Eine Flutkatastrophe hätte es laut Klimaaktivisten gar nicht geben dürfen – Jetzt schlägt das Imperium zurück

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Die Vorbeter eines vom Menschen gemachten Klimawandels schlugen schon im ersten Drittel dieses Jahres, noch im Schatten der Covid-Hype, mächtig Alarm. Eine neue Heiß-Zeit stünde uns mal wieder bevor, soll heißen: einer dieser unerträglich Regenarmen, vor Hitze nur so schwitzenden Dürresommer. Und deren etliche mehr würden, ganz klar, in Zukunft folgen. Mit der Zukunft kennen sich diese Leute, denen es oft nicht einmal gelingt, das Wetter für den nächsten Tag korrekt vorherzusagen, ja umso besser aus, je weiter sie ins zeitlich Ungewisse reicht. Es müsse nun also, so waren sich die gern mit Statistiken protzenden Wetterfrösche und ihre Stichwortgeber, jene weltrettenden Klimaforscher, sowas von einig, im Mindesten mal ganz kräftig durchregnen; am besten zwei, drei Monate lang. Diesen Wunsch hat ihnen Mutter Natur nunmehr ganz unerwartet und mit ordentlich Nachschlag erfüllt, und zwar gleich im Zentrum der Klima-Rückwandlungs-Zentrale: in Deutschland, wo schon wieder von einer Jahrhundertkatastrophe die entsetzte Rede ist. Seit Anfang der neunziger Jahre wurden wir durch insgesamt zwölf Hochwasserkatastrophen ´überrascht´, eine unsäglicher als die jeweils nächste, aber seinerzeit war der Klimawandel noch nicht ausgemachte Sache, weshalb die Menschen dem Phänomen insgesamt recht ratlos gegenüberstanden.

Noch einmal, damit man sich´s merke: so wie jetzt hätte es, den Propagandisten zufolge, unbedingt kommen müssen – und doch nicht dürfen, weil das der Klimawandel ja eigentlich gar nicht vorsieht. Aber genau der ist jetzt wieder schuld dran gewesen. Er muss einfach. Etwas anderes, auch nur ein klein wenig oder mehr: fällt diesen Leuten dazu nicht ein. So bleibt, allem Horror zum Trotz, ganz austauschbar und beliebig, was als Unheil ins verordnete Narrativ passt. Wer heute als Politiker Wahlkämpfe gewinnen möchte, kommt an der Gebetsmühlenartig vorgetragenen Eidesformel sowieso nicht länger vorbei: liegt alles am FCKW – ist CO2-affin. NRW-Ministerpräsident Laschet, der demnächst auch Kanzler werden will, beeilte sich denn auch umgehend zu beteuern, das ´sein Land´ in Punkto Klimaziele ordentlich vorgeprescht sei, sie wissen schon: die Braunkohle. Und selbst ein Ultra-Opportunist wie der Herr Söder, Rivale von der Unionsfront, erklärte lächelnd, das die Leugnung des Klimawandels eine Sünde sei. Machte man sich aber, umgekehrt, ganz selbstverständlich drüber lustig: erheiterte dies den bayerischen Ministerpräsidenten gewiss nicht minder. Es muss halt bloß der gerade geltende, vom Zeitgeist abgesegnete Klarsprech sein.

Man möge mich um Gottes Willen nicht missverstehen: es ist schrecklich genug, das infolge Überschwemmung in zwei Bundesländern die Zahl der Toten binnen kurzem auf über Hundert geschnellt ist und tausende von Menschen jäh obdachlos geworden sind. Ähnlich prekär gestaltet sich die Lage neuerdings in Bayern und in Sachsen. Aber die ´Katastrophen´ sind Hausgemacht, sie haben nichts mit vermeintlichen Unwettern und noch viel weniger mit jenem ominösen Klimawandel zu tun, der von den Eliten und ihren Zöglingen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ganz selbstverständlich bemüht wird.

Ganz doof und dämlich gefragt: was soll ausgerechnet das Wetter mit den Überschwemmungen kolossalen Ausmaßes in zwei Bundesländern zu tun haben? Der Autor dieser Zeilen feierte jüngst seinen Fünfzigsten und kann den Jüngeren unter Ihnen, Greta und ihrem Kindergarten voran, nur versichern: es hat in meiner Kindheit und Jugend ungleich regenreichere Sommer gegeben als diesen, das hat in den Siebzigern sogar mal für einen netten, ein wenig dümmlichen Schlager hingelangt („Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“), bei dessen Erscheinen dann schon wieder Hitze satt angesagt war. Das Wetter lässt sich eben nicht in die Karten schauen. Wie gern wird mit dem Mittel der Berechnung hantiert, wenn es darum geht, die eigenen Unzulänglichkeiten damit zu kaschieren. Da ist man dann schnell mit Rekorden bei der Hand, die dem Schlamassel nachträglich als Erklärungsgrundlage dienen. Dann war es entweder zu heiß oder zu kalt, zu trocken oder viel zu nass: „…seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.“ Doch was sagen diese lausigen hundert oder zweihundert Jahre, auf die man sich je nach Region berufen darf, schon aus? Gesetzt, man verfügte über eine Grundlage von 500 oder 1000 Jahre Aufzeichnung (was, Erdgeschichtliche Maßstäbe zugrunde gelegt, nicht einmal den Bruchteil einer Millisekunde ausmachte): nähmen sich die vermeintlichen Rekorde schon wie stetig wieder kehrende, nunmehr verlässlich scheinende Dellen aus, die in einem noch größeren Rahmen harmlos erscheinen, weil darin ungleich extremere Ausschläge die weitere Regel bestätigten. Sie geht uns aber nichts an, denn grundsätzlich, so der moderne Glaube, haben wir ganz verlässlich in der eigenen Hand, was unser Fassungsvermögen doch bei weitem übertrifft. Es hat, das wissen wir auch ohne statistische Mittel, immer wieder Phasen kurz, – oder längerfristiger Wetterextreme gegeben, die man nachträglich gerne den gewöhnlichen Begrifflichkeiten anglich (´kleine Eiszeit´). Gemessen werden sie grundsätzlich am eigenen Wohlergehen, je nach Sachlage oder Situation, womit schon hinreichend unter Beweis gestellt wird, das unsere Sicht der Dinge dem ´anthropozentrischen Mittelpunktswahn´ entspricht, den der Wissenschaftsjournalist Hoimar v. Ditfurth einst bemängelte.

In Wirklichkeit sind ganz konkrete Fehlleistungen für den derzeit wütenden Hochwasser – Gau verantwortlich zu machen. Man braucht die von den Überschwemmungen betroffenen Gebiete nur einmal zu googeln und mittels Maps-Satellit einer näheren Betrachtung unterziehen. Jeder sähe dann, rudimentäre Kenntnisse in Geographie voraus gesetzt, auf ein, zwei Blicke, das diese Regionen aufgrund ihrer Hang, – und Muldenlagen ´gefährdet´ sind – sollte es andernorts (will heißen: in näherer Umgebung) zu Stauungen kommt. Denn das ist der springende Grund: die Plürre will, sie mag von einem Bächlein oder von gewaltigen Strömen herrühren, einfach nicht mehr weiträumig absickern bzw. gemäßigt abfließen. Dafür ist in den letzten Jahrzehnten hinreichend gesorgt worden. Da entstanden hübsch hässliche Siedlungen in bis dato lieblich Naturbelassenen Weide, – und Wiesengebieten, in ehemaligen Fluss, – und Bach-Auen: dort hätten die Alten nie und nimmer gebaut. Mehr denn je wurden also wertvolle, das ökologische Gleichgewicht garantierende Grundflächen versiegelt. Ging es doch nicht zuletzt auch darum, den zigsten Aldi im neu entstandenen Ortsteil ´aus der Erde zu stampfen´, passend zum übernächsten Industriegebiet, das schuf ja Arbeitsplätze, inklusive Parkflächen, die den Flächenfrass zusätzlich vorantrieben und kurioserweise immer öfter den Gebäudeanteil selbst übersteigen. Zusätzlich hat die intensive landwirtschaftliche Nutzung mit ihren die Luft bis ins Hochgebirge verunreinigenden Ackergiften dafür gesorgt, dass  verbliebene Anteile atmender Böden so ausgelaugt und verhärtet sind, das auch dort kein Wasser mehr im verlässlichen Sinne aufgesogen wird. Hier können auch keine Insekten mehr existieren, aber deren alarmierender Schwund wurde von keinem derer, die jetzt in tobsüchtige Weltuntergangsstimmung geraten, ernstlich beklagt. Wir sind und bleiben eben dem Fetisch Wachstum hörig. Auch und gerade auf lokaler Ebene. Die heillos verschuldeten Kommunen haben sich in ihrem Heißhunger nach versteuerbaren Immobilien nicht davor abschrecken lassen, ihre Grundflächen bis in den letzten Winkel hinein zur Verfügung zu stellen und entsprechend ´dicht zu machen´. Wenn jetzt aus Mücken Elefanten werden – sprich: kleine Pullerbächlein zu reißenden Ströme mutieren – dann ist das auf solcherlei unspektakuläre, wiewohl inflationär anwendbare Verwerfungen zurück zu führen, die aber hinter der Suggestiv-Formel vom Klimawandel verschwinden, wiewohl ihre Schatten das Lügenkonstrukt längst ein gedunkelt haben.

Wo die einen den Regen als Fluch erleben, sehnen die andern ihn flehentlich herbei. Stichwort Hitzewelle: im Westen der USA, vornehmlich Kalifornien. Hier hat der Raubbau am natürlichen Ökosystem Tradition, er blickt auf Multi-Mega-Projekte der letzten hundert Jahre zurück, auf die einzugehen fast schon ermüdend ist. Ähnlichen Kollateralschäden hat das EU-Land Spanien zu verzeichnen, binnenweit gespickt mit Stauseen, deren Errichtung seinerzeit so gut wie heute in Anatolien als Fortschritt gefeiert wurde und mit dazu betrug, das dieses Land sich mittlerweile in eine öde Steppen, – und Wüstenlandschaft verwandelt hat. Der Kalif Erdogan schiebt schon seit Jahren und auf Kosten der an Euphrat und Tigris beheimateten Völker seine irrsinnig Naturschädigenden  Renommierprojekte an, doch rechnete ihm das bis heute keiner der ums Kanzleramt buhlenden GRÜNEN je an.

Es macht schon einen Unterschied, ob man sich im Fernsehen oder im Netz vor lauter Langeweile irgendwelche billig verpackten, digital aufgemotzten Desaster-Movies reinzieht oder es mal analog, live und in Farbe so faustdick wie gnadenlos ´echt´ verabreicht bekommt. Da kennt dann das provinzielle Staunen keine Grenzen mehr; zusätzlich zum Entsetzen, das auf Anhieb auch die Ahnungslosigkeit einer Gesellschaft entlarvt, die den Wellness-Modus für Gottgegeben hält. Er ist es nie gewesen, und wird es niemals sein können. Als Dauerzustand künstlich hergestellt, reicht in der Regel ein Seufzer der Natur, das ganze Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Die Alten hatten noch einen existentiellen Bezug zur ´Mutter Erde´, doch kannten und fürchteten sie auch ihre Grausamkeit, ihre Härten – ihre Allgewalt; wie andererseits auch den ganzen unfasslichen, in Demut und Verehrung empfangenen Überfluss; der wurde besungen und in heiligen Riten immerzu ängstlich oder fiebernd beschworen. Das ist uns Heutigen vollständig verloren gegangen. Wir haben aus dem Blick bekommen, was uns diese Natur gestattet und was nicht. Jene fügten sich, wo dies unumgänglich blieb; um überdauern, überleben zu können. Sie passten also sich und ihre Kulturtechniken den Gegebenheiten an, die Gaia vorgab. Ernte und Ertrag, Leben und Sterben – Sein und Nichtsein: vollzogen sich in den engen Grenzen einer Allgewalt, die selbst jedes Maß sprengte, denn sie blieb größer als alles, was Menschwahn ausbrütet. Jeden Verstoß ahndete die sämtliche Lebensbereiche bestimmende und umfassende Instanz so unerbittlich wie unbekümmert. Längst häufen, stapeln sich diese Verstöße. Alles ist, so glaubt man mittlerweile, machbar geworden. Komfort und Konsum, ohne die wir nicht sein mögen, rechtfertigen jeden Frevel, der als solcher gar nicht mehr erkannt wird. Tradition und Transzendenz haben abgedankt. Mit einer irrsinnig fixen Idee – der Mär vom Klimawandel – meinen wir die komplexen ökologischen Zusammenhänge auf ein für uns vertretbares Quantum herunter brechen zu können; den Rest erledigt das ´2-Grad-Ziel´. Täppischer geht´s nimmer. Ober-Guru Mojif Latif verkündete bereits:“ Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen.“ Hand auf´s Herz: kann man den Opfern der Überflutungen, deren Ahnungslosigkeit nicht minder betroffen macht, eine schlimmere Demütigung zufügen?

Dazu passt die ihrerseits aus allen Fahrwassern laufende Berichterstattung. Das Quotengeile Katastrophenfernsehen dreht nun mal so richtig auf. Die obdachlos Gewordenen werden, einigermaßen verstört, als Statisten vor die Kameras gezerrt und stammeln, was man von Ihnen zu hören erwartet. „Unter´m Strich bleibt es ein singuläres Ereignis,“ kommentierte heute (16.07) ein Korrespondent vom Bildungsfernsehen (ARD/ZDF) das ihm unsäglich vorkommende Geschehen. Dies geschah im Anschluss an die Befragung eines älteren Herrn, der versicherte, dass er das ´in all den Jahren´ so noch nicht erlebt habe. Singulärer geht´s nimmer! Die eigene Lebenszeit als abschließender, allgültiger Maßstab, bis der nächste Rekord das schnöde Singularium knackt. So geht Aufklärung, die als Belehrung noch den sakralen Überbau des frühen Mittelalters um Kathedralenhöhe überragt. Hätte man einen der ungleich noch älteren Ortsansässigen aus dem Sarg geprügelt und an die Stätten der Zerstörung herangeführt, wäre dem ganz sicher zuoberst aufgefallen, das rund um den Ortskern Siedlungen entstanden sind, die da eigentlich nichts zu suchen haben: früher weideten dort Ochsen und Kühe, auch wenn sie knietief in den Fluten steckten. Dabei bekommen wir ja mittlerweile immer öfter Luftaufnahmen serviert, die deutlich genug zeigen, das nicht einzig das historische Zentrum betroffener Städte gelitten hat, mehr noch die Bettenburgen im Umfeld, und die häufen sich eben in den ehemals unberührten, der Vieh, – und Weidewirtschaft anheimen Landschaften in Ufernähe. So seltsam es klingen mag: die heute als Naturschutzgebiete deklarierten landschaftlichen Schutzzonen jenseits unserer großen Ballungszentren sind, verglichen mit den riesigen Ausweichgebieten vorindustrieller Gesellschaften, nichts als schmale Fetzen oder Lappen, die den urbanen Raubbau auf tragikonische Art und Weise bestätigen. Diese Refugien sind auf engste Räume reduziert worden.

Es ist in der Tat eng geworden. Wir berühren hier, einmal mehr, ein sehr sensibles Thema. Stichwort Weltbevölkerung. Da wird einerseits darüber gestritten, ob die Zeit des Wolfes, der, verglichen mit anderen Regionen Europas und der Welt, in Deutschland schon einmal komplett ausgerottet worden ist, nicht längst vorbei sei. Man gibt ihn daher wohl bald wieder zum Abschuss frei, wie damals den ´Problembären´ Bruno (O-Ton Stoiber). Eine Handvoll solcher Störenfriede reichen schon, die Gemütlichkeit der ewigen Weltverbesserer empfindlich zu stören. Andererseits: leben demnächst unfassbare acht Milliarden Menschen auf dieser einen, einzigen Erde. Und alle wollen sie so leben wie die Begüterten es längst tun: auf Kosten einer Umwelt, die sich das exponentielle Wachstum auch nur einer ihrer Arten nicht lange gefallen lassen wird.

Tragisch bleibt, dass nun erst recht mit einer ´Klima-Wende´ ernst gemacht werden wird, die an den eigentlichen Schieflagen vorbei verlässlich und verräterisch ins Leere läuft, während besagte abschüssige Bahn ihrerseits zum freien Fall verführt. Immer wieder spielt dem Menschen sein eigener Verstand, auf den er sich so viel einbildet und der doch bis ins letzte triebgesteuert bleibt, die tollsten Streiche.  Hierzu, abschließend, weiland Friedrich Nietzsche: “Wie kläglich, wie schattenhaft und flüchtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt… es gab Ewigkeiten, in denen er nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben. Denn es gibt für jenen Intellekt keine weitere Mission, die über das Menschenleben hinausführte. Sondern Menschlich ist er, und nur sein Besitzer und Erzeuger nimmt ihn so pathetisch, als ob die Angeln der Welt sich in ihm drehten.“

Das sollte jedem von uns Mut und Mahnung zu mehr Bescheidenheit, und Einsicht allenthalben sein.

Über Trdic Shanto 103 Artikel
Studium der Sport-, Sozial-, und Erziehungswissenschaften an derUniversität Bielefeld. Seit 2006 Lehrer an der Gesamtschule Stieghorst,Sekundarstufe 1. Ehemals aktives SPD - Mitglied, nach Austritt keine weiteren Partei, - oder Vereinstätigkeiten.