FAUST FESTIVAL MÜNCHEN 2018 VOR DEM START

Faustfestival

Mit einem Weihnachts-Cocktail in der gemütlichen Atmosphäre der im Areal vom Münchner Gasteig aufgestellten „Winteralm“ begrüßten die Organisatoren vom FAUST FESTIVAL MÜNCHEN 2018 die vielen Veranstalter, die bereits Anfang 2017 ihrer Einladung gefolgt waren, sich 2018 an einem großflächigem Kulturprojekt rund um die Gestalt des „Dr. Heinrich Faust“ in München zu beteiligen. Aus einer kleiner Gruppe enthusiastischer Befürworter einer gewiss originellen Idee ist im Laufe des Jahres eine große Schar aktiver „Partner“ geworden, die sich um die Verwirklichung eigener „Kulturprodukte“ nach Kräften einsetzen.

Der eigentliche Impuls zur Entstehung des Festivals kam von der „Kunsthalle München“, die unter dem Titel „DU BIST FAUST – Goethes Drama in der Kunst“ eine umfangreiche Schau plante. Umfangreich aber nicht uferlos, wie sich das Vorhaben schon nach kurzer Zeit herausstellte. Kurz darauf wurde Ihr einfallsreicher niederländischer Direktor Roger Diederen zusammen mit Max Wagner, dem neuen Leiter vom Gasteig, zum Initiator des Mega-Events. Zwei junge, dynamische Protagonisten der Münchner Kulturszene, die fünf Monate lang – vom 23. Februar bis zum 27. Juli – , die Isar-Metropole ganz im Sinne ihres vulkanischen Helden „Faust“ aufwühlen werden. Denn dies scheint die Absicht zu sein, die sich hinter dem ambitiösen Projekt verbirgt: Eine „Denkfabrik“ ins Leben zu rufen, die immer neue Ideen für die Kultur und die Gesellschaft brütet und sie dann mit neuem Pioniergeist und auch … mit etwas Spontaneität frei umsetzt. Fünf Monate lang wird man auf Plakaten, Monitoren, Zeitungen und Blogs, vor allem aber in den inzwischen unausweichlichen Social Medias, dem gelben Logo des Festivals mit dem niedlichen Pudel begegnen. Fünf Monate lang wird „DU BIST FAUST – GOETHES DRAMA IN DER KUNST“ in der „Kunsthalle München“ zu sehen sein. Die Schau kündigt sich bereits als sensationell an- wie manche andere Ausstellungen , die in letzter Zeit in der Theatiner Straße zu erleben waren – mit 100 Werken von Meistern von Eugène Delacroix bis Anselm Kiefer und „theaterhaften Inszenierungen“ von großer Anziehungskraft. Im Mittelpunkt des Festivals wird das Gasteig als größtes Kulturzentrum Europas stehen. Von dort aus wird Faust überall ausstrahlen: Auf große und kleine Bühnen, von Marionetten und Puppenspielern heimgesucht, als Spektakel mit Tanz, Ballett und Performance jeder Art und Ausrichtung, als Bühnenfassung, Konzert, Lesung, Vortrag und Workshop. Eine aus dem „Münchner Galerie Theater“ hervorgegangene „Carnevalgruppe“, mit der die „Faust“-Schlussszene dargestellt wird, wird sich dem Faschingszug durch die Innenstadt anschließen. Ein Highlight unter den zahlreichen Festen und Partys wird der traditionelle „Gauklerball“ im Künstlerhaus am Lenbachplatz sein, der zu dem Anlass ideell in den „Auerbach-Keller“ verlegt wird. In Kooperation mit der „Kunsthalle-München“ wird ferner unter dem Motto „Wer betrachtet wen“ die Schaufensterinstallation vom Bühnenbildner Philipp Fürhöfer im Parterre vom „Beck-Kaufhaus der Sinne“ stehen, die durch Einsatz von Spiegeln Kaufhausbesucher und Passanten am „Rathauseck“ interaktiv miteinbeziehen wird. 120 Partner und 500 Veranstaltungen füllen inzwischen die Website des Festivals, die als Plattform zur Verbreitung des facettenreichen Programms in und rund um die bayerische Hauptstadt dient. Prominente Schauspieler werden in München auftreten: Klaus Maria Brandauer im „Prinzregententheater mit der szenischen Lesung „Faust. Ein gefesselter Prometheus“, Stefan Hunstein und Wiebke Pulse mit „Mephisto als Pallas“ , einer weiteren Lesung mit „singender Geigerin“ im Rahmen einer mit Spannung erwarteten Paul-Klee-Ausstellung bei der Galerie „Thomas Modern“ Im Kunstareal. In der Stadt ansässige ausländische Institutionen haben die Faust-Herausforderung sofort aufgegriffen und eigene Projekte auf die Beine gestellt. Faust, deutsche Urgestalt, wird auch in seiner europäischen Dimension vorgestellt: Von Österreich/ Ungarn (mit der musikalischen Lesung „Alt-Wiener-Faust“ im Orff-Zentrum und Liszts „Mephisto-Walzer“ im Künstlerhaus) bis nach Spanien (mit „Don Juan, Fausts spanischer Bruder“ im Istituto Cervantes), von Portugal (mit Pessoas „Fausto“ im Schwabinger „Vereinsheim“) bis hin nach Russland (mit einem hochkarätigen vom MIR – Zentrum Russischer Kultur München – organisierten musikalisch-literarischen Abend in Begleitung von Turgeniew, Dostoiewski und Bulgakov in der Seidl Villa). Unter dem Titel „Faust – Ein europäischer Mythos“ zeigt das Italienische Kulturinstitut eine einschlägige Dokumentation auf Tafeln neben spektakulären Bildern von modernen Bühneninszenierungen in namhaften italienischen Theatern und historischen Aufführungen in berühmten Opernhäusern wie „La Scala“ . Arrigo Boitos Oper „Mefistofele“ zeigt das Nationaltheater in einer „pyro-technischen“, für „Opernneulinge geeigneten Produktion“, in der Faust sich als Rockstar feiern lässt.

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Darbietungen auf der Website dient bereits jetzt zur Orientierung des kulturinteressierten Besuchers. Die Texte sind auch in englischer Sprache verfasst, um Fremden in der Stadt einen leichteren Zugang zum Angebot zu ermöglichen. Denn beim Festival – wie die engagierte Projektleiterin Anne Kleeblatt betont – werden „Groß und Klein ihren Platz haben, aber auch Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel.“

Das Festival ist als „Offen-Szene“ konzipiert, für Jung und Alt, für Profis und Laien, für Münchner, Zugereiste und Touristen auf allen Stadtteilen verstreut. Es wird im kommenden 2108 zur Vitrine der kulturellen Vielfalt einer lebendigen Stadt mit einem riesigen Potential an Kreativität. Begleitet wird das Festival von Führungen , einem Foto-Wettbewerb und einer WEB-SERIE, die unter dem Titel: „Faust – Ein zeitloser Mythos“ auf dem Festival-Portal stets abrufbar sein wird.

www.faustfestival.com

Facebook: #Faust4all

Initiatoren

Die Menschen hinter dem Festival

Direktor der Kunsthalle München

Roger Diederen

Roger Diederen wurde in den Niederlanden geboren. Nach seinem Studium in Amsterdam war er unter anderem tätig am dortigen Rijksmuseum,  am J. Paul Getty Museum in Los Angeles und am Cleveland Museum of Art. Vor seinem Wechsel nach München war er sechs Jahre lang Kurator am Dahesh Museum of Art in New York. In der Kunsthalle München hatte er als Kurator bereits viele Ausstellungen mitverantwortet, als er 2013 die Leitung des Hauses übernahm.

Geschäftsführer der Gasteig München GmbH

Max Wagner

Max Wagner ist gebürtiger Münchner und studierte Jura und Gesang in München, Paris, Dresden und Mainz. Nach dem Referendariat arbeitete er als Rechtsanwalt und Sänger. Er war sechs Jahre Geschäftsführender Intendant des Stuttgarter Kammerorchesters. 2012 wechselte der international agierende Kulturmanager als Geschäftsführender Direktor an das Staatstheater am Gärtnerplatz. Seit 2017 ist er Geschäftsführer der Gasteig München GmbH und wird das Haus durch die bevorstehende Generalsanierung führen.

Projektleitung

Anna Kleeblatt

»Mit diesem Festival zeigen wir, was in der einzigartigen Kulturszene in München möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.«

Bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft war Anna Kleeblatt für verschiedene Kulturbetriebe tätig. Nach ihrer Arbeit für die Bundesgartenschau München war sie mehr als sechs Jahre an der Bayerischen Staatsoper als Leiterin für Vermarktung, Vertrieb und Steuerung Development verantwortlich. Seit 2012 ist sie als selbständige Beraterin und Coach in den Bereichen Marketing, Sales & Service für Kulturinstitutionen und -unternehmen aktiv. Sie ist Mitglied im Arbeitskreis Strategie der Tourismus Initiative München e.V., Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater München wie an der Theaterakademie August Everding und hält regelmäßig Vorträge im Bereich Kulturmarketing.

 

 

Finanzen

Über Anna Zanco-Prestel 178 Artikel
Dr. Anna Zanco-Prestel, hat Literaturwissenschaften (Deutsch, Französisch und Italienisch) und Kunstgeschichte in Venedig, Heidelberg und München studiert. Publizistin und Herausgeberin mit Schwerpunkt Exilforschung. U.d. Publikationen: Erika Mann, Briefe und Antworten 1922 – 69 (Ellermann/DTV/Mondadori). Seit 1990 auch als Kulturkoordinatorin tätig und ab 2000 Vorsitzende des von ihr in München gegründeten Kulturvereins Pro Arte e.V.

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