Euromaidan Press:
„Im größten Stahlwerk der Ukraine geht es nicht mehr nur um Überlebende von Raketen und Stromausfällen. Es geht um Papierkram – und um ein Preisschild.
ArcelorMittal Kryvyi Rih sagt, dass es 2026 die Anlage schließen wird, die Stahl in Stahlstange und Draht verwandelt.
Das Unternehmen verweist darauf, dass der EU-Kohlenstoff-Border Adjustment-Mechanismus ohne Entlastung im Krieg gilt und die Strompreise steigen, während Russland weiterhin auf die Energieinfrastruktur …
Brüssel hat argumentiert, dass die Auswirkungen auf die Ukraine ‚begrenzt‘ wären.
Ukrainische Industriekonzerne setzen eine Zahl drauf: 8,7 Milliarden Dollar projizierte BIP-Verluste für 2026. Für ein Land, das den größten Teil seiner Stahlexporte in die EU schickt, ist dies kein „begrenzten“ Nebenproblem, sondern ein Wettbewerbsschock.
Die EU hat ihren grünen Übergang auf Subventionen, Fonds und Banken aufgebaut. Die Ukraine wird aufgefordert, die Regeln auf EU-Ebene zu erfüllen, während sie einen Krieg führt, ohne Unterstützung auf EU-Ebene, um für dieselben Upgrades zu bezahlen
Wenn das die „minimal“-Phase ist, wie sieht dann die volle Rechnung aus?
https://euromaidanpress.com/…/eu-carbon-tax…/
Soweit diese von mir spätestens seit der deutschen Transformationsregierung (ab 2021) erwartete Katastrophenmeldung von Euromaidan Press. Es dürfte seit Jahren weitaus mehr solcher Meldungen und Signale aus der um ihr Überleben kämpfenden Ukraine geben.
2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine thematisierte ich mehrfach die Blödheit der Transformatoren, inmitten der größten Existenzkrise – Kriegsgefahr – den Wendewahnsinn (Energie, Wirtschaft, Verkehr, Agrar, Ernährung, Gesellschaft usw. usf.) mit Wucht durchzuzuziehen und damit die eigene Bevölkerung und Wirtschaft geradezu wehr- und schutzlos los zu machen.
Künstliche Energieextrempreise müssen sich zwangsläufig verheerend auf alle Ebenen und Bereiche der Bundesrepublik auswirken. Steigende Lebenshaltungskosten, steigende Produktions- und Handelskosten usw. usf.
Gerade die steigenden Produktionskosten sind vor dem Hintergrund der notwendigen militärischen Wehrbarmachung der Bundesrepublik des Wahnsinns fette Beute. Wie blind muss Politik sein, solchen Gefahren nicht präventiv und vorausschauend zu begegnen?
Zum Beispiel, in dem auf die „dümmste Energiepolitik der Welt“ verzichtet wird? Militärfahrzeuge, Flugzeuge, Notstromaggregate uvm. benötigen kontinuierliche preiswerte Energiezufuhr aus den bösen fossilen Energierohstoffen! Der ganze Staat bedarf der energetisch preiswerten täglichen Sicherheit! Selbst im Kindergarten würde das begriffen werden können.
Auch auf die irren Auswirkungen grünen Wahnsinns auf den Überlebenskampf der Ukraine wies ich in meinen Artikeln wiederholt hin.
Interessant dürfte die punktuelle Lösung des hier angesprochenen Ukrainepreisproblems werden? Sondergenehmigungen für die Ukraine im Bereich der idiotischen Transformation? Das dürfte einen neuerlichen Tsunami der Erregung über die notwendige Unterstützung der Ukraine in Deutschland und in der EU geben. Da kommt Freude bei Putins Parteigängern in allen Parteien auf. Das wird heftig.
Dabei wäre es doch so einfach: Weg mit der Transformation, weg mit der wahnwitzigen Energieverteuerung in Deutschland, in der EU und in der Ukraine! Dem kommenden billig-Energie-Tsunami aus Übersee ist ohnehin nicht standzuhalten. Jetzt wäre ein guter (viel zu später) Zeitpunkt, wieder Vernunft einkehren zu lassen.
Christian Müller (SPD MdB 1990-2005) ergänzt diese Diskussion mit dem Handelsblatt vom 26. 01. 2026:
Europa begreift die Spielregel in der Kriegswirtschaft nicht und bemerkt dazu:
„Da hält man in Davos markige Reden und feiert den kanadischen Premier Mark Carney für seine klaren Worte, schafft es aber nicht, auch nur im Ansatz kraftvoll zu handeln. Während der Kanadier seine Wirtschaft mit Steuersenkungen und Reformen stärken möchte, halten wir am eingeschlagenen Kurs fest. Klima-, Energie- und Sozialpolitik: Nichts wird hinterfragt.
Die Reaktion der Europäer zeigt erneut, dass wir noch nicht im Ansatz verstanden haben, worum es geht. Während wir grüne Environment-, Social-, Governance-Standards (ESG) schreiben, über Diversität sprechen und das Mercosur-Abkommen nach mehr als 25 Jahren nochmals torpedieren, investiert China in kritische Technologien und erobert ehemalige Schlüsselmärkte der Europäer.“
An dieser Stelle weise ich auf meinen Artikel vom 21.06.2022 Die Energiewende bewirkt eine revolutionäre Situation. Ganz im Sinne Lenins. hin. Darin schrieb ich unter
4. Die vorläufig sträflichste Fehlentscheidung
Die Transformationsregierung gönnt Deutschland keine Chance der Atempause. Inmitten eines brutalen und die gesamte EU gefährdenden Krieges in der Ukraine wird die blinde „Energiewende“ mit der ihr innewohnenden ständig größer werdenden Gefahren für die Mitgliedsstaaten weitergeführt.
Die grüne Politik und Putin bedingen sich quasi wechselseitig. Mit Hilfe der Kriegsbedrohung soll der Ausstieg aus fossilen und atomaren Energiequellen weitergeführt werden und stabiler Ersatz ist nicht in Sicht. Was bis zum Kollabieren von Putins Gegnern, EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland, führen kann. Putin nützen die deutsche Abhängigkeit von Russland genauso wie es die deutschen undurchdachten Abnabelungsbemühungen tun.
Putin ist Haupt-Nutznießer der gründominierten Abbruchpolitik, die zu einer revolutionären Situation führen kann. Andererseits sind die Grünen bei aller vorgetragenen Gegnerschaft Nutznießer von Putins Herrschaft und Krieg. Sie verbinden die Transformationsgelüste mit der Angst vor Putin. Hier bin ich wieder bei Lenin. Der war für die kaiserliche Heeresleitung auch als Revolutionär in der revolutionären Situation Rußlands wichtig und löste das deutsche Problem der Ostfront am 3. März 1918 mit dem Frieden von Brest-Litowsk.
Natürlich gibt es Unterschiede. Lenin lieferte an das Kaiserreich wie bestellt, Putin und die Grünen haben keine Vereinbarungen. Es passt einfach aufeinander.
Quelle: Weissgerber – Freiheit
