sondern erst viel später in einer heute islamischen/islamistischen Gegend unweit des Hindukusch nach einem natürlichen Greisentod beerdigt worden ist. Unter diesen Bedingungen wird es verständlich, warum Muslime keinen besonderen Wert auf Weihnachten (und Ostern) legen. Da im Islam religiöse Lieder nur mit Männerstimmen und ohne Musikinstrumente gesungen werden dürfen, wird noch einige Zeit vergehen, bis ein Muslim gefahrlos Weihnachtslieder komponiert.

Wegen Jesus/Isa erkennt man sofort, dass das Christentum und der Islam vieles eint. Mit dem Judentum haben beide Religionen, Christentum und Islam, viel weniger Gemeinsamkeiten. Nur so ist es erklärbar, dass in Europa gemeinschaftliche Gottesdienste mit Muslime in Kirchen stattfinden. Bisher sind derartige Veranstaltungen mit Juden und Christen oder mit Juden und Muslimen nicht vorstellbar oder üblich. In Deutschland machen die Muslime nur 3% der Bevölkerung aus. Da aber Muslime 10x häufiger die Moscheen aufsuchen als Christen die Kirchen, ist die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer in beiden Religionen gleich hoch. Wahrscheinlich besuchen pro Jahr mehr Muslime als Christen die jeweiligen Gottesdienste.

Für Christen wäre eine Verschmelzung von Christentum und Islam ein strategischer und geldwerter Vorteil, der die leeren Kirchen und Kirchenkassen füllt. Muslime könnten entsprechend ihrer Religion zum Schein darauf eingehen, um später schadlos das gemeinsame Heft zu übernehmen. Wahrscheinlich werden die Protestanten Schwierigkeiten damit haben, sich auf den Islam zuzubewegen. Der Katholizismus ähnelt eher dem Islam mit seinem römischen Kalifen (arab. religiöser Führer und Stellvertreter Gottes) über Eurabien. Widerstand ist folglich von den Christen in den USA (Evangelikale) und in Osteuropa (Orthodoxe) zu erwarten.

Um weitere Weihnachtslieder zu komponieren, werden die Juden der EU in die USA oder nach Israel auswandern.

 

 

Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 258 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.

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