Die jüngsten Zahlen zur Arbeitslosigkeit zeigen deutlich, dass der deutsche Arbeitsmarkt unter zunehmendem Druck steht. Laut der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende 2025 auf 2,9 Millionen, die Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent. Ergänzend dazu erhöhte sich die Unterbeschäftigung leicht, während die Kurzarbeit in einzelnen Monaten erneut eine relevante Rolle spielte. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die vergangene Wirtschaftspolitik, die von der Bundesregierung mit CDU/CSU und SPD gestaltet wurde, die Erholung der realwirtschaftlichen Segmente verlangsamt hat.
Zentrale Befunde aus der Geförderten Arbeitsmarktdatenlage:
– Arbeitslosigkeit: 2,908 Millionen im Dezember 2025, saisonbereinigt plus/minus im Marginalbereich. Die Quote lag bei 6,2 Prozent.
– Erwerbstätigkeit: Die ILO-Erwerbslosenquote lag im November bei 3,7 Prozent; die Zahl der Erwerbstätigen sank saisonbereinigt leicht auf 46,19 Millionen.
– Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: Um Oktober 2025 stagnierte sie bei 35,23 Millionen.
– Offene Stellen: 619.000 gemeldete offene Stellen im Dezember, spürbar weniger als vor einem Jahr.
– Kurzarbeit: Im Zeitraum Dezember 2025 meldeten Unternehmen Kurzarbeit für rund 41.000 Beschäftigte an; im Oktober 2025 waren es – vorläufig – 203.000 Betroffene.
Daraus leite ich Folgendes ab: Eine Industriepolitik, die heimische Produktionskapazitäten stärkt, Anreize für Investitionen in Eigenkapital, F&E und neue Technologien bietet und Bürokratie abbaut, könnte die Grundlage für nachhaltiges Wachstum legen. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass der bisherige Weg nicht ausreichend an den Kernbedürfnissen der Industrie ansetzt: wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, eine belastbare Energiepolitik, effiziente Arbeitsmärkte und eine verlässliche Infrastruktur.
Wichtige Handlungsfelder:
– Standortpolitik: Reduktion von unnötiger Regulierung, um Investitionen in Industrie- und Produktionskapazitäten zu fördern.
– Energiewirtschaft: Eine verlässliche, bezahlbare und sicher versorgte Energieversorgung bleibt fundamental für Industrie und Arbeitsplätze.
– Qualifikation und Arbeitsmarkt: Fokus auf praxisnahe Weiterbildung, Laufbahnen mit Perspektive und bessere Infrastruktur für Fachkräfte, um Arbeitslosigkeit in zukunftsrelevante Sektoren zu verlagern.
– Strukturwandel: Frühzeitige Planung und Unterstützung für Unternehmen, die sich neu orientieren müssen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben statt Verlust von Produktionsstandorten.
Meine Meinung:
Die Zahlen zum Jahresende 2025 zeigen, dass der Arbeitsmarkt nicht ohne Weiteres aus dem sichereren Pfad kommt. Ein wirtschafts-vernünftigerer Politikansatz, der auf wirtschaftliche Stabilität, Wachstum und faire Wettbewerbsbedingungen abzielt, könnte dazu beitragen, die Deindustrialisierung zu verlangsamen, Arbeitslosigkeit zu vermindern und Deutschland als Standort nachhaltiger Industrie zu stärken.
