Brave New World – Big Pharma is watching you

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Antoine Béchamp (1816-1908), französischer Arzt, Chemiker und Pharmazeut, fasste den Ertrag lebenslangen Forschens einmal wie folgt zusammen:“Die Mikrobe ist nichts – das Milieu ist alles.“ Erst auf dem Sterbebett stimmte Louis Pasteur, den die Nachwelt bis heute als Vater der Schutzimpfung verehrt, einer Aussage zu, die er bis dato nicht anerkennen wollte und deren Stellenwert gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Pasteur, der den Älteren geschickt plagiierte, ähnelte in manchem seinem Antipoden Robert Koch. Dieser, 1905 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, trug als Mikrobiologe und Hygieniker im Zuge der durch ihn begründeten und emsig vorangetriebenen Seuchenbekämpfung maßgeblich zu einem ´Weltbild´ bei, dessen düsterste Inkarnationen nicht erst in den Jahren des Nationalsozialismus zu wüten begannen. Die in der Literatur als ´Seuchenbekämpfung nach den Prinzipien Koch´ kursierenden Maßnahmen folgten schon um die Wende zum 20. Jahrhundert einer fatalen Maxime: erstmals wurde die Ausrottung von Infektionskrankheiten als ´Endlösung´ institutionell verankert und per Dekret verordnet. Viren und Bakterien, ohne die ein menschlicher Organismus aufgrund stammesgeschichtlicher Genese dauerhaft gar nicht existieren könnte, galten, kaum ins Visier geraten, per se als Todfeinde; der Körper selbst wurde zum Schlachtfeld erklärt.

Diesem ´Briefing´ folgte der preußische Staat in der ihm eigenen Regulationswut. Schon 1900 trat das Reichsseuchengesetz in Kraft. Zwecks Exekution der darin aufsummierten Maßgaben wurde ein Reichsgesundheitsrat gegründet, überproportional besetzt mit zahlreichen ´Koch-Jüngern´. Einer Anweisung des preußischen Ministers für Medizinalangelegenheiten folgend formulierten die ´Experten´ sogenannte Leitlinien für ´Ansteckungs, – und Krankheitsverdächtige´. Polizeiliche Zwangsmaßnahmen sorgten für Isolierung und Desinfektion. Ein Netzwerk von Bakteriologen forschte fieberhaft in neugegründeten, großzügig bezuschussten Einrichtungen. Sogenannte Medizinaluntersuchungsämter und hygienisch-bakteriologische Institute beschäftigten sich mit der Schaffung und Erhaltung dessen, was fortan unter ´Volksgesundheit´ verstanden wurde. In den östlichen Provinzen wurden weitere Untersuchungsämter gegründet. An Schulen widmete man sich der Ausbildung sogenannter Desinfektoren. 1913 gab es schon über 3500 davon im Reich. Aus alledem wird deutlich: Robert Koch verstand es vorzüglich, seinen Ambitionen staatlicherseits Nachdruck zu verleihen.

Louis Pasteur wiederum, mehr Forscher als ´Aktivist´, stand am Anfang der Entstehung einer Impfstoff-Industrie, die nicht minder rasend expandierte. Das nach ihm benannte Verfahren, Nahrungsmittel durch erhitzen keimfrei und haltbar zu machen (´pasteurisieren´) wird bis heute praktiziert, wiewohl längst bekannt ist, das solcherart auch die unentbehrlich ´guten´ Keime und Bakterien (Stichwort Darmflora) ausgemerzt und damit der körpereigenen Immunabwehr entzogen werden. Die ´Expertisen´ der Herren Pasteur und Koch zeitigten zahllose weitere ´Kollateralschäden´, deren Kenntnis freilich noch immer den wenigsten geläufig ist. Zufall oder Absicht? Am Beispiel der ´spanischen Grippe´ habe ich bereits Abschreckendes zum Thema Massenimpfung festgehalten (CORONA CONTROL). Wiewohl Pasteur die seinerzeit wütenden Exzesse selbst nicht mehr erlebte, hat er doch infolge eigener, anfangs hauptsächlich an Tieren durchexerzierter Impfaktionen die unentbehrlichen Grundlagen für eine in der westlichen Welt beispiellose, annähernd hundert Millionen Menschenleben involvierende Kolossal-Aktion geliefert. Ob er sie in dieser Form gutgeheißen hätte?

Fest steht: sein Kollege Koch kannte keine Skrupel, den einmal eingeschlagenen Weg wider jede Einsicht oder Vernunft, wahrlich: über Leichen gehend fortzuführen. Schon mit dem von ihm hergestellten und verwendeten Tuberkulin stellte er unter Beweis, dass im Zweifel Menschenleben wenig zählten. Kaum auf den Markt geworfen, häuften sich bereits die ersten Todesfälle. Daraufhin forderte man Koch dazu auf, die Zusammensetzung seines ´Geheimmittels´ preis zu geben. Es stellte sich heraus, das der spätere Nobelpreisträger selbst nicht genau sagen konnte, was es eigentlich enthielt. Ein abgewandeltes Tuberkulinpräparat, ebenfalls von ihm hergestellt, kam anschließend auf den Markt und konnte als Therapeutikum gleichsam keine Behandlungserfolge zeitigen. Freilich: waren Erfahrungen wie diese kaum dazu angetan, den großen Koch zur Räson zu bringen. Ganz im Gegenteil. Die durch ihn forcierte Behandlung der Schafkrankheit mit Atoxyl mag, als letztes, führ wahr abstoßendes Beispiel, genügen. Er experimentierte seinerzeit mit verschiedenen Arsenpräparaten und konzentrierte sich, von Paul Ehrlich dazu angeregt, besonders auf besagte Arsanilsäure, die als chemische Verbindung der Gruppe organischer Arsensäurederivate zuzuordnen ist.

Erinnert: die Schlafkrankheit wütete im Tropengürtel Afrikas. Dieser befand sich durchweg in kolonialem Besitz. Betroffen waren hauptsächlich Einheimische. Ein ideales ´Betätigungsfeld´ also. In den Grauzonen kolonialer Oberherrlichkeit gediehen fortan weitere ´Menschenversuche´. Brutal gesprochen: mit den Negern ließ sich das schon machen. Koch verabreichte ihnen die entsprechenden Tinkturen ´par ordre du mufti´. Kurzfristig besserten sich die Symptome der Betroffenen zwar, längerfristig nicht. Der Hohepriester angewandter Keimtötung steigerte die Dosen daraufhin bis auf 1 Gramm, gespritzt in Abständen von sieben bis zehn Tagen. Die solcherart ´Versorgten´ litten schon sehr bald unter heftigen Schmerzen, klagten über Schwindelgefühle und Übelkeit und bekamen schwere Koliken. Damit nicht genug, kam es zu dauerhaften Erblindungen. Nun traten auch immer häufiger Todesfälle auf. Bei alledem muss man sich vor Augen führen, dass die von deutschen Ärzten auf britischem Kolonialgebiet ´behandelten´ Patienten von Anfang an interniert wurden, sich also der ´Versorgung´ zu fügen hatten. Ihnen blieb keine Wahl. Wer es schaffte, floh aus dem Lager.

Koch hielt unbeirrt an seinen ´Ausmerzungsphantasien´ fest. In einer Empfehlung erwog er die Zwangsumsiedelung betroffener Bevölkerungen, ein anderes Mal schlug er vor, kurzerhand sämtliche Wälder in Gegenden zu roden, in denen die tückische Tsetsefliege ´wütete´. Ferner erwog dieser ´Wohltäter der Menschheit´, als den man ihn später oft bezeichnet hat, in betroffenen Ortschaften Reihenuntersuchungen anzuordnen, Infizierte darauf hin herauszugreifen und in Konzentrationslager zu verbringen. Der so schalten und walten konnte hielt, stur bis zuletzt, am hochtoxischen Atoxyl fest, dessen Unwirksamkeit längst erwiesen war. Koch hatte einfach nichts Besseres anzubieten, also musste damit alles weitere verschlimmbessert werden. Sein Starrsinn gründete nicht zuletzt in dem Glauben, das Infizierte automatisch ansteckend sind. Die resultierenden Raten rechtfertigten offenbar jede weitere Monstranz. Auf Initiative des Unbelehrbaren wurden schließlich Schlafkrankenlager mit bis zu über 1.200 Patienten eingerichtet. Im Laufe der Zeit flohen auch hier viele Menschen. Nachfolgend probierte Koch´s Ärztestab weitere Präparate wie Arsenophenylglycin oder Arsphenamin an den gegen ihren Willen Festgehaltenen aus (die ´Cocktails´ stammten aus den Laboren von Paul Ehrlich). Weitere Todesfälle folgten. Verbürgt sind auch die brutalen Methoden, mit denen man Schlafkranke im heutigen Togo behandelte: ´Sonderaktionen´ sozusagen, im rechtsfreien Raum ´erprobt´.

Das mag genügen. Der von Koch und Co. eingeschlagene Weg führte in den Pharma-Gigantismus unserer Tage. Und, um es zu wiederholen: ohne Umwege direkt in den Nationalsozialismus hinein – nicht an diesem vorbei oder umsichtig durch ihn hindurch. Die Rassenhygiene jener zwölf Jahre, aus denen tausend werden sollten, führte also eine junge, noch ganz frische Tradition fort. Ihre Apologeten agitierten verdächtig entlang jener Stichwörter, die sie sich von den Seuchenbekämpfenden Preußen ausborgt hatten.

Den ´Versuchsreihen´ des Herrn Koch, die dieser vornehmlich in den afrikanischen Kolonien betrieb, entspricht in wesentlichen jener ´Impf-Terror´, den ein gewisser Bill Gates vor nunmehr zwölf Jahren, als ´Schirmherr´, in einigen indischen Provinzen ´anrichten´ ließ. Hier fehlen uns bis heute genaue Zahlen, vor allem in Bezug auf Impfschäden mit Todesfolge, doch verdeutlicht der Verlauf einzelner Aktionen, mit denen sich seinerzeit auch das Nachrichtenmagazin Spiegel befasste, haarsträubend übergriffige Praktiken und Gebräuche. Verbürgt sind zahlreiche, zum Teil erhebliche Folgeerkrankungen, die als ´Nebenwirkungen´ offenbar auch in dieser ehemaligen Kolonie nicht viel zählten. Aktivisten sprachen zu Recht von einer neuen Form des Kolonialismus. Die Einheimischen selbst sahen sich als ´Versuchskaninchen´, da man sie über Sinn und Zweck dieser ´Praxisstudien´ gezielt im Unklaren ließ.

“Die Mikrobe ist nichts – das Milieu ist alles.“  Seien wir einmal so kühn, diese Aussage wirklich ernst zu nehmen. Sie stellte, gründlich zu Ende gedacht, ein medizinisches Weltbild auf den Kopf, dem im Laufe der letzten anderthalb Jahrhunderte Hekatomben von Menschen zum Opfer fielen. Die meisten tauchen in keiner Statistik  auf. Béchamps Ansatz steht für einen längst überfälligen, gesundheitswissenschaftlichen Paradigmenwechsel, vor dessen Hintergrund der Furor unserer Tage so gut wie jener, den Koch und Konsorten bereits vor über hundert Jahren praktizierten, als feindliche Übernahme des menschlichen Körpers erscheint.

Koch und Pasteur waren Prototypen jener Experten, die innerhalb eigener Fach, – und Forschungsbereiche, trotz zahlreicher menschlicher und fachlicher Unzulänglichkeiten, Beachtliches leisteten, den Blick aufs Ganze aber, genauer: auf ganzheitliche Zusammenhänge nicht sahen. Womöglich ging ihnen nie auf, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile – eines Teiles vor allem, den sie in Form bestimmter Erregertypen schon recht gut beschreiben konnten ohne zu begreifen, welche Rolle diese in den wechselseitigen Bezügen lebendiger, mit der Außenwelt vernetzter Organismen spielen. Das verbindet sie bis heute mit denen, die als Virologen oder Epidemologen, als Statistiker und ´Zahlenakrobaten´ nicht minder hypertrophieren und in ihrem Geltungs, – und Größenwahn den schmalen Ausschnitt empirisch abjustierter Wirklichkeit, denen sich ihr Fachbereich widmet und den sie gerade noch überblicken, zum Globalphantasma aufblähen. Diese ´Experten´, deren Bedeutung binnen Kurzem unerhört aufgewertet worden ist, handeln wie Autisten und nötigen der Welt ´Schwitzkuren´ ab, die nur zu genau den eigenen ´Fieberkurven´ entsprechen, deren Verlauf ihre Unzurechnungsfähigkeit unter Beweis stellt. Forschten sie ehedem noch ganz still und unauffällig in den Laboren staatlich oder privat finanzierter Konzerne, liefern sie nun der Politik sämtliche Stichworte und Vorgaben, mittels derer Völker und Nationen in dauernde Geiselhaft genommen werden. Aus randständig forschenden Fachgelehrten sind Verordnungsfanatiker geworden, denen irgendeine höhere Instanz die Absolution erteilt zu haben scheint. Drosten, Brinkmann oder Krause, um nur die zu nennen: sind tatsächlich von einer Art Irrwitz befallen, der sie dazu nötigt, den eng bemessenen Rahmen eigener Zuständigkeit mutwillig zu überschreiten, um fragwürdige Universalien zu exekutieren.

An der Sache selbst hat sich kaum etwas geändert. Auch weiterhin stöbern abhängig beschäftigte LaborantInnen mittels Mikroskop in den Milieus unsäglich kleiner Protolebensformen herum. Doch wird deren Bedeutung nunmehr unsäglich aufgebauscht. Stichwort Pandemie Alarm. Um die begleitenden Vorgänge anschaulich einordnen zu können, muss man einiges an Phantasie aufbringen. Es ist, als hätten sich Angehörige einer Sekte im Handstreich Zugang zu den Zentren der Macht verschafft, um von dort aus den Rest der Welt mit ihren ´Apokalypsen´ zu beglücken. Den Expertisen und Empfehlungen dieser ´Inquisitoren´ mangelt es durchweg an Verhältnismäßigkeit und Evidenz, an Zusammenhang und Allgemeingültigkeit. Sie wüten wahrlich wie ein Hexenhammer, aber immer zum Wohl der wirklich ganzen Menschheit; darunter machen sie´s nicht. Die Mär vom verrückten Professor bleibt weit hinter den ´Visionen´ dieser Handwerklich begabten, im Ganzen völlig ahnungslosen Wissenschaftler zurück.

Ein Befund, den man unbedingt ernst nehmen muss. Denn selbst diese ´Fachidioten´ leben von und in Weltbildern, deren kümmerliche Enge zur lebendigen Vielfalt kontrastiert, die sie dieser Tage knebeln und knechten, gängeln und vorführen. In der Wahrnehmung solcher Menschen ist der menschliche Körper schlampig und ungezogen, altmodisch und überkommen, wie die ganze Natur: lästig in den gewachsenen Bezügen und dementsprechend Korrekturbedürftig, und dies möglichst so umfassend wie ununterbrochen.

Ein einziges Merkmal reicht denen, die so denken, bereits aus, den Teufel an die Wand zu malen. Covid19 und kein Ende.  Willkommen in der schönen neuen Corona Welt. Tempora mutantur, nos et mutamur in illis. Vor allem der Körper hat sich den neuen Zeiten zu fügen. Er wird nun endgültig zum Projekt: zur Projektionsfläche artifizieller Allmachtsphantasien, die bis in die letzte Arterie hinein Geltung beanspruchen. Solches entspricht ziemlich genau dem derzeit geltenden Zeitgeist, unter dessen Diktat Menschen immer häufiger zu Monstren mutieren. Der groteske Schönheitswahn unserer Tage, mit seinen Implantat, – und Botox-Updates, zeigt ersichtlich an, das die künstliche ´Dauerbehandlung´ einer lebendigen Umwelt vor dem eigenen Körper nicht mehr halt macht. Er muss entsprechend abgerichtet, sprich: der Norm angepasst werden. Solcherart ins Visier genommen, landet dieser Leib immer öfter auf dem Operationstisch, zwecks ´Optimierung´. Die ´Nachbehandlung´ zahlt sich aus, denn sie rechnet sich vorzüglich.

Das gilt auch für Corona. Die Leute sind aber so sehr mit diesem ´Spezialfall´ beschäftigt, dass ihnen gar nicht aufgeht, dass hier in Wahrheit ein Umbruch epochalen Ausmaßes stattfindet. Er greift weit über die bereits erprobten Maßnahmen und Maßgaben hinaus und zielt auf´s Ganze. Physis und Psyche müssen dementsprechend neu bewertet und begrifflich auf den Punkt gebracht werden: als Objekt einer Begierde, die alles für ´machbar´ hält und sich in einer an Raserei grenzenden Geschäftigkeit austobt. Das ´Spiel´ kennt keine Grenzen und lässt nur noch die eigenen gelten. Auf Covid19 gemünzt darf neuerdings also gelten: Das Milieu wird gefilzt – die Mikrobe behauptet ihr Monopol. Mit dem lässt sich die ganze Menschheit narren.

Tatsächlich soll, jenseits real ökonomischer Interessen, die eine verschwindende Minderheit so unverfroren wider den Rest der Welt behauptet, ein neuer Mensch geschaffen werden: immer unter dem Vorwand, dem ´alten´ damit auf die Sprünge helfen zu wollen. Das erinnert verdächtig an eine Epoche, mit der sich die Deutschen nicht zuletzt deswegen so notorisch beschäftigen, weil sie kraft uneingeschränkter ´Abschreckung´ die gegenwärtige, alle Völker der Welt belehrende Hypermoral umso verlässlicher ins Recht setzt. Macht und Medizin, Staat und Volksgemeinschaft: gingen und gehen Hand in Hand. Neu an unserer Situation ist, dass der nationalstaatliche Rahmen gesprengt wurde, die ´Gleichschaltung´ nunmehr weltweit vollzogen bzw. durchgesetzt wird. Um es anhand erprobter Begrifflichkeiten zu verdeutlichen: in einem ersten Schritt werden unsere Parlamente ´geimpft´ und mit den entsprechenden Ismen ´durchseucht´, der zweite sorgt dann für den richtigen Anschluss: an die von langer Hand geplante, in autarker Selbstherrlichkeit agierende Weltregierung, deren ´Experten´ eigene ´Inzidenzen´ exekutieren, und zwar an jeder demokratischen Verzögerung vorbei…

Natürlich wird sich der Rassenwahn der Nazis auf absehbare Zeit nicht wiederholen. Es wird keine Gaskammern geben und niemand dürfte, nur weil ihm der Impfnachweis fehlt, aus der Wohnung geworfen und in ein neues Auschwitz deportiert werden. Der ´Rest´ freilich: fügt sich ins trübe Bild. Staaten wachen neuerdings über eine dauerhaft einzuhaltende ´Covid-Hygiene´. Zeigte der ´Ariernachweis´ seinerzeit an, wer dazu gehörte und wer nicht, regelt künftig ein Immunitätsausweis kleinere und größere Zugänge zur Volksgemeinschaft, sie mögen den Besuch beim Frisör erlauben oder die Möglichkeit von Urlaubsreisen garantieren. Wer sich nicht piksen lässt, muss testen bis zum Nimmerleinstag. ´Covid-Reinheit´ wird über Quarantänen, Abstandsgebote und Maskenzwang geregelt und solcherart zur täglichen Pflicht. Rassetheoretiker und Vollzugsbeamte ermächtigten sich ehedem in immer neuen Anläufen, eine auf Ausgrenzung und Exklusivität gründende Volksgemeinschaft zu ´formen´. Was sind die Drosten, Söder oder Spahn denn ihrerseits anderes als Dauerkontrolleure, die in den entsprechenden ´Gauen´ unerbittlich Inzidenzen festlegen und entlang dieser gnadenlos Restriktionen exekutieren? Letztes Beispiel: wenn in Altenheimen zahlreich vorerkrankte Menschen gegen ihren Willen ´abgespritzt´ werden und nicht wenige von denen bald darauf sterben, dann kommt der solcherart erwirkte ´Gnadentod´ schon sehr genau den Euthanasie-Phantasien eines Jacques Attali entgegen, die dieser hochgeachtete Politiker schon zu Beginn der achtziger Jahre recht unbekümmert formulierte. Die Aussagen Mike Yeadons, der mit Pfizer womöglich noch so manche private Rechnungen zu begleichen hat, bedürfen vor diesem Hintergrund dringend einer evidenzbasierten Überprüfung.

Wer Vergleiche wie diese als obszön empfindet, muss sich die Frage gefallen lassen, warum er sie bei anderer Gelegenheit für umso angebrachter hält, so etwa – um beim dritten Reich zu bleiben – wenn die Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlost werden, indem der Nazi-Vergleich schon spukt, sobald sich jemand entlang verordneter Sprachregelungen auch nur im Wort vergriffen hat. Freilich: passt auch solches. Das RSK (Reichsschrifttumkammer) wurde bereits 1933 gegründet und regelte den ordnungsgemäßen Gebrauch der Sprache,  zwecks „Freihaltung des Schrifttums von ungeeigneten und unzuverlässigen Elementen.“ Was als Cancle Culture derzeit wie eine pubertäre Schrulle anmutet, ähnelt verdächtig den Praktiken derer, die entlang rassischer Merkmale (sic) ganz eigene Hypertonien anschoben, mit denen nicht einmal die ärgsten Gegner der Nazis auch nur im Ansatz rechneten.

Gibt es, wie Hannah Ahrendt mutmaßte, eine Banalität des Bösen? War das Führungspersonal des dritten Reiches so selbstvergessen und Obrigkeitshörig, wie die breite Masse blind und ergeben blieb? Man kann das Versagen all derer, die einem Totalitarismus erliegen, immer erst nachträglich, aus einem gewissen Abstand heraus, ordnen und in entsprechenden Zusammenhängen darstellen. Immer dann also, wenn wieder alles zu spät gewesen ist. Den Maßlosigkeiten gewisser Ansprüche begegnen spätere Generationen meist hochmütig und allwissend, während sich die Betroffenen selbst ganz unbeholfen die Augen reiben. Wie leben heute in Zeiten ubiquitärer Beliebigkeit, deren deutlichste Kennzeichen im Kult der reinen Oberflächliche oszillieren. Diese wird, bis in die Digitalverblendeten Beliebigkeiten alltäglichen Lebens hinein, gehegt und gepflegt. Den resultierenden Befindlichkeiten eignet, dass ihre Träger in alte Muster von Befehl und Gehorsam zurück fallen. Wir fallen so auch immer tiefer zurück in Abgründe, deren Existenz  man für erledigt hielt.

Wem das zu akademisch oder abstrakt, zu runenhaft und umständlich klingt: es geht auch simpler. Verführten einst Dogmen und Ideologien Volk und Führerkorps, sind heuer, im Digitalzeitalter, schnöde Scheinwelten und knallharte Kapitalinteressen übrig geblieben. Die schöne neue Welt einer pharmazeutisch pausenlos nachgebesserten Gesundheitsvorsorge, deren verpflichtende Inanspruchnahme ab sofort Freiheiten und Grundrechte garantiert, kommt ohne allzu umständliche Verheißungen aus und kennt schon jetzt keine (Scham)grenzen mehr. Zwei Beispiele, die zum Zeitpunkt meiner Niederschrift (18.04.21) Schlagzeile machten, mögen an dieser Stelle genügen.

Erstens. Pfizer Chef Albert Bourla erklärte, dass es mit zwei Impfungen „nicht getan ist“ – eine dritte müsse her. Schon im Februar hatte der Chef des Start-Up-Unternehmens, Ugur Sahin, ähnliche Andeutungen gemacht. Merken sie was? Genau: immer dann, wenn weitere Verschärfungen anstehen und die Leute einmal mehr, nur umso genervter ein Ende des Corona Irrsinns herbeisehnen (der mit jeder weiteren Runde nur zusätzlich ausgebaut und abgesichert wird): muss die nächste Abspritzorgie als ´Rettungsanker´ ausgeworfen werden. Es wird nicht der letzte gewesen sein, aber das interessiert zunächst kaum, eben: weil alle sich was davon versprechen. Dass es in Wahrheit bei diesen und zahllosen anderen Tricksereien gar nicht um Gesundheit, ´nur´ um Profite geht: das geht den arglos Empfänglichen auch nach Monaten dauernder Vertröstungen und Verschärfungen, Beschränkungen und Beschneidungen nicht auf. Dabei ist alles so schändlich simpel. Diese Konzerne verfolgen knallharte Kapitalinteressen, auch und gerade Pfizer, deren Vorstandschefs insgeheim wohl selbst nicht übel staunen, wie locker auf einmal klappt, was ehedem noch auf Widerspruch und Protest stieß. Eine Dritt-Impfe hätte ja, solide Grundlagenforschung vorausgesetzt, schon zu Beginn der Freigabe fest stehen müssen. Aber da war noch Vorsicht geboten. Der Hersteller sah erst einmal zu, wie ´der Markt´ (hier: der Staat und seine Schutzbefohlenen) wohl reagiert. Ganz klar will das Unternehmen nicht auf seinen restlichen Dosen sitzen bleiben, die Konkurrenz forciert schon eigene Produkte (Johnson und Johnson usw.); jetzt ist Zeit eben Geld. Auch die enormen Restbestände sollen schließlich horrende Summen reinfahren. Pfizer spekuliert nicht zuletzt auf den Sommer. Wer reisen will wird impfen müssen: punkt, fertig und aus. Was meinen sie, wie viele Milliarden da im Spiel sind! Und wirklich: mehr ist es gar nicht. So funktionieren Konzerne. Es wäre auch reichlich vermessen anzunehmen, dass Typen wie Bezos, Gates oder Schwab die ihnen zu Gebote stehenden Machtmöglichkeiten nicht optimal nutzten – das ist keine Verschwörungstheorie, wohlgemerkt! Das ist einfach nur schlüssig und evident. Wer über so viel Vermögen verfügt wie diese Leute, der macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Googeln sie das ´Wörtchen´ Biontech: es taucht sofort und als erstes der Aktienstand auf. Wohlgemerkt: vor allem andern!

Zweitens. Die Unterwanderung des Staates zwecks Abrichtung und Kontrolle findet dieser Tage Eingang in ein Gesetz, das fortan nach Belieben von der Lobby ausgeschlachtet werden kann. Die Verschärfung des sogenannten Infektionsschutzgesetzes schafft einen juristisch schwer anfechtbaren, nunmehr flächendeckend anwendbaren Präzendenzfall, der als bundesstaatliche Ermächtigung den Föderalismus aushöhlt und einem Zentralismus Tür und Tor öffnet, dem die zu Gebote stehenden Mittel längst nicht mehr ausreichen. Der Staat kann ab sofort bei jeder sich bietenden Gelegenheiten verfügen und durch regieren. Jede x-beliebige Mutante reicht nunmehr aus, den bis zum Erbrechen geduldeten Maßnahmenfuror erneut zu entfachen. Mit sämtlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Hat bis jetzt geklappt, und wird in Zukunft umso besser klappen. Warum sollte ein Modell, mit dem man so gute Erfahrungen gemacht hat (gemeint ist hier die rücksichtslose Anwendung) nicht auch auf andere Fälle übertragen werden? An dieser Stelle wird deutlich, dass die ´Schuld´ nicht eigentlich bei den Übeltätern, den Schurken und Verrätern liegt. Die waren und sind immer am Start. Das Heer der Mitmacher und Stillhalter, der Feigen und Verstohlenen: ermöglichte zu allen Zeiten Totalitarismen dieser oder jener Couleur. Das Volk in seiner ´einfachen´ Mehrheit: gab und gibt den Ausschlag. Daran wird sich wohl nie etwas ändern. Dissidenten hatten und haben es schwer, sie werden totgeschwiegen oder diffamiert, weg gesperrt oder lächerlich gemacht. Verbände und Vereine, Gruppen oder Institutionen: lassen sich stets korrumpieren. Der Einzelne aber, ganz auf sich gestellt, bleibt einzig dem eigenen Gewissen verpflichtet. Nur darauf kommt es an. In Zeiten wie diesen zeigt sich erst, was einer taugt oder nicht.

Das Pharmakartell lebt von der Angst. Die lässt sich schüren. Und auf Umwegen zu den eigenen Produkten verführen. Das lief schon lange vor Corona auf ganz ähnliche Art und Weise ab. Auch hier soll, um den Rahmen dieser Betrachtung nicht sprengen zu müssen, ein kurzer Fingerzeig genügen. So haben gewisse ´Experten´, deren sämtliche durchweg für große Konzerne tätig sind, die als bedenklich eingestuften Werte für den Bluthochdruck innerhalb weniger Jahre so beständig wie dezent nach unten korrigiert, während gleichzeitig die Produktion immer neuer Diuretika (sie verstärken auf sehr fragwürdige Art und Weise die Harnproduktion in der Niere) massiv angeschoben wurde: in Kombination mit weiteren Blutdrucksenkenden Präparaten (sic!) ´garantieren´ solche chemischen Dauerkeulen stabile Schwellenwerte im vorher vereinbarten Sinne. Was das auf Dauer mit dem Körper macht, auch und gerade bei solchen, die weitere Medikamente verschrieben bekommen: steht in keiner der ´begleitenden´ Studien drin. Das interessiert den Hersteller so wenig wie die Endabnehmer selbst. Es bleibt eben viel bequemer, irgendwelchen Pillen einzuschmeißen statt den komplexen oder sehr naheliegenden Ursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen nachzugehen, soll heißen: den eigenen Lebenswandel zu überprüfen, Prävention zu betreiben und dergleichen altbackene ´Lästigkeiten´ mehr. Immer weniger Ärzte und Mediziner, Betroffene und ihre Angehörigen haben darauf Bock. Die Nummer zieht nicht, denn sie mutet allzu umständlich und ´alternativ´ an. Den Konzernen bringt sie keine Kohle ein. Um es ganz platt zu formulieren: chronisch Kranke garantieren konstante Umsätze, dauerhaft Genesene nur unnötige Einbußen. Was man tun kann, um gesund zu bleiben, spielt in Corona Zeiten jenseits verordneter Abstände und Maskenzwänge, Ausgehverbote und Kontaktbeschränkungen, Impf, – und Testkampagnen keine Rolle. Gegen das Killervirus helfen nur Verbote und Verordnungen; nichts außerdem. Oswald Spengler fand:“Die moderne Reinlichkeit ist ein Zeichen kranker Sinne, der physische Ekel vor anderen Menschen, vor Gesichtern und vor Händen.“ Tatsächlich ist uns der Nächste längst verdächtig geworden, als Überträger von Viren und Bakterien. Sein Gesicht verschwindet hinter einer Maske, und die Hand gibt man ihm besser gar nicht mehr.  

Der ´Homo Pharmaka´ hing, als Prototyp, lange vor Corona in der Warteschleife. Nun macht man ernst mit ihm. Sein Körper wird neu definiert und zur Dauerbaustelle degradiert. So kann man diese, bald wieder per Dekret, hemmungslos planieren und mit den neuesten Updates versehen. Der sich abzeichnende Transhumanismus wird Debatten und Exkurse ohnehin bald überflüssig machen, weil ihnen dann sämtliche Grundlagen entzogen sein werden. Das Argusauge mächtiger Konzerne wacht ja schon jetzt über jeden Einzelnen von uns, bis in die letzten Versteckplätze hinein. Auch das hätte man vor zwanzig Jahren als Verschwörungstheorie abgetan. Big Data hat´s längst möglich gemacht.

„Du bist nichts, dein Volk ist alles.“ So bläuten es die Nazis ihrer Jugend ein. Den vielgeschmähten Ernst Jünger verleitete dies zu der Schlussfolgerung, dass dabei am Ende nur noch lauter Nullen herauskämen. Auf den gegenwärtigen Corona-Irrsinn gemünzt: neunstellig im Vollzug (Bevölkerung) und neunstellig im Ertrag – was die Profite anbelangt. Du bist nichts – dein neuer Körper ist alles. Den ´alten´ haben wir bald abgeschafft.

Der feindlichen Übernahme menschlicher Körper entspricht ziemlich genau eine, die sich den gesamtgesellschaftlichen Großkörper immer dreister gefügig macht. Die allzu billige Verächtlichmachung der Nationalstaaten, deren Schwanengesänge wir nunmehr erleben, vertuscht vorzüglich, wie notwendig Nationen als eigenständige, dem Volk und seinen Interessen verpflichtete Gebilde sind und bleiben. Im 19. Jahrhundert stürmisch begrüßt und nahezu vergötzt, vor allem von den Deutschen, hat sich ihr Nimbus gründlich abgenutzt; sind ihre ´Diener´ zu bloßen Technokraten heruntergekommen, denen Eigennutz und Karriere über alles geht. Solcherart geschwächt, danken Völker und Nationen des alten Europa auf Kredit ab. Sie werden immer häufiger zum Spielball mächtiger Interessen, deren Pläne nur zu genau den Praktiken entsprechen, die ein gewisser Aldous Huxley schon vor neunzig Jahren düster an die Wand zeichnete. Um in der Sprache unserer Zeit zu bleiben: Die diskrete Unterwanderung von Staaten durch entsprechende ´Trojaner´ wirkt Systemzersetzend und kann über entsprechende Updates pausenlos aktualisiert und erweitert werden. Dies funktioniert sogar in Analogie zur Wirkungsweise sogenannter mRNA-Impfstoffe, die den eigenen Körper auf raffinierte Art und Weise in seinen kleinsten Einheiten betrügen bzw. manipulieren. Hier werden, grob vereinfacht ausgedrückt, bestimmte Information umgeschrieben, ohne dass der ´ganze´ Text (die in der DNA gespeicherten genetischen ´Erzählungen´) verändert würde. Betroffene Zellen folgen der Anleitung anschließend ´automatisch´. Auf den Staat umgemünzt: durch kleinere Korrekturen, an Gesetzen oder Verordnungen, werden gleichsam Automatismen hergestellt, die das ´große Ganze´ nicht berühren, da es als Grundlage unentbehrlich bleibt. Die Parier der Nation setzen sich grundsätzlich in gemachte Nester, wie Kuckucksvögel; und kriegen ihren Hals nicht voll. Ist unser Staat überhaupt noch das Nest, indem wir alle verlässlich aufgehoben sind? Wohl immer weniger, aber das kratzte bis gestern keinen. Offenbar befriedigen Nationen nicht mehr die vitalen Bedürfnisse Digital-amputierten Einkaufs, – und Konsumgesellschaften, deren einander nur oberflächlich begegnende Mitglieder darum auch nicht geneigt sind, sie in ihrer Substanz – gemeinsam! – zu verteidigen. Der solidarischen Kollektive entwöhnt, die Identität stifteten und Sicherheit garantierten, hat man uns alle mittels Corona endgültig auseinander dividiert, sprich: voneinander getrennt. Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass die verordnete Isolation lediglich abstumpft. Mehr noch werden wir in der verlässlichen Vereinzelung zunehmend empfänglich für Propaganda, und das umso mehr, je eintöniger sie jeweils ausfällt.

Insofern geht gerade mehr zu Bruch, als den meisten vielleicht dämmert. Wo stehen wir heute eigentlich, prüfen wir unseren Verstand auf Herz und Nieren? Das Zeitalter der Aufklärung beschwor noch den Glauben an einen Mensch, der vernunftbegabt und einsichtig sei; selbstbestimmt im umfänglichsten Sinne. Die vielzitierte Maxime Kants kommt einem, schmerzlich, in den Sinn. Demnach sollte jeder einzelne den Mut aufbringen, sich des eigenen Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen; zwecks Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. In der stecken wir schon wieder drin. Weltweit. Irrationale, im Ganzen zwiespältige Wesen, die wir nun einmal geblieben sind. Uns geht meist mit gehöriger Verspätung auf, was die Stunde schlug. Geschichtsvergessen und Innovationshörig, so oberflächlich wie geschäftig, getrieben und zunehmend fremdgesteuert, ist der entsprechende Typus Mensch „im Dunkeln unerfahren“; er „mag von Tag zu Tag leben.“ (Goethe)

Mittlerweile fragen sich immer mehr Menschen, ob Demokratie und Freiheit ernstlich in Gefahr seien. Freilich geschieht dies allermeist noch immer hinter vorgehaltener Hand. Ein Umstand, der bereits darüber belehrt, dass auch diese Frage längst beantwortet ist. Die Gefahr ist schon vorüber, eben: weil Demokratie und Freiheit bereits abgeschafft worden sind. Und täglich mehr abgeschafft werden. Dies bis zuletzt nicht zur Kenntnis genommen zu haben, kennzeichnet das Unvermögen unmündiger Bürger*Innen, deren berufenste sich allzu exzessiv mit Extravaganzen abwegigster Art beschäftigen. Auch solches kennzeichnet den Zustand nur vordergründig vitaler, im Ganzen bereits abgelebter Kulturen. Kurz bevor das auf winzige Küstensprengsel zusammengeschrumpfte Byzanz von den osmanischen Belagerern erobert und vernichtet wurde, beschäftigte man sich am Hofe des Kaisers nahezu besessen mit der Frage, welches denn nun die wahre Natur der Engel sei. Den theologischen Spitzfindigkeiten einer übertausendjährigen Gemeinde schenkte die Gegenseite keinerlei Beachtung. Freilich: erlag diese ein halbes Jahrtausend später wiederum eigenen Unzulänglichkeiten, denen wir das geflügelte Wort vom ´kranken Mann am Bosporus´ verdanken. Auch der sich abzeichnende, noch in seinen Anfängen steckende Great Reset wird eine Weile wüten, bevor die begleitenden Strukturen zugrunde gehen. Am Gigantismus so gut wie an den begleitenden Haarspaltereien. Paul Valery hat in seiner ´Krise des Geistes´ vom Abgrund der Geschichte gesprochen:“ Wir fühlen, das eine Kultur genau so hinfällig ist wie ein einzelnes Leben.“

Zuletzt mögen uns die Worte Hoimar von Ditfurths eine Mahnung sein, der in seinem letzten Interview noch einmal den Ertrag eigener Befunde komprimierte.“ Der Mensch,“ so Ditfurth gegen Ende des Gesprächs,“ will etwas sein neben der Natur, etwas getrennt von der Natur – dann wäre er verloren.“ Diese Natur könne sich eines Tages genötigt sehen, den ´Prothesenmenschen´ auszuspucken: schlicht, weil er ihr bis dahin unerträglich geworden ist. –

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Über Trdic Shanto 81 Artikel
Studium der Sport-, Sozial-, und Erziehungswissenschaften an derUniversität Bielefeld. Seit 2006 Lehrer an der Gesamtschule Stieghorst,Sekundarstufe 1. Ehemals aktives SPD - Mitglied, nach Austritt keine weiteren Partei, - oder Vereinstätigkeiten.