19. EUROPÄISCHER TAG DER JÜDISCHEN KULTUR Geschichten Erzählen am St. JAKOBSPLATZ

Jüdisches Denkmal in München, Foto: Stefan Groß

Zum 19. Mal jährt sich am 2. September der im Jahre 2000 ins Leben gerufene EUROPÄISCHE TAG DER JÜDISCHEN KULTUR. Thema der diesjährigen Edition ist „Storytelling“ – „Geschichten erzählen“, etwas, das in der jüdischen Tradition stets immer große Beliebtheit erfuhr und von Generation zu Generation weitergegeben wird. Einblicke in diese besondere Form der geistigen Beschäftigung, die sowohl leger-unterhaltend als auch gelehrsam wirken kann, gewährt das umfangreiche Programm der „Israelitischen Kultusgemeinde“ am Jakobsplatz und in weiten Teilen der Stadt, in deren Mitte sie seit 2006 angesiedelt ist.

Es beginnt um 11:00 Uhr (Wiederholung um 15:00 Uhr) mit dem Rundgang durch die Innenstadt „Auf den Spuren Jüdischen Lebens“ mit Chaim Frank.

Treffpunkt: Am Brunnen – St. Jakobsplatz – € 5, –

Um 12:00 und um 15:00 Uhr geht es in der „Ohel Jakob“-Synagoge mit Vorträgen von Ellen Presser und Marian Offman weiter.

Einlass jew. 30 Min. vor Beginn. € 5,-

In den Blickpunkt des Interesses rückt um 12:00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Pessach- Haggada“, die Darstellungen in Airbrush und Relieftechnik der bekanntesten unter den jüdischen Erzählungen, der Geschichte nach biblischer Überlieferung des Auszugs der Juden aus Ägypten zeigt. Präsentiert werden Werke der in Tel Aviv aufgewachsenen und in Wien lebenden Künstlerin Dvora Barzilai, deren Themen vordergründig um jüdische Religion und Tradition kreisen. Sie hat Pädagogik, Malerei, Illustration, Kunstdruck und Skulptur studiert und ist nach Ihrer Ausstellung 1916 Im MMOMA – Moscow Museum of Modern Art – Ehrenmitglied der Russischen Akademie für Bildende Kunst. Eine Finissage mit Gesangabend des Wiener Oberkantors Shmuel Barzilei findet im Rahmen der Jüdischen Kulturtage am 23. Oktober um 19: 00 Uhr im Gemeindezentrum statt. Zwei literarische Veranstaltungen vervollständigen das ereignisreiche Programm:

Erzähl-Café: „Die fromme Jiden fun München“

Um 15:00 Uhr berichtet der Publizist Jim G.Tobias über die in den ersten Nachkriegsjahren zwischen Altschwabing und Freimann entstandenen „Vereine, Betstuben und koschere Küchen“, als München zeitweilig zum „Zentrum des jiddisch-sprachigen osteuropäischen Judentums“ wurde. € 5, –

„The Third Generation Cabaret“ –Konzert

Mit englischen, deutschen, hebräischen und jiddischen Liedern lassen Nitsan Bernstein (Gesang, Schauspiel) neben Ittai Rosenbaum am Klavier und Anton Peisakow am Cello die Berliner Atmosphäre der

30er Jahre wiederaufleben. Das vom Zentralrat der Juden in Deutschland geförderte Konzert thematisiert u.a. die Geschichte der Migration, die neue Aktualität in unseren Tagen gewonnen hat. € 5, –

Anmeldung: karten@ikg-m.de oder Tel.: 089-202400-491