Veranstaltung Hanns-Seidel-Stiftung: Neue Rohstoffallianzen im Fokus: Europa setzt auf strategische Partnerschaften

v.l.n.r. Vanessa Wannicke, Moderation, Jozef Síkela, EU-Kommissar für Internationale Partnerschaften, Thérèse Kayikwamba Wagner, Ministerin für auswärtige Angelegenheiten, internationale Zusammenarbeit und Frankophonie, Demokratische Republik Kongo, Thomas Schäfer, CEO Marke Volkswagen, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), Stefan Rouenhoff, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär Foto: Thomas Plettenberg

Kritische Partnerschaften für kritische Rohstoffe:
Wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern
Markus Ferber: „Verlässlicher Zugang zu kritischen Rohstoffen eine zentrale Zukunftsfrage.“

Verlässlicher Zugang zu kritischen Rohstoffen gehört zu den zentralen Zukunftsfragen für Deutschland und Europa. Strategische Partnerschaften im Rohstoffbereich schaffen daher einen doppelten Gewinn. Sie stärken die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas und helfen den Partnerländern im globalen Süden. Darüber diskutierte man in einer Kooperationstagung von Hanns-Seidel-Stiftung und dem Bundesverband der Deutscher Industrie (BDI) im Vorfeld der Münchener Sicherheitskonferenz.

Zum Auftakt der Tagung sagte Stiftungsvorsitzender Markus Ferber, MdEP: „Der verlässliche Zugang zu kritischen Rohstoffen gehört zu den zentralen Zukunftsfragen für Deutschland und Europa. 2026 wird zur Nagelprobe der europäischen Rohstoffpolitik. Neue Partnerschaften müssen gesucht und aktiv gestaltet werden. Hier liegt auch eine Chance zur Neugestaltung der Beziehungen mit Schwellen- und Entwicklungsländern im globalen Süden.“ Sie stärken die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas und dienen den Partnerländern gleichzeitig als Hebel für die eigene Industrialisierung.

„Neue Partnerschaften mit dem Globalen Süden sind kein kurzfristiges Ausweichmanöver, sondern notwendiger Bestandteil einer zukünftigen Industriepolitik“, so Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des BDI. „Gerade im Rohstoffbereich braucht es ein neues Verständnis der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik.“ Hierzu seien stabile regulatorische Rahmenbedingungen auf beiden Seiten notwendig. Für Markus Ferber müssen „unsere Lieferketten diversifizierter werden, da verschiedene Bezugsquellen weniger erpressbar machen.“

Das Podium befasste sich anschließend mit der Frage, wie Europa seine Rohstoffversorgung langfristig sichern kann, ohne dabei in neue Abhängigkeiten zu geraten.

Hierzu diskutierten Jozef Síkela, Kommissar für Internationale Partnerschaften, Europäische Kommission, Thérèse Kayikwamba Wagner, Ministerin für auswärtige Angelegenheiten, internationale Zusammenarbeit und Frankophonie, Demokratische Republik Kongo, Stefan Rouenhoff, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie sowie Thomas Schäfer, CEO Marke Volkswagen, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI).

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