Bernd Korz – Leben(s)zeichen eines ungewöhnlichen Songwriters
Bernd Korz ist ein Singer-Songwriter, der seine Stimme spät – aber mit voller Wucht – gefunden hat. Mit über 50 begann er, eigene Songs zu schreiben. Heute steht er für eine Form deutschsprachiger Musik, die auf Ehrlichkeit statt Inszenierung setzt. Seine erste EP „Leben(s)zeichen“ ist dabei kein Karriereschritt, sondern ein persönliches Statement.
Als Mensch mit Tourette-Syndrom kennt Korz keine Maske. Diese Unverstellbarkeit prägt seine Musik: roh, literarisch und zutiefst menschlich. Seine Songs handeln nicht von Lösungen, sondern vom Ausharren. Vom Bleiben, wenn alles flüchtig wird. Von Nähe, die auch im Abschied existieren kann.
Mehrsprachigkeit als Notwendigkeit
Korz schreibt in Hochdeutsch, Pfälzisch und Englisch. Doch es geht ihm nicht um Vielfalt als Effekt, sondern um Präzision. Hochdeutsch steht für Klarheit, Pfälzisch für Körperlichkeit, Englisch für emotionale Weite. „Ich übersetze keine Texte“, sagt er. „Ich übersetze Gefühle.“
Zwischen Folk, Chanson und moderner Indie-Poesie
Begleitet von seiner Tenor-Gitarre – einem seltenen Instrument, das er in Deutschland wieder salonfähig macht – bewegt sich Korz musikalisch zwischen Folk, Chanson und moderner Indie-Poesie. Vergleiche mit Rio Reiser, Herbert Grönemeyer, Philipp Poisel oder Marius Müller-Westernhagen liegen nahe, doch Korz folgt keinem Vorbild. Seine Musik ist leise, aber beharrlich.
Musik als Überlebenszeichen
„Leben(s)zeichen“ ist der Kern seines Schaffens: Musik als Therapie, Bühne als Befreiung, Sprache als Brücke. Als CEO der mehrsprachigen Videoplattform alugha und Mitinitiator der Bewake Studios Berlin verbindet Korz künstlerische Arbeit mit gesellschaftlichem Anspruch – ohne diesen je vor die Musik zu stellen.
„Musik ist meine Sprache“, sagt Bernd Korz.
„Und diese EP ist mein Leben(s)zeichen.“
