Berlin lahmgelegt! Streik-Chaos trifft Pendler, Eltern und Pflegekräfte

Reichstag, Winter, Platz der republik, Quelle: kdg2020, Pixabay. Freie kommerzielle Nutzung, Kein Bildnachweis nötig

In Berlin steht alles still. Busse, Bahnen, Straßenbahnen, nichts fährt außer den leeren Wagen, die nur verhindern sollen, dass die Oberleitungen einfrieren. Die Stadt steckt fest, und mit ihr viele Bürgerinnen und Bürger, die einfach nur zur Arbeit, zur Schule oder zu Terminen wollen.

Natürlich ist das Streikrecht ein hohes Gut. Doch wenn eine Gewerkschaft mitten in einer Zeit klammer öffentlicher Kassen eine Lohnerhöhung von 7 Prozent fordert, während Kommunen kaum noch wissen, wie sie ihre Pflichtaufgaben finanzieren sollen, dann drängt sich die Frage auf, ob das noch soziale Verantwortung oder schlicht Machtpolitik ist und die Kunden das Pfand gegen den Arbeitgeber benutzt werden.

Wer Solidarität ruft, darf nicht vergessen, dass sie in beide Richtungen gilt. Die wirtschaftliche Realität vieler Arbeitgeber, gerade der öffentlichen Hand, ist angespannt. Ein maßloser Tarifkampf trifft also letztlich nicht die „Reichen da oben“, sondern die Bürger selbst Eltern, die keine Kita erreichen, Pflegekräfte, die im Stau stehen, Betriebe, die lahmgelegt werden.

Ein fairer Interessenausgleich braucht Augenmaß, nicht Symbolpolitik mit der Brechstange. Gewerkschaften haben ihre Legitimation, solange sie sozial denken. Aber wer die täglichen Sorgen der Menschen aus dem Blick verliert, riskiert genau diese Glaubwürdigkeit.

Über Sylvia Pantel 39 Artikel
Sylvia Maria Pantel (1. Januar 1961 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin, die der Werteunion angehört und zuvor Mitglied der CDU war. Von 2013 bis 2021 vertrat sie die CDU im Deutschen Bundestag während der 18. und 19. Legislaturperiode. Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 gewann Pantel den Wahlkreis Düsseldorf II und zog jeweils direkt ins Parlament ein. 2021 verfehlte sie jedoch sowohl das Direktmandat als auch den Wiedereinzug über die Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen, auf der sie Platz 40 innehatte. In der 19. Legislaturperiode war sie ordentliches Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus arbeitete sie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Pantel engagierte sich viele Jahre als Kreisvorsitzende der Frauen-Union Düsseldorf und führte zudem den CDU-Ortsverband Düsseldorf-Rath. Sie gehörte dem Kreisvorstand des CDU-Kreisverbandes Düsseldorf an und war von 2013 bis 2021 Mitglied im Bundesvorstand der Frauen-Union. Außerdem ist sie Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dem Arbeitnehmerflügel der CDU. In einem Interview mit der Rheinischen Post bekundete sie ihr Interesse an einer weiteren Bundestagskandidatur. Am 28. März 2024 erklärte Pantel ihren Austritt aus der CDU und trat anschließend der Werteunion bei. Zuvor hatte sie alle Parteiämter niedergelegt und einen Wechsel zur Werteunion unter der Führung von Hans-Georg Maaßen nicht ausgeschlossen. Heute ist Pantel Landesvorsitzende der Werteunion Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Bundesvorsitzende. Für die Bundestagswahl 2025 kandidierte sie als Direktkandidatin im Düsseldorfer Süden.