Mehrheit für Präsidenten-Wahl durchs Volk! Schweden bei Wirtschaft klar vor Deutschland – Verwirrung um Merz-Syrien-Aussage

Volk statt Bundesversammlung? Klare Mehrheit dafür – und schlechte Noten für Deutschlands Wirtschaft, KI generiert

INSA-CONSULERE fragte: „Wären Sie (eher) dafür oder dagegen, dass der Bundespräsident nicht mehr durch die Bundesversammlung, sondern durch die Bevölkerung direkt gewählt wird?“

Die absolute Mehrheit von 57 Prozent der Befragten wäre (eher) dafür, dass der Bundespräsident nicht mehr durch die Bundesversammlung, sondern durch die Bevölkerung direkt gewählt wird. 16 Prozent sprechen sich indes (eher) dagegen aus. 18 Prozent ist dieses Anliegen egal, sieben Prozent können und zwei Prozent wollen sich hierzu nicht positionieren.

„Wenn Sie die wirtschaftliche Entwicklung in den unten genannten europäischen Ländern mit der in Deutschland vergleichen, verläuft sie Ihrer Meinung nach (eher) besser oder schlechter als in Deutschland?“

Die Befragten geben absolut-mehrheitlich an, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Schweden (eher) besser als in Deutschland verläuft (65 %). Relativ-mehrheitlich geben dies die Befragten auch bezüglich Polen an (32 %; Rest: 20 – 29 %). Die wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich (45 %), Italien (36 %) und Spanien (35 %) bewerten die Umfrageteilnehmer jeweils relativ-mehrheitlich (in etwa) wie in Deutschland (Rest: 15 – 25 %). Die Wirtschaftsentwicklung in Ungarn halten die Befragten relativ-mehrheitlich für (eher) schlechter als in Deutschland (40 %; Rest: 6 – 24 %). Elf bis 18 Prozent wissen hier keine Antwort und drei bis vier Prozent geben keine.

„Am Montag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz auf einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa gesagt: „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre – das ist der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen – sollen rund 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer, die sich derzeit in Deutschland aufhalten, in ihr Heimatland zurückkehren.“. Darauf angesprochen, widersprach Syriens Präsident der Zahl am Dienstagabend in einem Interview mit dem Londoner Thinktank Chatham House: „In Wahrheit ist die Aussage etwas übertrieben. Nicht ich habe das gesagt […]. Es war der Kanzler, er hat das gesagt.“ Wer sagt Ihrer Meinung nach die Wahrheit?“

Die relative Mehrheit von 44 Prozent der Befragten weiß nicht, wer von den beiden Politikern die Wahrheit bezüglich Rückkehr von 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer, die derzeit in Deutschland leben, in ihr Heimatland sagt. 27 Prozent glauben in diesem Fall Ahmed al-Scharaa und 22 Prozent Friedrich Merz. Sieben Prozent machen hierzu keine Angabe.

Über Hermann Binkert 554 Artikel
Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.