Wir können ein hohes Niveau an Leiharbeit und befristeter Beschäftigung nicht hinnehmen

Bank, Foto: Stefan Groß

„Es ist erfreulich, dass die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen ist, während gleichzeitig prekäre Beschäftigung sank. Dennoch gibt es keinen Grund für die Bundesregierung, sich zurückzulehnen. Das hohe Niveau an Leiharbeit und befristeter Beschäftigung – insbesondere bei jungen Menschen – ist nicht hinnehmbar. Solange diese Formen der Beschäftigung nicht deutlich reduziert werden, ist die Aufregung der Arbeitgeber über Fachkräftemangel unglaubwürdig“, sagt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2017. Ernst weiter:

„Die Zahl der Erwerbstätigen sagt nichts über die Qualität der Arbeit aus. So ist eine zunehmende Spaltung am Arbeitsmarkt zu beobachten. Ein Teil der Beschäftigten kann mit steigenden Löhnen von der wirtschaftlichen Lage in Deutschland profitieren, der andere arbeitet zu Löhnen, die kaum zum Überleben reichen, und muss sich zunehmend Zweitjobs suchen. Wir brauchen dringend einen Mindestlohn von zwölf Euro und eine massive Einschränkung von Leiharbeit und ein Ende der sachgrundlosen Befristung. Außerdem müssen Lösungen für Langzeitarbeitslosigkeit gefunden werden.“

Finanzen

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