Horst Schöppners neues Buch: Antifa heißt Angriff

Erste Hilfe Kurs, Foto: Stefan Groß

So lautet der Titel des Buches eines ehemaligen Antifa-Aktivisten, veröffentlicht unter dem Pseudonym Horst Schöppners. Mit diesem Buch, so bemerkt ein Rezensent, wurde eine Lücke geschlossen. „Bisher fehlte es weitgehend an Literatur über Zusammenschlüsse, die etwa zwischen 1980 und 1989 militant gegen alte und neue Nazis vorgingen, die Infrastruktur der Faschisten attackierten…“

Alle Politiker und Journalisten, die das Lied von „links ist gewaltfrei“ singen und behaupten, bei den Ausschreitungen in Hamburg könnte es sich nur um Kriminelle gehandelt haben, täten gut daran, dieses Buch zu lesen. Da wird nicht von den bösen „Rechten“ etwas unterstellt, sondern die Antifanten erzählen selbst von ihren Gewalteinsätzen gegen „Nazis“, oder wen sie zu „Nazis“ erklärt haben.

Schon in den 80er Jahren, in denen die im Buch Interviewten marodierend durch die Lande zogen, wurde die gesamte Palette dessen, was wir in Hamburg als vorläufigen Höhepunkt krimineller Antifa-Gewalt erlebt haben, angewandt: Autos abfackeln, Läden, Lokale, Wohnhäuser stürmen und beschädigen, plündern, Menschen mit Flaschen, Pflastersteinen, Eisenstangen, Zwillen attackieren, Molotowcoctails und Buttersäure zum Einsatz bringen.

In Vorbereitung auf den G20-Gipfel hatte das „Neue Deutschland“, ehemals Zentralorgan der SED, heute „unabhängig“ im letzten Jahr eine Diskussion über Gewalt eröffnet. Als Auftakt der Debatte kam ‚Horst Schöppner‘ in einem umfangreichen Beitrag zu Wort.

„Gewalt gegen Nazis wirkt“, beginnt Schöppner seinen Beitrag und fährt fort: „Der gewaltfreie Diskurs ist verlogen. Er ist reine Propaganda. Er dient dem inneren Frieden. Schon die gesellschaftlichen Verhältnisse sind gewalttätig…

Fakt ist: Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielleicht wirkt sogar nur Gewalt gegen Nazis“. Deutlicher kann man nicht werden.

Hallo, Siggi, Manuela, Heiko, Martin – so denken diejenigen, die von euch verharmlost, als aufgebauschtes Problem abgetan und finanziert werden und deren politisches Hinterland ihr als Koalitionspartner hofiert!

Weil sie niemand so gut entlarven kann, wie die Antifa sich selbst, lasse ich Schöppner noch einmal ausführlich zu Wort kommen:

„Bundesweit stellten Antifaschisten in dieser Zeit fest, dass Gewalt gegen Nazis wirkt. Wo die Antifa stark war, hielten sich die Nazis zurück. Ihr Aktionsrisiko stieg mit jedem aktiven Antifaschisten. Das ist bis heute so. Die Antifas von damals machten aber noch mehr Erfahrungen. Sie verübten Anschläge auf die Infrastruktur der Neonazis, die definitiv zu Handlungsunfähigkeiten bei Neonazis führten. In den Interviews führten sie aus: »So eine Aktion (Brandanschlag)…hat natürlich eine Menge bewirkt. Die hat ja deren Infrastruktur zum größten Teil zerstört. Die Nazi-Gruppe hat ja in der Form danach nicht mehr existiert. (…) Auch bei den kleineren Gaststätten hat sich natürlich rum gesprochen, dass es Folgen haben kann, wenn man Nazi-Versammlungen bewirtet. (…) Auch die Aktionen gegen faschistische Verlage sind für die immer ein teurer Spaß, außerdem können die ihren Scheiß nicht mehr drucken. Das behindert die Formierung schon«. Und: »…wenn du außerdem ständig als Nazi zu deinem Auto kommst, und es ist platt, dann nervt das auf Dauer erheblich. Und dazu gehört natürlich, eine Karre ab und zu mal abzufackeln, oder was von ihrer Logistik. Klar hält das die Nazis auf.“

Was in den 80er Jahren noch die NPD und Rechtsextreme traf, wird heute gegen Mitglieder der AfD, eine Partei, die trotz entsprechender Forderungen von der Politik nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird und Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, deren Meinung der Antifa nicht passt, exekutiert.

Wer denkt, dass Schöppner eine Einzelstimme sei, die nichts mit der Linken zu tun habe, der soll sich folgendes Beispiel anschauen: Hannah Bruns, Platz 11 der NRW -Bundestagsliste der Linken und Mitglied des Landesvorstandes in einem Namensbeitrag:

„Für mich steht fest: Die Frage inwiefern Gewalt legitim ist, wird dadurch beantwortet, ob sie zum Erreichen meiner Ziele dienlich ist und gegen wen sie sich wendet. MarxistInnen lehnen Gewalt nicht generell ab, aber sie sind auch keine Abenteurer oder Hooligans, die irgendeinem Gewaltfetisch anhängen und glauben, der Einsatz von Gewalt sei immer und ganz generell legitim.“ Vorher hatte sie konstatiert:

„Es ist im Grunde ja ein Zeichen von vernünftigem Klassenbewusstsein, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse nicht anzuerkennen und sich das zu nehmen, was man braucht.“

Es wäre nur im Falle Schanzenviertel besser gewesen, es nicht zu tun, weil es die Proteste delegitimiert hätte.

Also: Gewalt ja, aber dosiert und unter Anleitung erfahrener linker Klassenkämpfer. Es soll ja schließlich das „Schweinesystem“ zerstört werden und nicht die Antifa delegitimiert werden.

Wo die schöne Staatsknete herkommen soll, von der viele Antifanten bequem leben können, ohne ihren Unterhalt selbst verdienen zu müssen, ist eine Frage, die sich die „Deutschland Du mieses Stück Scheiße“-Rufer nicht stellen.

Die Antifa wäre längst perdu, wenn sie nicht ihre journalistischen Unterstützer in den qualitätsfreien Mainstream-Medien hätte. Die haben erkannt, dass staatliche Gelder fließen müssen, um die Antifa am Leben zu erhalten.

Kein Geringerer als der Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“ Jan Emendörfer, springt wortgewaltig für die Antifanten in die Bresche: Der Rechtsstaat muss auf dem Teppich bleiben“, fordert er in einem Kommentar.

Innenminister de Maizière wolle im Zuge „einer postulierten härteren Gangart gegen den Linksextremismus…nun auch dem Szeneviertel im hiesigen Stadtteil Connewitz an den Kragen“.

Natürlich dürfe der Minister im Vorfeld des Wahlkampfs (sic!) „auch mal auf den Tisch hauen. Aber er darf bei der Wahl der Mittel nicht die Contenance verlieren.“

Bei den Ausschreitungen in Hamburg wäre schließlich kein einziger Sachse identifiziert worden. Was die Antifa in Leipzig schon veranstaltet hat, die Verwüstung von Bahnanlagen, die teilweise Unterbrechung des Bahnverkehrs, die Menschenjagd auf Legida-Demonstranten, die Angriffe auf Büros von AfD-Abgeordneten, das Abfackeln von Autos, scheint dem Chefradakteur völlig aus dem Blick geraten zu sein (oder heißt er es insgeheim sogar gut?). Dass eine Polizeistation in Connewitz so brutal angegriffen wurde, dass die dort befindlichen Polizisten um ihr Leben fürchten mussten, worüber auch die LVZ berichten musste, kehrt Emendörfer einfach unter den Teppich.

Kein Wort zu der Solidaritätsdemo für die Hamburger Randalierer, die kürzlich in Connewitz stattfand.

Die Antifanten riefen Sprechchöre wie „Lasst es krachen, lasst es knallen, Deutschland in den Rücken fallen“ und trugen mehrere Transparente mit sich. Auf einem Plakat stand: „Still not loving police. Bei Polizeigewalt und Repression nicht nur zuschauen – Solidarität muss praktisch werden…“

Die Polizei musste den Aufzug mit einem Großaufgebot absichern, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Dank des riesigen Polizeiaufgebots blieb die Demonstration „friedlich“. Aber inzwischen hat sich bis zu OB Jung ins Rathaus herumgesprochen, wie militant die Leipziger Antifa ist. Es ist ein Spitzengespräch angesetzt worden, um zu beraten, wie man verhindern kann, dass die Hamburger Krawalle in Leipzig fortgesetzt werden.

Am vergangenen Freitag, schreibt die LVZ hatten „80 teils vermummte Extremisten in Connewitz Mülltonnen angezündet und einen mit Fahrgästen besetzten Bus der Linie 70 mit Feuerwerkskörpern attackiert. Die Polizei bestätigte am Montag Berichte, wonach am Straßenrand auch eine 30 Zentimeter lange Rohrbombe entdeckt wurde. Diese sei allerdings noch nicht fertig gewesen, hätte aber dennoch Schaden anrichten können.“

Das sind die Extremisten, die Emendörfer verteidigt und die unbedingt weiter staatlich finanziert werden sollen!

Für alle, die seiner Extremisten-Verharmlosung nicht folgen wollen, hat der Wortradikale einen deutlichen Rat bereit: „Wem das nicht gefällt, der kann auswandern“.

Quelle: Vera Lengsfeld

 

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