Joshua Kimmich bleibt wohl Kapitän: Jürgen Klopps erste große DFB-Entscheidung steht bevor

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Nach dem frühen WM-Aus beginnt beim DFB ein neuer Abschnitt. Jürgen Klopp übernimmt am 15. August die Nationalmannschaft. Joshua Kimmich soll nach dem Willen von Sportdirektor Rudi Völler trotzdem Kapitän bleiben – doch über Position und Rolle wird weiter gestritten.

Zurück beim FC Bayern, sofort wieder im Mittelpunkt

Joshua Kimmich ist aus dem kurzen Sommerurlaub zurück. Gemeinsam mit weiteren WM-Fahrern absolvierte er beim FC Bayern die ersten Leistungstests für die neue Saison. Der Verein berichtete über die Rückkehr der Nationalspieler. Kaum war Kimmich wieder an der Säbener Straße, rückte seine Zukunft im DFB-Team erneut in den Mittelpunkt der Debatte.

Der Name des 31-Jährigen gehörte am Montag zu den stark steigenden Suchbegriffen bei Google Trends. Viele Fans wollten wissen, ob er unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp Kapitän bleibt. Die Antwort ist noch nicht formal verkündet, doch Rudi Völler hat seine Erwartung deutlich gemacht.

Der DFB-Sportdirektor sagte beim Internationalen Trainer-Kongress in Mainz, er gehe davon aus, dass Kimmich die Binde behält. Er nannte ihn einen Fahnenträger und tollen Kapitän. BR24 und ZDFheute berichteten über Völlers Aussagen.

Kapitän ja – aber auf welcher Position?

Bei der WM spielte Kimmich häufig als Rechtsverteidiger. Diese Rolle bleibt umstritten. Beim FC Bayern ist er im zentralen Mittelfeld zuhause, wo er das Spiel vor sich hat und den Rhythmus bestimmen kann. Klopp wird deshalb nicht nur über die Kapitänsbinde entscheiden müssen, sondern auch darüber, wo sein wichtigster Führungsspieler der Mannschaft am meisten hilft.

Kimmich selbst bezeichnete es vor der WM als große Ehre, Deutschland als Kapitän in das Turnier zu führen. Der DFB veröffentlichte damals seine Aussagen. Das Turnier endete jedoch erneut enttäuschend. Deutschland scheiterte im ersten K.-o.-Spiel nach Elfmeterschießen an Paraguay.

Nach solch einem Aus wird die Rolle des Kapitäns zwangsläufig geprüft. Kimmich steht dabei für Kontinuität, aber auch für eine Mannschaft, die bei drei Weltmeisterschaften nacheinander ihre Ziele verfehlte. Klopp muss entscheiden, ob er die Hierarchie bewahrt oder bewusst ein anderes Signal setzt.

Klopp übernimmt am 15. August

Der neue Bundestrainer tritt sein Amt Mitte August an. Der DFB traut ihm zu, jene Energie und Klarheit in die Nationalmannschaft zu bringen, die seine Mannschaften in Dortmund und Liverpool prägten. Völler erwartet, dass Klopp häufiger in den Stadien präsent sein und den Konkurrenzkampf verschärfen wird.

Kimmichs Vertrag beim FC Bayern läuft bis 2029. Der Klub hat ihn langfristig gebunden und setzt weiter auf ihn als Führungsspieler. Beim DFB ist seine Zukunft ebenfalls nicht kurzfristig gefährdet. Die offene Frage lautet eher, wie viel sich um ihn herum verändert.

Eine Kapitänsbinde ist kein Besitzstand. Kimmich dürfte sie behalten, weil er Verantwortung übernimmt, öffentlich spricht und auf dem Platz selten ausweicht. Unter Klopp wird das allein aber nicht genügen. Der neue Trainer wird Leistung, Position und Wirkung neu bewerten – und genau deshalb bleibt die vermeintlich geklärte Kapitänsfrage spannend.