Verräterische Analogien – Klima-Keule und Corona-Crash

maske, corona maulkorb, pflicht reissverschluss, Quelle: pixundfertig, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Deutschland wird jetzt von einer Ampel regiert. Die Farben Rot und Grün dominieren. Die eine steht für das Verbot: bis hierhin und nicht weiter! Die andere fordert dazu auf, sofort zu starten. Natürlich: in eine einzige Richtung. Du musst, wohlgemerkt! Die Farbe Gelb huscht, wie bei einer Ampel üblich, nur sehr kurz und flüchtig in Erscheinung. Sie regelt lediglich den Wechsel, der die schnellen Übergänge markiert; im jähen, allzu kurzlebigen Moment. ´Eingeklemmt´ zwischen den eigentlichen Signalfarben, ist Gelb nie von Dauer, bereitet bloß auf selbige vor. Sie suggeriert dem Fahrer, dass er vor dem Verbot noch so etwas wie einen letzten Spielraum, eben: eine winzig kleine Wahl habe. Die Freiheit, wieder der schmalen Stromlinie folgen zu dürfen, ist unumgänglich. Gelb verzögert das Kommando, und bereitet gleichzeitig das nächste vor. Die farbenfrohe Regelung des Verkehrs duldet insgesamt keinerlei ausscheren, kein Wendemanöver – keine Richtungswechsel. Divergierende Fahrweisen sind bei einer Ampel nicht vorgesehen.

Der ´Fahrplan´ in Punkto Corona und Klima steht also fest – felsenfest.  Er bedeutet einen fiesen Mix aus Planwirtschaft und Verordnungsterror, Gesinnungsschnüffelei und Rundumüberwachung, Meinungsmonotonie und Vielfachverbot, Gängelei und Gehorsam. In Ergänzung zur dürren Verkehrsordnung (s.o) bedarf er eines auf ärmliche Allgemeinplätze herunter gekochten ´Weltbildes´. Die begleitenden oder begründenden Ansprüche erinnern denn auch an weltumspannende Erlösungsideologien grandios gescheiterter politischer Heilslehren. Im Willen, Mensch und Welt retten zu müssen, gaben sich dieselben durchweg: allwissend. Die behauptete Alternativlosigkeit pocht denn auch auf End-Gültigkeit.

Haken wir im Einzelnen ab, was dieses Land im Ganzen ruinieren wird – bereits ruiniert. Covid-Gau und Klima-Hype gleichen einander im Grunde wie ein Haar dem andern. Das wird im Folgenden sehr deutlich werden. Hier greifen mancherlei Besonderheiten oder Hypertrophien locker ineinander, sie wiederholen einander auch in wechselnder Verrechnung und bestätigen oder bestärken Katalogartig einen verhängnisvollen, weil irreversiblen Trend. Mit Corona ging es in die Erprobungsphase. Sie verlief durchaus im Sinne der ´Erfinder´. Annähernd zwei Jahre staatlich geregelter Willkür haben unter Beweis gestellt, dass Widerstand selten ist und Folgsamkeit die Regel bleibt. Wer muckt: wird locker lässig erledigt. Wer mitmacht, dürfte das noch eine ganze Weile lang tun. Er schert sich kaum um die begleitenden Widersprüche und Ungereimtheiten, die den Unsinns-Orgien anhaften wie Winterrotz, der an der klammen Nase klebt. ´Klimaneutrum´ und ´Covidiantentum´ nahmen und nehmen sich wie Narreteien aus, denen man den Anschein hochwissenschaftlicher Bedeutsamkeit verliehen hat.

Völlig verfehlt erscheint schon der theoretische Ansatz. Ein Umstand, der so symptomatisch bleibt, dass man ihn, qua Gewöhnung, gar nicht mehr bewusst zur Kenntnis nimmt. Denn in beiden Fällen wird ja ein einziges, für sich genommen ganz und gar belangloses Spuren-Segment aus den Zusammenhängen gegriffen und absolut gesetzt. Mit einem Aufwand sondergleichen stellt man ihm nach. Der Trend als solcher ist nicht neu. In der angewandten Wissenschaft tobt sich der Irrsinn schon seit längerem aus. Das in einem 27 Kilometer langen, unterirdischen Ringtunnel jahrelang mit annähernd Lichtgeschwindigkeit herbei beschleunigte Higgs-Teilchen, blasphemisch auch als ´Gottesteilchen´ bezeichnet, wurde und wird fälschlich der Verursachung von Masse zugeschrieben und ist eigentlich nur die Schrulle eines Forschers, dem dieses Korpuskelchen den Namen verdankt. Jetzt baut man an einem Ring von stattlichen 100 Kilometern Länge, um mittels weiterer Beschleunigungen ´die Zahl der aufgezeichneten Kollisionen zu verdoppeln´. So presst man Quanten aus der Nanosphäre. Die zu erwartenden Ergebnisse werden den Gewinn an Erkenntnis, passend zur ´ermittelten´ Materie, natürlich nur minimal erweitern, wie denn der Umstand, dass auf Grundlage dieser Megaprojekte neue Gerätschaften erprobt werden, die an den realen Bedürfnissen der Menschen gleichsam mit annähernd Lichtgeschwindigkeit vorbei gehen, jeden vernünftigen Menschen befremden muss. Der Kult der Rekorde entspricht aber ziemlich genau einer von Albert Camus formulierten ´Ethik des Absurden´, die als weltanschauliche Verlegenheit weit mehr den exzentrischen Narzissmus ihres Schöpfers entlarvt, der sich auf seine ´Existentialismus´ getaufte Philosophie weit mehr einbildete, als ihr an Geltung zukommt: sie bleibt, schaut man nur genau genug hin, tendenziös und dementsprechend zeitbedingt. Das Wesen dieser Welt, in der wir alle leben, wird dadurch so wenig berührt oder erklärt wie der Ursprung derselben, die das randständige Boson mit dem speziellen Spin angeblich im Innersten zusammenhält. Die nanotechnischen Nebelkerzen und Energieschindende Extravaganzen Experimentalversessener Ingenieure täuschen nur zu leicht darüber hinweg, dass wir es recht eigentlich mit den Hirngespinsten einander für gottgleich haltender, einseitig begabter Neurotiker zu tun haben, die den wahren Geheimnissen der Natur nie auf der Spur waren, weil die Fährten, denen sie folgten, Einbahnstraßen waren und sind. Je größer der Aufwand, umso schlagender der Eindruck – bei allen, die das gigantische Nullsummenspiel nicht durchschauen. Im Übrigen: gab und gibt es auch ohne Higgs Teilchen Smartphones von der Stange; seine ´Entdeckung´ wird auf die Weiterentwicklung derselben überhaupt keinen Einfluss haben. Man kann die Welt so lange in allerkleinste Teilchen aufteilen, bis am Ende, buchstäblich, nichts mehr außerdem von ihr übrig geblieben ist: dann hat sich dezent verflüchtigt, was immer weiter aus dem angestrengten Blick geriet. Besagter Aufwand, den die Techniker betreiben, mündet irgendwann, ganz von selbst, im Kult des Unnützen – in reiner Trivialität.

Dieser Tage sind es die mittels Drosten-Test erschlichene, pandemisch wütende Covid-Variante und das kraft einseitiger Modellrechnung zum ´Klimakiller´ erhobene CO2, denen folglich und füglich eine Bedeutung beigemessen wird, die unerhört und unerreicht bleibt – bis zum nächsten Gau. Ob beide mit den vermeintlichen oder tatsächlichen Veränderungen, die man am Wetter oder am Körper symptomatisch zu erkennen glaubt, so singulär bzw. alleinverursachend zu tun haben wie behauptet, muss stark angezweifelt werden. Das Modell des Regelkreises (Stichwort Systemtheorie), dem wir die Einsicht in wechselseitige Bezüge verdanken, sieht eine solche Einseitigkeit nicht vor. Im Zusammenhang mit Covid: lautet daher die entgegen kommende, wiewohl abermals vereinfachende Verlegenheit, mit allzu täppisch vertuscht werden soll, dass es eben doch das eine einzige Virus sei, dem man sämtliche Verläufe zuschreibt. Dies gilt so auch für den Zusammenhang C02 – Erderwärmung. Das Kohlendioxid nicht die alleinige Ursache dafür sein kann, das wir uns derzeit in einer recht milden Phase der Erderwärmung befinden, darf kaum erwähnt werden.

Robert William Wood widerlegte bereits im Jahre 1909 den sogenannten Treibhauseffekt (in der von Fourier und anderen behaupteten Version). Woods Experiment ist seinerseits nie wiederlegt worden. Ein Umstand, der im öffentlichen Exkurs nicht einmal als Randnotiz auftaucht. Auch alle weiteren Theorien, die den behaupteten Temperaturanstieg gar nicht in Abrede stellen, lediglich alternativ verrechnen und unter Berücksichtigung und Akzentuierung zusätzlicher Faktoren zu ganz anderen Sichtweisen und Blickwinkeln verführen, werden verworfen oder verschwiegen, weil sie nicht dem Ariadnefaden Tonangebender ´Experten´ folgen. Hier zeichnet sich im Grunde eine Art Mystizismus ab, der an das Unwesen chiliastischer Sekten erinnert: der Faktor Angst spielt eine zentrale, weil einschüchternde und letzthin abrichtende Rolle.

Monokausale Erklärungen widersprechen jeder Erkenntnistheoretischen Beredtheit. Dass die zahlreich ´abgemusterten´ Covid-Varianten und das CO2 eher ´Mitläufer´ sind, versteht sich vor diesem Hintergrund fast von selbst. Mensch und Natur, Körper und organisches Leben wurden und werden durch zahlreiche chemische Summenformeln oder Virenstämme beeinflusst. Zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Zyklen: dominieren je solche oder solche, deren Gewichtung so leicht nicht abzuschätzen oder zu ´erraten´ wären. Auch deren Schaden oder Nutzen muss im Zusammenhang betrachtet werden; isoliert erfasst, erklären sie wenig.

Modellrechnungen produzieren exakte Ergebnisse, aber immer auf Grundlage vorheriger Vereinbarungen. Hypothetische Konstrukte werden früher oder später durch die Empirie relativiert oder wiederlegt. Unterschiedliche Schulen und Lehrmeinungen tragen dem Rechnung. Sonst hätten wir in der Wissenschaft heute nur noch eine einzige, die sich auf Kosten konkurrierender ´alternativlos´ durchgesetzt hätte. In den Blick gehören folglich sämtliche dieser Ansätze, die ihrerseits allenfalls besser oder schlechter, nie endgültig erklären können, was auch in Zukunft weiterer Erklärung, das heißt: schrittweiser Modifikation bedarf. Zu fragen ist vor allem: Wie kommen bestimmte Befunde, als ´Beweise´,  zustande? Also: wie glaubwürdig ist die begleitende Begründung? Welche Faktoren wurden ausgeblendet, vernachlässigt oder vermieden; und warum? Zusammenhänge werden jetzt aber nur noch auf einen einzigen, in sich geschlossenen Regelkreis reduziert, der die übrigen Anteile und wechselseitigen Bezüge ganz gezielt ignoriert. So in der Theorie einer ausschließlich vom Menschen verursachten Erwärmung. So in der Deutung längst bekannter, also: stets wiederkehrender Symptome am menschlichen Körper, die aufgrund fragwürdiger Testung nur noch durch Covid19 und seine Ableger verursacht worden sein sollen.

Gesundheit im Allgemeinen: spielt gar keine Rolle mehr. Das gilt auch für ökologische Zusammenhänge, die im Schatten des Klimawandels allesamt entweder abgedankt haben oder im Blick auf den alleinigen Störfaktor passend zweckinstrumentalisiert werden. Ob Flutkatastrophe oder Artensterben, Hitzewelle oder Kälteschock: es lag immer, ganz automatisch, am Klimawandel. Wie billig – wie bequem. Dementsprechend einseitig wird gedeutet, was in einem lebendigen System immer auf Wechselseitigkeit beruht, weil sonst der Strom ins Leere liefe. Hinsichtlich des behaupteten Klimawandels gilt es zum Beispiel als verpönt, auch nur zu fragen: folgt das C02 dem Temperaturanstieg oder verhält es sich eher umgekehrt? Ob das C – Virus, einmal mittels Test ermittelt oder er-funden, tatsächlich ausschlaggebend für bestimmte Erkrankungen war oder nicht: ist überhaupt nicht von Interesse. Denn es steht, einmal eingefangen oder ´untergejubelt´, sowieso im Vordergrund – rückt alle übrigen ´Anteile´ in den Schatten. So werden ´Stars´ gemacht – und hochgehalten. Die vielen ´Sternchen´ zählen nicht, wiewohl nicht wenige ungleich mehr Umfang für sich beanspruchen dürften als dieses eine, einzige. Es entscheide jeder selbst, wie ´wissenschaftlich´ es noch ist, jeweils ein einziges Symptom bzw. eine einzige Ursache für zahllose, längst bekannte und auf ein Bündel an ´Verstärkern´ zurück zu führende Phänomene verantwortlich zu machen. Unser Klima hat viel mit der Sonne und einer alles andere als stabilen Erdachsenkrümmung zu tun. Mit einer Biosphäre, die jenseits menschlicher Anteile eigenen Gesetzen gehorcht. Menschliche Gesundheit bleibt gleichsam an das Milieu und an die Lebensführung eines Individuums gebunden. Das sind Binsen. Wer sie ins Spiel bringt, wird zum Spielverderber.   

Das hat seine Gründe. Hier geht es auch um sehr viel Geld – um sagenhafte Umsätze. Den Profiteuren der Angst kommt zugute, dass sie ihre ´profanen´ Absichten mittels banaler Augenwischerei am besten vertuschen können. Wer sich in die öffentlichen Medien einkauft, hat schon gewonnen. Mittels passender Verstärker kann ein komplexes Problem auf wenige leichtverständliche Allgemeinplätze herunter gebrochen werden. Ständig wiederholt, werden diese zu unhinterfragten Gewissheiten. Globalorientierte, das heißt: Konzernkonzentrierte Kapitalinteressen spielen die eigentliche, kaum zu vernebelnde Hauptrolle in diesem Spiel um ultimative Deutungshoheit. Big Pharma =  Biontech Fizer. E-Car =  Elon Musk. Das sind Global Player. Polemik? Betrachten sie sich deren Aktienkurse. Den Umsatz an Milliarden – täglich! Also: deren MACHT.

Die von den Machern kontrollierten Instanzen sind nur vermeintlich unabhängig oder dem Gemeinwohl verpflichtet, tatsächlich komplett vom Goodwill des Großspenders abhängig. WHO = Bill Gates. Dieser vermeintlich caritativ, ja selbstredend weltrettend tätige, in Wahrheit Menschenverachtende, weil abgrundtiefe böse Mensch beherrscht den ehedem gemeinnützigen Konzern, wie denn Weltklimarat und IPCC politisch von der Lobby längst so unterwandert worden sind, das man durchaus von einer Loge sprechen darf: mit vielen gut bezahlten Scharlatanen. Ob Mojif Latif oder Christian Drosten: es handelt sich um sorgsam aussortierte ´Experten´, die übrigens ihrerseits bestens profitieren, d. h für korruptes Verhalten schon jetzt bestens belohnt werden. Sie machen sich dabei zu Komplizen der Strippenzieher und kommen, als echte Marionetten, auch nicht mehr heraus aus der sorgsam ´eingefädelten´ Nummer. Wer sich einmal in das Netz der Lügen verstrickt hat, verheddert sich nur immer weiter darin: er mag dran glauben oder nicht.

Halten wir bis hierhin fest: eine einzige Meinung zählt – sonst keine mehr. Zahllos bleiben dennoch all jene, die auch etwas zu sagen haben: anderes nämlich. Allesamt Wissenschaftler von Rang, die man entweder mundtot macht oder gewaltig unter Druck gesetzt. Im Zusammenhang mit Covid etwa Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi, was das Klima anlangt Bjorn Lomborg oder Henrik Svensmark. Diese Leute können kaum wiederlegt werden. Es reicht, sie zu ignorieren oder zu diskreditieren. Leugnung, Esoterik – Verschwörung.  Zensur und Einschüchterung tun das ihre. Man wird zur Persona non grata, enträt man dem allmächtigen, allein selig machenden Narrativ. So wurde besagtem Herrn Wodarg im Zuge seines letzten öffentlichen Auftretens im Fernsehen bereits geraten, sich einen Anwalt zu nehmen. Meinungsaustausch unerwünscht.

Es sind nicht einzig Einzelne, die aus dem Diskurs – der gar keiner mehr ist – ausgeschlossen werden.  Nur Forschung, die den Kanon stützt, zählt und wird zitiert. Und ordentlich bezuschusst. Beispiel IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in Gesundheitsfragen). Diese segensreiche Einrichtung wäre recht eigentlich prädestiniert gewesen, im Falle Corona eilig auf den Markt geworfene Impfstoffe auf Verträglichkeit und Verhältnismäßigkeit hin zu prüfen. Zwecks solcher und ähnlicher Fälle wurde das Institut überhaupt mal gegründet. Anfragen in den letzten 12 Monaten? Fehlanzeige. Das gilt auch für wissenschaftliche Forschungsstellen, deren MitarbeiterInnen dem behaupteten Klimawandel wiedersprechen. Kommt man dem Renommee einer Einrichtung nicht bei, wird diese gleich komplett herunter gemacht. Das EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie) gilt jetzt als ´Netzwerk der Klimaleugner´. Man wiederhole das einige Male, immer mit dem Hinweis darauf, die vertretenen Positionen seien unwissenschaftlich (freilich: ohne inhaltlich darauf einzugehen) und rücke die Ketzer unisono ins rechte Eck, weil ja Leugner per se diesem Spektrum angehören und infolge Hausverbot durch den Mainstream zwangsweise in den von der AFD gemieteten Sälen landen, um dort ihre ´Verschwörungen´ zu verbreiten: fertig ist der ´AntiEIKErismus´. 

Die solcherart ´auslesenden´ Faktenchecker, irre correctiv, hängen den eigenen Schwurbel umso höher, je plumper er rüber kommt – je einfacher er zu verstehen bleibt. Sie malen dementsprechend lauter Schreckgespenster an die Wand und versetze die Gemeinde der Gläubigen damit immer wieder in Panik – den Rest erledigt angeborene Trägheit, die Kraft der Gewohnheit. Sie passt zur dauernden Gehirnwäsche, die den Zöglingen versichert, einer echten Novität beizuwohnen, die es dringend abzuwenden gelte. Zu Beginn suggeriert man ihnen, es passiere gerade etwas ganz und gar Einmaliges; so noch nie dagewesenes. Den Rest erledigt der ´Gleichsprech´. Dabei gilt doch in allem: nichts Neues unter der Sonne. Verglichen mit den kleinen oder großen Eiszeiten vergangener Dekaden nimmt sich das derzeitige Klima überaus gemäßigt, ich möchte meinen: geradezu menschenfreundlich aus. Erderwärmungen haben sich in Jahrmillionen als überaus segensreich herausgestellt. Ihnen folgten Quantensprünge in der Entwicklung evolutiver Prozesse.

Und doch geht gerade dieser Tage stündlich die Welt unter. Immer liegt´s am Klima. Aktuelles Beispiel: die Überschwemmungen des Sommers 2021, deren Hausgemachte Ursachen ich in zwei Aufsätzen erschöpfend darzulegen versucht habe. Auch für den Covid Gau gilt: mancherlei Monstranz war gar nicht auf die vermeintliche oder tatsächliche Mikrobe zurück zu führen – es lag mehr an den völlig falschen Maßnahmen und Maßgaben derer, denen der Tunnelblick jegliche Perspektiven raubt.  Hat man, mit den passenden Bildern, erst einmal einseitig zugeordnet und gerichtet, was auf einen ganzen Komplex an Verwerfungen zurück zu führen ist: ist damit auch die Wirklichkeit erledigt worden. Das Long Covid dieselben Symptome aufweist wie Long Influenza und das ein Schnupfen mit Corona so ziemlich dasselbe ist wie einer mit Grippeviren ´herkömmlicher´ Art: kann gar nicht wiederlegt werden, wird auch nicht wiederlegt – nur eisern totgeschwiegen. Das die zahlreichen, bis heute kaum aufgearbeiteten Verwerfungen rund um Bergamo überhaupt erst zu einer Katastrophe führten, die mit Corona nicht mehr viel zu tun hatte: störte, als Erkenntnis, nur den Glauben der Gemeinde, die zwischen Endsieg und Endzeit kollert.

Dem entsprechen die völlig einseitigen, oft grundrechteinschränkenden, einander wiedersprechenden und am Ende nur wenigen Profiteuren zugutekommende Maßnahmen und Verbote. Gern wird ein bereits vorab in Auftrag gegebenes Produkt beworben, das den allzu Wenigen horrende Profite auf Kosten der Allgemeinheit beschert. Es wird zur Norm – zur Pflicht. So im Kampf gegen Covid der im Vergleich zu den ´Maßnahmen´ so harmlos scheinende Piks. Wird schon keiner merken, dass es reinster Irrsinn ist, wiederholt gegen eine einzige Grippevariante mit über´s Knie gebrochenen Medikamenten zu spritzen, die offenbar kaum wirken – aber immer besser wirken sollen. Der resultierende Immunkoller gilt als Beweis: ohne Nadel wäre alles noch viel schlimmer gekommen. Dazu die vielen Tests und Inzidenzen, mit immer neuen Verboten und Verordnungen. So ähnlich werden demnächst auch staatlich dekretierte Klimaziele exekutiert werden. Schließlich ist und bleibt der Kampf gegen C&K: Chefsache. Eben: alternativlos. Ohne rote Linien. So platt es sich liest: wir haben demnach nur noch zu wählen zwischen Klimaneutralität im gesetzten Zeitrahmen oder einem Weltuntergang auf Ansage; zwischen Endlösung Impfen im Kampf gegen Covid oder Exitus infolge Unterlassung. Körper Erde – Körper Mensch: entweder er stirbt oder er fügt sich. Der einseitige Totalangriff wird weder den wirklichen Problemen noch ihren vielfältigen Bezügen gerecht. Was jeder so für sich selbst tun kann, um der Natur oder dem eigenen Körper ganz allgemein ´zu gefallen´ – war nie ein Thema. Gilt neuerdings sogar als Aberglaube, Spuk und Sparren.

Dabei sind es doch die völlig willkürlich gesetzten, einander in Permanenz wiedersprechenden Zielsetzungen der Macher, die wahrhaft gespenstisch wirken. So das 1,5 Grad Ziel oder die nicht minder aus der Luft gegriffenen Inzidenzwerte, entlang derer Lockdowns und Kontaktsperren exekutiert wurden und werden. Jenseits differenzialdiagnostischer Befunde oder interdisziplinär ermittelter binnen, – und globalökologischer Langzeitstudien dominieren bloße Sollwerte und schrille Alarm-Ziffern. Ausgewählte Zahlenspiele ersetzen ausgewogene empirische Daten, die freilich nicht so einfach, so kurz und bündig, so platt und hohl unter´s Volk gejubelt werden können. Fällt denn keinem auf, das besagte Sollwerte als selbstherrlich gesetzte Idealwerte den vitalen Dynamiken widersprechen, die das Leben zu allen Zeiten auszeichnete? So funktioniert das Wetter, so funktioniert der Körper nicht, also: nicht die Erde und auch nicht der Mensch. Beide werden durch ganz unterschiedliche Faktoren beeinflusst, nicht beherrscht. Hier gab und gibt es überhaupt kein eindeutig festgelegtes Mittel, da andere Mittelwerte lang, – und kurzfristig den Standard selbst variieren und diskret auffächern. Das Klima für neutral und eine Herdenimmunität für ´herbeispritzbar´ zu halten, das ist Menschenwahn; einer allenthalben, der alles am eigenen Befinden und der eigenen Begrenztheit misst. Die dauernd zitierten und einseitig interpretierten Wetteraufzeichnungen der letzten hundert Jahre sind eine lächerlich nichtige Zeitspanne; gilt gleichsam für die Inzidenz des Tages im Vergleich zu der vom Vortage.

Gerade solcherlei ´Kleinvieh´ macht einen gigantischen Mist. Auffallend, mit welch hingebungsvoller Obsession hier Szenarien wahrhaft apokalyptischen Ausmaßes herbei phantasiert werden; solche, die jedem gesunden Menschenverstand Hohn sprechen und dennoch auf wissenschaftliche Untermauerung ihrer schiefen Türme pochen, die wie echte Luftschlösser ohne Fundament auf sumpfiger Fläche schwanken. Babel und Pisa lassen grüßen. Damit bloß keiner auf ´dumme´ Gedanken kommt, werden Kollaps und Katastrophe, Zusammenbruch und Untergang in Dauerschleife bemüht: sie beherrschen, als Hintergrundrauschen oder grelles Vordergrundgetöse, den schrillen Diskurs, der jeder nüchternen Betrachtung enträt. Hier kommt der Anspruch quasireligiöser Gewissheiten zum Ausdruck, deren ´Inhalte´ sich auf wenige, einander permanent widersprechende Allgemeinplätze – Glaubenssätze – herunter kochen lassen. Der Glaube selbst wird zur Norm, zur Gewissheit, zum Konsens unter ´Experten´, den es doch nie gab und nie geben wird – gar nicht geben darf, ihr Schafe! So wird zur Ideologie, was eigentlich dauernder Falsifikation unterworfen bleiben müsste.

Eine Art ´Priesterschaft´ hütet eifersüchtig den heiligen Gral der Erkenntnis, dessen Hinterfragung unerlaubt bleibt. Die Hofschranzen äffen nach, was dieser Kaste genehm ist. Markus Söder, seines Amtes bayerischer Ministerpräsident, erklärte die Leugnung des Klimawandels zur Sünde. Zu Corona hat er sich ganz ähnlich geäußert. Und gleich Moses, der seine Gesetztafeln bekanntlich vom Allmächtigen höchst selbst empfing, duldet der Zorn derer, die das Geheimnis allen Seins gleichsam auf wenige Gebote und Verbote reduzieren, keinen Aufschub – er muss sich gegen all jene richten, die als Frevler und Ungläubige zu brandmarken sind. Die Bibel, der wir die Geschichte danken, pocht als Buch der Wahrheit auf Allgemeingültigkeit. Sie kann und darf durch keinerlei relativierende Lästigkeit behelligt werden.

Die Bibel besteht vor allem aus dem Alten Testament, dessen ´Vorbilder´ sich in den Urnebeln der Altantike verlieren. Auch damals gab es vieles, was der ´normale´ Mensch ohne entsprechende Anleitung nicht verstehen konnte – und auch gar nicht sollte. Galt ferner für Kaiser, Könige und Pharaonen. Die Deutungshoheit lag in den Händen besagter Priesterschaft, deren Gepflogenheiten nur zu verräterisch denen ähneln, die heute von sogenannten ´Experten´ kultiviert werden. Zu allen Zeiten haben sich die Mächtigen der Welt von solcherlei ´Kasten´  beraten und becircen lassen, mit Weissagungen und Wundersprüchen, mit Allwissen und Mummenschanz. Auch den Dogmen der Klima, – und Covid-Gläubigen eignet, dass sie, gleich den Orakeln von Delphi, voller Widersprüche sind und doch auf Wahrheit pochen. Waren wir nicht längst viel weiter? Es wurde ja auch Zeit. In der Geschichte der Menschheit dominierten über weite Strecken Phasen reiner Glaubenstreue; solche, die der Vernunft folgten, blieben meist auf knappe Dekaden und schmale Zirkel beschränkt. Sie wiederlegten manches und bewirkten doch am Ende wenig. Obschon auch in Punkto Covid oder Klima evidenzbasierte Untersuchungen nebst empirischer Befunde die ´Erkenntnisse´ der Glaubensgemeinde ad absurdum führten, bleiben Reaktion aus, weil das Dogma über Massenmedien verkündet wird und somit meinungsbildend bleibt.

Vom alten Ägypten mit seinem Opferglauben bis in das späte Mittelalter hinein, als die Mächtigen dem gelehrigen Wirrwarr Deutungsmächtiger Astrologen in treuhündischer Ergebenheit folgten: gingen Herrscher und Untergebene den kürzeren, den einfachen – den erzdummen Weg. Sie kannten keinen anderen. Sie konnten und wollten nicht. Von den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts wollen wir an dieser Stelle schweigen. Der Trick derer, die einen auf ´aufgeklärt´ machen, bleibt stets derselbe: ausgewählte Glaubenssätze (s.o) dienen als Maßgaben und tragen, von ´wissenschaftlichen´ Parametern verstärkt, das ganze Narrativ. Wir haben gesehen, dass PCR-Tests und Inzidenz-Werte als solche völlig willkürlich sind. Sämtliche Modelle, mittels derer der menschgemachte Klimawandel seine ´Bestätigung´ findet, leiden vor allem unter monokausaler Einseitigkeit. Die Vergangenheit wird hier nämlich stets an der Gegenwart gemessen – nie umgekehrt. Das ist der Konstruktionsfehler des gesamten ´Lehrgebäudes´, darauf beruhen sämtliche Annahmen und ihre Begründungen. Wie denn Covid im Nachhinein zwecks Bestätigung vergangener Pandemien herangezogen wird, als wenn sich Pest und spanische Grippe mit den Hysterien der Gegenwart messen oder vergleichen ließen.

Covid-Hype und Klima-Gau blähen, kraft ihrer Durchsetzung, auch die bestehenden gesellschaftliche Antagonismen. Sie wirken Klassen-verschärfend: in beiden Fällen bluten, aufgrund zahlreicher Maßnahmen, hauptsächlich die unteren Einkommen inklusive Mittelstand aus; die oberen verfügen über deutlich bessere Voraussetzungen, während all jene, die wir als ´Big Player´ verharmlosen, unsäglich profitieren. Interessengeleitete Kampagnen tragen ganz dezent zur Schaffung einer die Widerstandskraft lähmenden und gleichzeitig den Gehorsam aktivierenden Infrastruktur bei. In Rekordgeschwindigkeit sind omniprofitable Geschäftsbereiche entstanden, an denen bis zum Anschlag verdient wird. Die ganze Masken, – Test, – und Impfindustrie (MRNA) gehört hierher, des weiteren die Hype um E-Bikes, E-Autos und Windkrafträder. Da entsteht ein neuer Mainstream, der sich nicht mehr abschaffen lässt und ein Riesengeschäft garantiert. Das begleitende Buhei trägt, da vom Staat angeschoben und gefordert, stark planwirtschaftliche Züge (s.o) und räumt die Wege für einige ganz Wenige frei.

Im Schatten solcher Exzesse nehmen sich die Belehrungs, – und Bekehrungsversuche der Propagandisten recht eigentlich wie schlechte Scherze aus. An denen kommen wir freilich in unserer lockeren Gegenüberstellung nicht vorbei. Sie tönen entweder pseudopädagogisch-wohlmeinend oder rabiat-missionarisch: stets mit erhobenem Zeigefinger. Demnach heißt es dann, was den unentbehrlichen Piks betrifft: wie können wir die Zweifler abholen, also: vom Richtigen, einzig Wichtigen überzeugen und so weiter – als wenn die übrig gebliebenen Ungeimpften notorische Deppen sind, die ohne Grund auf Stur schalten und eigentlich gar keine Gründe haben, von der Impfe Abstand zu nehmen. Wer macht es sich hier eigentlich einfach und schaltet intellektuell auf Low Budget: diejenigen, die sich drei mal piksen lassen und fertig (um z.B ihren Pauschalurlaub zu retten oder am staatlich kontrollierten gesellschaftlichen Leben teilzuhaben) oder all jene, die sich die Zeit nahmen, zu prüfen, abzuwägen – sich umfassend zu informieren? Heute sucht man sie zu locken, morgen gängelt man sie unsäglich – übermorgen werden sie strafrechtlich verfolgt. Soll heißen: so weit ist es ja längst.

Und so läuft es auch beim Thema Klimaschutz: wir müssen die dummen BürgerInnen davon überzeugen, dass sie der simplen Ideologie a la ´1,5 Grad Ziel´ folgen, ohne ihr später noch entraten zu können oder zu dürfen – wohlgemerkt! Sie haben sich also zu unterwerfen, wo doch das ganze Thema, wie angedeutet, ungleich komplexer und vielschichtiger ist, als dieser Gesinnungsfetischismus verrät, der als angewandter Faschismus Ketzer vor den Kadi zerrt oder einfach nur billig herunter macht. Wehe euch! WIR lassen keinen ungeschoren davonkommen.

Wäre nicht dieser dauernde, kaum enden wollende Lärm um alles, mit groß aufgemachten Bildern und stündlich neuen Alarmismen: merkte recht eigentlich keiner etwas. Auch die Folgen blieben dann exakt das, was sie immer waren: Wetterkapriolen von der Stange und Grippewellen pro Saison. Erinnert sich noch irgendwer an den Rekordwinter 78/79? An die ´Wasserschlacht´ von Frankfurt? Wer weiß denn schon, dass die drohende Erderwärmung bislang kaum Dürren zeitigte, vielmehr bereits rund um die gigantische Sahelzone eine fruchtbare Grünfläche entstanden ist? Schon mal was vom ´global greening´ gehört? Freilich: kaum im deutsch-sprachigen Raum. Da zählen nur die am Klimaneutrum gemessenen Kracher. Unser Wetter wechselt, und Viren mutieren. Das Klima und Mikrobe nun zu Monstranzen avancieren, ist und bleibt: eine optische Täuschung. Die tangiert den natürlichen Ablauf nur insoweit, als das man ihm, künstlicherseits, enorm nachhilft.

Kaum jemand schert sich übrigens daran, dass diverse Maßnahmen bislang so gar nichts gebracht haben. Das die Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre trotz Dauer-Lockdown anno 2020 auf einen neuen, wirklich beachtlichen Höchstwert stieg, ´erklären´ die ´Experten´ damit, dass das einmal produzierte CO2 Jahrhundertelang (!) in der Atmosphäre verbleibe. Wie sich das mit einer binnen zehn Jahren zu erreichenden Klimaneutralität deckt, die mittels Kohlendioxid-Reduktion sowas von machbar ist – sagt dir von denen keiner. Noch abenteuerlicher nehmen sich die Erklärungsversuche derer aus, die lieber gleich an den Haaren herbei ziehen, was mit dem Lasso nicht mehr eingefangen werden kann. Demnach habe es bis Ende Februar – also: kurz vor dem Covid-Desaster – noch deutlich mehr Stürme gegeben, die für ausreichend Windstrom sorgten. Dieselben haben dann aber, pünktlich auf den Monat März, aus noch nicht geklärten Gründen plötzlich nachgelassen, weshalb die Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien jäh nachließ und stattdessen, trotz hoher CO2 Preise, wieder mehr Strom mit Braun, – und Steinkohle erzeugt wurde. So locker lässig bzw. lästig trickst das Wetter. Gilt auch für die Mikroben. Trotz fulminanter Kontaktbeschränkungen ließ sich zwar der Anstieg der Inzidenzen nirgends, weder in Israel noch im ungleich rigoroser am Maßnahmenfuror hängenden Australien verhindern, aber als sie dann, saisonal bedingt, endlich doch wieder abfielen, musste es natürlich an den Lockdowns gelegen haben. Und bist du – Allwetter oder Killermutante – nicht willig, so brauch ich Gewalt! Wie bei einem Junkie wird die Dosis solange erhöht, bis der Organismus ganz von selbst kapituliert oder in den sparsamen Off-Modus umstellt. In Israel kommt jetzt die vierte Impfe. Sie wird als ebenso erlösend angepriesen wie die dritte.

Ein geradezu irrsinniger Aufwand wird denn auch betrieben, um das Soll nach Plan zu erfüllen. Wir haben ab sofort eine Klima-Regierung, einen ´Klima-Kanzler´ mit besonderen Befugnissen und ein Klima-Ministerium, dessen Machtausdehnung den Politbüros der Herren Breschnew oder Ulbricht ziemlich genau entspricht. So ähnlich gebärden sich auch die Corona-Runden der MinisterpräsidentInnen – die Politik überschreitet verfassungsrechtliche Grenzen und zieht eigenmächtig neue, ziemlich rote. Der Aufwand dient dem Ausbau der Macht und schiebt die Projekte derer, die im Hintergrund agieren, ordentlich an. Macht macht Macht.

Derlei ´Überregentschaft´ lähmt lokale Regelkreise und räumt ganze Branchen beiseite; sorgt so für empfindliche ökonomische Einbußen. Immer dann, wenn gewisse Schmerzgrenzen erreicht werden, wird erneut Alarm geschlagen. Dass die staatlich verordnete Klimawende stattlich kosten wird, weiß jeder, auch wenn die Bundesregierung ständig versichert, den Wechsel elegant drehen zu können. In diesem Winter ist die halbwegs bezahlbare Energieversorgung bereits ein echtes Problem geworden. Die begleitenden Engpässe lassen sich nicht mehr weg lügen. Gleichzeitig wird vor einer immer desaströseren Klimabilanz gewarnt, frei nach dem Motto: ab jetzt wird alles nur noch schlimmer kommen. Soll heißen: dein privates Wehweh ist nichts gegen den Weltuntergang. Habeck fordert, fest halten: einen Klima-Patriotismus. Frag nicht, was die Klimaneutralen für dich tun können, frag dich lieber, was du denen Gutes tust.

Sowie der Bundesbürger bockig werden könnte springen die Propagandamedien in die Bresche und schrecken ihn mit Endzeitvisionen zurück in Reih und Glied. Auch die spürbaren Auswirkungen zahlreicher Lockdowns, denen nun das gleichsam wirtschaftsschädigende G-Reglement folgt, werden solcherart ausgehegt. Wochenlang war nur noch davon die Rede, dass man sich als Folgsamer vor dem Herrn nun auch so schnell wie möglich boostern müsse; jetzt ist von morgens bis abends Omikron das einzige Thema. Dass sich hinter dem Aufreger ein womöglich hochansteckender, letztlich aber total harmloser Verwandter der Covid-Gruppe verbirgt, hat sich mittlerweile herum gesprochen, allen vorangegangenen Horrorszenarien zum Trotz. Dennoch muss mit 1G (O-Ton Drosten) nachgeholfen werden: um ´die Wand zu brechen´. Dabei schrecken die kakophonierenden Koryphäen vor keinerlei Dummbratz zurück. Besagter Drosten meinte nun, im Blick auf Südafrika und Covid, das ein klein wenig Hoffnung angezeigt wäre. Da unten beruhige sich ja allmählich die Lage (hört, hört!). Das Hauptproblem sei die völlig unzureichende deutsche Impfquote. Tatsächlich liegt sie aber in Südafrika deutlich unter der, die hier behauptet wird.

Was ins Bild passt wird, es mag noch so schräg sein: wird umfangreich publiziert. Der Rest kommt weg. Verwerfungen, die den vermeintlichen Zusammenhängen wiedersprechen, können so ganz locker ´outgesourct´ werden. Wer scherte und wer schert sich im Blick auf Covid schon um Gesundheit, eine angemessene Lebensführung und derlei altmodische Basics mehr? Viren, die gern wüten, tun dies die meiste Zeit eher nicht. Recht eigentlich extrem und wütend werden Wetter und Viren immer dann, wenn man ihnen das Feld bereitet: mittels geschwächter Körper oder vermurkster Naturflächen, entlang begradigter Flüsse oder Pestizidgeschädigter Ackerflächen, Nikotinperforierter Lungenflügel oder Medikamentengeschwächter Organismen. Klima oder Covid: stoßen auch auf viel zu viele Menschen, die in allzu künstlicher Verrechnung aus den selbstgemachten Schulden nicht mehr herausfinden und an faulen Hypotheken hängen, die nun fällig werden. Diese Menschen werden zu Robotern erzogen. Und: sie ziehen ziemlich mit.

Klimaschwankungen sind nichts Unerhörtes, recht eigentlich keine Gefahr und auch kein Weltuntergang: Mensch und Tier waren stets drauf eingestellt. Die Gattung Homo Sapiens tritt nun freilich in Milliardenstärke an und mag, abzüglich des FCKW, auf nichts verzichten. Gilt auch und gerade für den eigenen Körper, der schon immer auf Mikroben eingestellt gewesen ist und diese auch zum Leben braucht, wie Pflanzen das CO2. Davon haben alle Tier was; auch die auf zwei Beinen.

Aber uralte Zyklen und hehre Kenntnisse sind in Misskredit geraten. Der neue Aberglaube duldet sie nicht. Dass Viren und Bakterien sich Im Sommer zahm geben, weiß jeder von uns aus eigner Erfahrung. Im Winter stellen sie unsere Körper und deren Widerstandskräfte stets neu auf die Probe. Derlei Updates benötigen wir auch, sie gehören dazu, so war es immer schon. Ob der Grippewinter nun mild oder heftig ausfällt, die Erde wärmer wird oder kälter: in allem folgt das Geschehen wiederkehrenden Varianten. Da gibt es kein zu kalt oder zu warm (für die Jahreszeit), als ließe sich alles für immer und ewig auf einen selbstherrlich errechneten, unveränderlichen Mittelwert (als echtes Mittelmaß) herunter brechen: Wetter und Klima schwanken fortlaufend, wie die Gesundheit, es gab und gibt hier die ausgleichende Mitte nur im dynamischen Kontinuum. Pfuscht man in einem solchen, Jahrmilliardenfach erprobten System selbstherrlich herum, wird man auch besagte Idealwerte nicht mehr erreichen. Die Lust an Rekorden und deren Überbietung, also: an Inzidenzen und Hochwasserhöchsständen, an Dürrerekorden und frisch kumulierenden Virenvarianten zeigt an, wessen Geistes jene sind, die daran Gefallen finden und dementsprechend in tobsüchtige Erregung geraten, weil sie das gar nicht mehr anders gewohnt sind. Natur und Klima, Körper und Gesundheit werden als Sachen oder Dinge betrachtet: machbar – manipulierbar. Sie lassen sich also auf gewünschte Skalen reduzieren, und verlieren so an Vertikalität.

Dem entspricht der Zugriff besagter ´Experten´.  Ihr Blickwinkel bleibt erschreckend eng und muffig, ziffernverliebt und einseitig Faktenversessen. Diese Kaste ist gewohnt, in fertigen Mustern und zurecht gerechneten Zusammenhängen zu ´denken´, ohne Phantasie und Blickerweiterung, reduziert also auf passende Parameter und einseitige Erklärungsmuster. Der Dutzend-Mensch von Heute hat, im Schatten dieser Regentschaft, die auf Gläubigkeit setzt, jedes Maß verloren und lässt sich mittels Anweisung trefflich angleichen und mürbe machen. Er funktioniert am besten, wenn man ihn zuvor überrumpelt hat, urplötzlich mit einem rasend um sich greifenden Thema verschreckt, das so auch ganz gut zu seinem auf ständige Sensationen setzenden Freizeitverhalten passt, dem der digitale Furor unablässig neue Nahrung bietet. Seuchengefahr oder Eiszeitschrecken, passend zu den Bildern aus der Retorte: das kommt an. Peinlich die Rolle der Intellektuellen, die hier passend vorne weg marschieren, mit Standarten und wehenden Fahnen. Richtiggehend beseelt von dem Verlangen, ´aufzuklären´, und das heißt jetzt immer: die Welt retten zu müssen (Klima) oder gleich den ganzen Menschen (Corona), dessen gesundheitliches Wohlergehen ihnen gestern noch schnuppe gewesen ist: spielen sich diese Halbwissenden als echte Primaten in Manier der tumben Silberrücken auf. Auffallend denn auch, wo wir schon bei den Peinlichkeiten angelangt wären, die Rolle der Jugend und ihrer bis ins ferne Alter nacheifernden Trittbrettfahrer, der Berufsjugendlichen – alles in allem ein großzügig alimentierter, unglaublich angepasster und systemkonformer Kindergarten.

Bezeichnend, trotz allen Silbers, wie viele Frauen sich da ins vorderste Glied drängeln und den Herdenpavianen in Punkto Rigorosität den Marsch blasen. Beim Klima sind es Greta, Luisa oder Anna Lena, die hier zur Sache zicken wie echte Krampf, – und Gewitterhennen. Beim Thema Corona können Lauterbach und Söder, Montgomery oder Drosten nicht darüber hinwegtäuschen, das die knallhärtesten Ansagen von weiblicher Seite kommen. Die Vorsitzende des deutschen Ethikrates möchte am liebsten gnadenlos ´hocheskalieren´; Virologin Brinkmann, deren Schreckszenarien und Maßnahmenkataloge diejenigen der Drosten, Stöhr oder Streeck um ein Vielfaches überbieten, erklärte schon im Sommer, das der Kampf gegen Covid eigentlich verloren sei. Alles ziemlich junge, ziemlich kecke Küken. In Sachen Covid ist denn auch die Jugend so unglaublich folgsam, denkfaul und Dauerbrav gewesen, das es richtig weh tut. Ob Schüler oder Studenten: Sie hat man vom Klassenzimmer und vom Hörsaal ohne jeglichen Protest in´s Home-Schooling verbannt, tatsächlich: wie kleine, unmündige Kinder. Zuletzt durften die Studies nur noch in die Vorlesung, wenn sie täglich teuer testen gingen oder gleich den braven Piks abnahmen – die allermeisten haben sich ganz selbstverständlich gefügt. Irre: es gab null Protest gegen diese Art Bevormundung, Freiheitsentzug und Staatsterror – ganz im Gegenteil. Anderthalb Jahre auch null Party oder Piste: das wurde so hingenommen. Da waren ihre Großeltern noch anders drauf, sie wissen schon: 68 und die Folgen. Aber auch die folgen heute ja, alt und senil geworden, den Vorgaben der Vorbeter. Denen die Fridays for Future Kids in Punkto Weltrettung sowas von Nachdruck verleihen. Sie können als verlängerter Arm der GRÜNEN gelten und plappern deren Maximalforderungen nach. Ob Klima oder Covid: sie machen eisern mit. Ihre ´Apostel´ verkündigen die Evangelien wie abgetakelte Betschwestern und Ordensbrüder.

Greta vorneweg. Ein Mädchen, das ersichtlich nie erwachsen werden wird, so renitent wie anmaßend in Ton und Gebärde, mit einem Hass auf alle, die nicht sind, wie sie zu sein scheint, ein Fratz mit Millionen auf dem frech erschlichenen Klimakonto. Der Heiner Lauterbach ist vor allem ein notorischer Spielverderber: todernst und dauereitel, letzteres hinter ersterem versteckt; ein unerbittlich Zahlen fressender und Statistiken nachstotternder Studi-Nerd der Marke Maulfang. Beiden geht es vor allem darum, uns allen zu zeigen, dass sie es wirklich jedem von uns mal so richtig zeigen werden.

Von den Typen zurück zum Thema, ´zur Sache´,  wie es vor Gericht heißt. Fassen wir zusammen: Es sind und bleiben, in summa, unglaublich viele Faktoren, die das Klima der Erde und die Gesundheit der Menschen beeinflussen, aber es interessiert jetzt nur noch je ein Faktor und die ihm angedichteten Monokausalien. Dieser Faktor X hypertrophiert und wird als Schädling abqualifiziert. Doch weder CO2 noch Covid19 halten, was mit ihnen schaurigerweise versprochen wird. Es gab und gibt in den angewandten Wissenschaft, die vor gut fünfhundert Jahren laufen lernten und das Zeitalter der Rationalität und Aufklärung einleiteten unterschiedliche Theorien, Gewichtungen und Beurteilungen, wie denn deren Bedeutung für den Gesamtzusammenhang Schwankungen unterworfen bleibt, je nach Kenntnisstand oder Sachlage, Schwerpunkt oder Schwachpunkt. In den öden Festlegungs, – und Festsetzungsfatalismen und Verfügungsfanatismen unserer Tage zählt nur noch besagtes Evangelium, nicht mehr seine Exegese. Die Komplexität des Lebendigen wird reduziert, handlich gemacht – einseitig zugerichtet. Der moderne Mensch, vielfach domestiziert, auch im Denken und Fühlen, lässt sich so an der Nase herum führen. Und in die Irre hinein. Allein: wie lange noch oder warum schon wieder? Das möge jeder selbst abschätzen.

Fatal bleibt, dass sich im Schatten dieser Nullsummenspiele tatsächliche Sündenfälle häufen. Während das Dogma exekutiert wird, werden 7 Milliarden Menschen tatsächlich ins schwitzen, ins Fiebern – unter die Räder geraten.

Nur das Recht – keine Gerechtigkeit, mit der man uns ständig kommt – könnte hier noch ohne allzu große Verwerfungen Abhilfe – nicht Abbitte – schaffen. Aber auch hier hat sich, bekanntlich, Ernüchterung eingestellt. Die Grundrechtsbeugenden Coronamaßnahmen der letzten 19 Monate sind von den roten Robenträgern nachträglich auf´s Fadenscheinigste ´abgesegnet´ worden. Karlsruhe und die Folgen. Auch im sogenannten Klimaschutzbeschluss stehen die Grundrechte, die störenden, ganz selbstverständlich unter einem staatlichen Erlaubnisvorbehalt, der besagten Diktaten gehorcht. Übrigens verzichtete man ja in beiden Fällen auf mündliche Verhandlungen. Sachverständige wurden also nie angehört. Eine Rechtsprechung, die auf das sprechen selbst verzichtet, verspricht vor allem eines: fortlaufende Sprachlosigkeit. Dem entspricht die Geschwätzigkeit derer, denen es an grundlegendem Rechtsempfinden mangelt. Von solchen werden wir jetzt plattregiert: an roten Linien vorbei, die ohnehin keiner mehr zieht.

Schließlich und endlich zeichnen sich im Schatten einer effizient arbeitenden Maßnahmen, – und Überwachungsmonotonie die Umrisse der Tyrannis ab, wie sie die Welt so – mit den bald zusätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln – wohl noch nie erlebt hat. Tatsächlich zielt der Ansatz auf totale Kontrolle sämtlicher Lebensbereiche. Dies geschieht mittels feindlicher Übernahme von Körper, Geist und Seele: unserer heilig eigenen Trinität. Der Körper wird kraft transhumaner Eingriffe bereits zum Projekt, den Geist verhexen sie ´old school´, durch den Einsatz moderner Massenmedien, und die Seele setzt man infolge der ihr eignenden Reizbarkeit durch besagten Terror regelrecht in Angst und Schrecken: so kann sie verlässlich unter die Knute eines Regimes gezwungen werden, dessen Maßgaben immer professioneller exekutiert werden. Big Brother wird buchstäblich alles sehen, alles fassen – und doch nichts fühlen oder empfinden; gleich einer kalten Kompassnadel, die nur noch in eine einzige Richtung ausschlägt.

Über Trdic Shanto 120 Artikel
Studium der Sport-, Sozial-, und Erziehungswissenschaften an derUniversität Bielefeld. Seit 2006 Lehrer an der Gesamtschule Stieghorst,Sekundarstufe 1. Ehemals aktives SPD - Mitglied, nach Austritt keine weiteren Partei, - oder Vereinstätigkeiten.