Neijiaquan ist eine Bedrohung für den Westen. In China wurden die inneren Methoden dieser traditionellen Kampftechnik für militärische Zwecke eingesetzt. Der Oberbefehlshaber bei der Entwicklung der chinesischen Atombombe leitete auch dieses Projekt. Die westliche Wissenschaft darf die Ergebnisse der chinesischen Forschung über Neijiaquan nicht ignorieren. Von Johannes Schütz.
„Die Länder des Westens werden auf dem Weg zu einer militärischen Konfrontation mit der Volksrepublik China mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert“, schrieb der russische Journalist Sergej Waltschenko am 4. September 2025 in der Tageszeitung Moskowski Komsomolez. Das Thema waren die neuen Waffensysteme, die China zum Einsatz bringen kann.
Von den Medien beachtet wurde Dongfeng 61, der Name bedeutet Sturm aus dem Osten, eine Interkontinentalrakete, die mindestens zehn Atomsprengköpfe trägt, mit einer Reichweite bis zu 15.000 Kilometer. China forcierte eine starke Aufrüstung bei den nuklearen Boden-, See- und Luftwaffensystemen, aber auch mit Hyperschallwaffen, Mikrowellenwaffen, Kampflaser und Weltraumstreitkräften. Kompetenz wird für Cyberwar erklärt, angenommen wird auch ein Programm für Biowaffen, dazu wird verwiesen auf Gain-of-function-Forschung im Institut für Virologie Wuhan.
Die chinesischen ABC-Waffen, Atomwaffen, bakteriologische Waffen, chemische Waffen, werden für die Beurteilung der militärischen Stärke von westlichen Fachmedien analysiert. Doch bisher unbeachtet blieb Neijiaquan, eine traditionelle Kampfmethode der Chinesen, die ursprünglich nur mündlich überliefert werden durfte und in China als Geheimwissen betrachtet wird.
Der Schlag wird innen gesetzt
Neijiaquan bedeutet eine innere Kampftechnik, die dem äußeren Ansatz des Kungfu überlegen ist. Beim Neijiaquan wird der Schlag nicht außen auf den Leib des Gegners geführt, sondern innen direkt auf Körpersysteme energetisch gerichtet, dabei können auch Organe angegriffen werden.
Die Beherrschung einer dieser inneren Kampftechniken demonstrierte Chu King Hung, ein chinesischer Wushu des 10. Dan, der dem Clan der Yang angehört. Anwesend bei einer Vorführung in Hongkong beim „International Taijiquan Invitation Tournament“ am 28. Januar 2007 waren interessierte Funktionäre. Chu King Hung stoßt dabei mehrfach eine Kette von 11 Personen energetisch nach rückwärts weg, ohne die Gegner anzugreifen. Die Veranstaltung wurde mit Video aufgezeichnet:
https://www.youtube.com/watch?v=qIy9_VeUcpc
Die Ernsthaftigkeit der Gegenwehr kann besonders an dem Probanden beobachtet werden, der zu Beginn an dritter Position der Kette steht, er will seinen Platz mit dem Einsatz äußerer Kraft unbedingt halten (vgl. dazu Minute 5.15 bis 5.22 im Video). Seine Bemühungen sind deutlich keine schauspielerische Darstellung in einer Inszenierung. Doch je entschlossener er äußere Kraft einsetzt, desto mehr scheitert er.
Hundert Kampftechniken des Neijiaquan
Allerdings zeigt Chu King Hung nicht alle Möglichkeiten des Neijiaquan. Es soll hundert Kampftechniken des Neijiaquan geben. Das bedeutet, es können hundert Symptome ausgelöst werden, durch Neijiaquan werden letztlich nicht nur Verletzungen bewirkt, sondern auch Erkrankungen induziert. Statt eines Stoßes, der einen Sturz bewirkt, kann auch ein starker energetischer Schuss, der bei alltäglicher und nicht trainierter Wahrnehmung unsichtbar und unbemerkt bleibt, in ein vitales Organ gesetzt werden.
Diese Phänomene des Neijiaquan waren für die westliche Wissenschaft bisher nicht nachvollziehbar. Dabei gibt es Modelle der Schulmedizin, die für eine Erklärung verwendet werden können, erinnert sei in diesem Zusammenhang an EKG und EEG, die subtilen Herzströme und Hirnströme werden durch den Einsatz von Neijiaquan manipuliert und angegriffen. Auch das Erdmagnetfeld und Erdströme, die mit Instrumenten der Geophysik gemessen werden, dürften mit den Methoden des Neijiaquan dafür verwendet werden. Wie das System der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Energiepunkten und Energieleitungen prinzipiell für Heilungen eingesetzt werden kann, so ist selbstverständlich ex negativo auch Missbrauch möglich, der Krankheiten induziert.
An Erkrankungen kann energetisch durch Techniken des Neijiaquan bewirkt werden Tachykardie und weitere Herzbeschwerden, Tinnitus, Vertigo, Entzündungen, Asthma, Sodbrennen und Angriff mit Säure in der Speiseröhre, Darmverletzungen, Kolik und Reizdarm, Parkinson-Syndrom, Epilepsie, Ganzkörperlähmung, Apoplexie, auch aggressive Krebserkrankungen und Tumor. Zu den Fähigkeiten des Neijiaquan zählen auch die Induktion hypnoseähnlicher Wirkungen, die unterschwellige Manipulation von Gedanken und die Überflutung mit Lärmphänomenen durch Frequenzen, die in die Hirnwellen, in das Innenohr oder sogar in den äußeren Raum gesetzt werden.
Programm für militärische Zwecke
Im modernen China wurden die inneren Techniken der traditionellen Kultur des Wushu für militärische Zwecke weiter mit wissenschaftlicher Methodik erforscht und entwickelt. Seit März 1979 dürfte dies im Rahmen eines staatlichen Programms besonders betrieben worden sein. Beauftragt mit der Leitung dieser Forschungen zum kriegerischen Einsatz von Neijiaquan wurden zwei renommierte Persönlichkeiten.
General Zhang Zhenhuan war Vorsitzender der National Defense Science Commission und Oberbefehlshaber bei den ersten chinesischen Versuchen mit Atombomben und Wasserstoffbomben. Er war verantwortlich für die Entwicklung der Tianhe-Galaxy-Computer mit einer Rechenleistung von einer Milliarde Operationen pro Sekunde.
Zhang Zhenhuan wurde danach die Führung der Chinese Chi Gong Scientific Research Association und der Chinese Human Body Science Association übertragen. In dieser Funktion arbeitete er eng zusammen mit Qian Xuesen, der zuvor das chinesische Raketenprogramm, Raumfahrtprogramm und die Forschungen für Weltraumtechnologie leitete.
Qian Xuesen gilt als der Vater der chinesischen Missile, damit war er entscheidend für die Entwicklung der Interkontinentalrakete als Träger der chinesischen Atombomben, die unter seiner Verantwortung 1980 erstmals über eine Distanz von 10.000 Kilometern geschossen wurde. Qian Xuesen war Experte für Forschungen im Gebiet der fluid mechanics.
Die Berufung von General Zhang Zhenhuan und Qian Xuesen, der als herausragender Forscher des Landes geehrt wurde, zeigt die hohe Bedeutung, die China dem Einsatz der Techniken des Neijiaquan für militärische Zwecke zuordnete. Laut chinesischen Quellen wurden dafür hohe finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Qian Xuesen bezeichnete diese Forschungen als „Oriental Scientific Revolution“.
Dafür wurde die chinesische Quantenphysik ebenfalls in die Erforschung von Neijiaquan eingebunden, dabei ausdrücklich genannt werden soll Professor Tang Jiaoyan, der diesbezügliche Phänomene auch mit elektromagnetischen Wellen erklärte. Auch im Shanghai Institute for Nuclear Research dürften entscheidende Beiträge in Zusammenarbeit von Wissenschaftern mit Persönlichkeiten des Neijiaquan geleistet worden sein.
China will esoterischen Krieg gewinnen
„Wenn heute ein parapsychologischer Weltkrieg ausbricht, wäre China klar der Gewinner“, erklärte Paul Dong schon vor fast 30 Jahren:
If a psychic world war broke out today, China would clearly be the winner. Psychic ability can be used for military purposes in many ways, particularly for espionage.
(Dong, Paul, China´s Super Psychics, in Zusammenarbeit mit Thomas E. Raffill, New York: Marlowe and Company, 1997, S. 132)
Paul Dong wurde 1928 in Kanton geboren. Seit 1976 ist er in San Francisco tätig. Er hielt weiterhin engen Kontakt zu Forschungsinstituten in der Volksrepublik China. Dong demonstrierte, dass er ebenfalls, wie auch Chu King Hung, über die Fähigkeit verfügt, Gegner ohne Körperberührung zu Fall zu bringen.
Das Buch von Dong ist über weite Strecken im Stil chinesischer Mentalität geschrieben, die vom Charakter der Europäer wesentlich sich unterscheidet. Auch sollte man mit den Begriffen, die Dong verwendet, als deutscher Forscher, der an den Prinzipien kritischer Wissenschaft geschult ist, nicht einverstanden sein.
Das beginnt bereits bei der Bezeichnung „Super Psychics“, die auch im Titel verwendet wird. Es kann nicht als geklärt betrachtet werden, dass es bei den beschriebenen Phänomenen um hervorragende psychische Fähigkeiten sich handelt, vielmehr dürfte der Einsatz von Energieformen gegeben sein, der auch in den Disziplinen des Neijiaquan, dazu zählen Taiji, Chi Gong, Wushu, entwickelt werden soll. Der Einsatz dieser Energieformen dürfte in China von moralischen Prinzipien und ethischer Reinheit entkoppelt worden sein, wie die militärische Anwendung dieser Techniken zeigt, die einen Missbrauch subtiler Energien bewusst beabsichtigt. Neijiaquan wird nicht zwingend von spirituellen Persönlichkeiten geführt, sondern von Kämpfern verantwortungslos betrieben. Erforscht werden sollen nicht „Super Psychics“, sondern die kriegerischen Techniken des Neijiaquan.
Auch der Begriff „parapsychologischer Krieg“, der gerne in der Fachliteratur der Strategic Studies verwendet wird, erscheint höchst fragwürdig. Für manche Phänomene dürfte wohl der Begriff Parabiologie besser geeignet sein. Doch sollte im Zusammenhang mit Krieg und den diesbezüglichen Bemühungen in China der Begriff „Esoterische Kriegsführung“ gewählt werden. Ich spreche deshalb in diesem Beitrag ausnahmslos von Techniken des Neijiaquan, der inneren Schule der chinesischen Kampftechniken.
Rekrutierung für Neijiaquan-Ausbildung
Trotz der Einwände in Bezug auf Methodik und Begriffsbildung gibt das Buch von Dong doch einen Einblick in die Bemühungen der Volksrepublik China, Techniken und Phänomene des Neijiaquan für den Kriegseinsatz zu erforschen. Dafür wurden auch Kinder und Jugendliche für spezielle Trainingsprogramme rekrutiert, die die Ausbildung von Fähigkeiten des Neijiaquan als Ziel setzten, es dürften in einer ersten Phase mehr als hunderttausend Personen ausgewählt worden sein. Dong berichtet, dass die chinesische Regierung ein hohes Budget für unverzügliche Forschungen über den Einsatz von Neijiaquan zur Verfügung stellte:
„encouraged the Chinese government to institute a crash program of psychic-war research and invest large amounts of money and manpower in it“.
(Paul Dong, ebd., S. 102)
Aus der Zielsetzung machte Dong kein Geheimnis. Dabei drohe ein Cauchemar für das Land des Gegners. Denn gut ausgebildete Neijiaquan-Kämpfer können mit den beschriebenen Methoden jedenfalls Schlüsselpersonen ausschalten:
„If a country sent a team of well-trained psychic spies (particularly woman spies) to an enemy country for sabotage and dirty tricks, it could be a terrifying nightmare. If EHF [exceptional human functions] can stop a frog´s heart from beating, it could also be directed against the commander-in-chief of a country´s armed services (such as a king, president or chairman) to stop the leader´s heart from beating“.
(s. Dong, ebd., S. 121).
Die westliche Wissenschaft wird die Ergebnisse der chinesischen Forschung über die Techniken des Neijiaquan nicht länger ignorieren dürfen. Eigenständige Forschungsbemühungen sind dazu im Westen erforderlich. Auch sind Maßnahmen dringend zu setzen, die das Gefahrenpotential des Neijiaquan in Europa unter Kontrolle bringen.
