Social-Media-Verbot für Jugendliche? Kritik an CDU-Plänen: Freiheit statt Kontrolle

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Keine Verbote, sondern Verantwortung! Für echten Jugend- und Kinderschutz

Die CDU fordert ein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche und übersieht dabei, worum es wirklich geht: um Bildung, Verantwortung und Medienkompetenz. Wer Jugendlichen den Zugang zu sozialen Medien sperren will, anstatt sie im sicheren und kritischen Umgang damit zu schulen, verschiebt das Problem nur. Jugendliche sollen mit 16 wählen dürfen, aber dürfen sich vorher nicht selbstständig im digitalen Raum bewegen? Das passt nicht zusammen.

Echter Kinderschutz heißt, Risiken ehrlich anzugehen, ob Gewalt an Schulen, Übergriffe im öffentlichen Raum oder der Umgang mit Fake News und Manipulation. Gleichzeitig müssen Kinder lernen, wie sie sich in einer digitalen Welt zurechtfinden können. Dazu gehören Medienerziehung in Schulen, Schulungen für Eltern und technische Schutzinstrumente wie Zeitlimits – aber kein generelles Verbot.

Wer außerdem glaubt, man könne „gute“ Medien durch staatliche Siegel oder Subventionen definieren, gefährdet Meinungsvielfalt und die Freiheit kritischer Berichterstattung. Wir brauchen keine gelenkten Informationsräume, sondern mündige Bürgerinnen und Bürger, die Quellen prüfen und Perspektiven vergleichen können – online wie offline.

Gerade im Umgang mit Desinformation zeigt sich, wie unterschiedlich Freiheit verstanden wird. Javier Milei und Thierry Breton repräsentieren zwei radikal verschiedene Auffassungen von Freiheit und Information.

In Argentinien hat Mileis Regierung kürzlich eine „Oficina de Respuesta Oficial“ eingerichtet – eine „offizielle Antwortstelle“, die Falschbehauptungen mit überprüfbaren Fakten begegnet. Nichts wird gelöscht, keine Konten werden gesperrt, keine Plattformen unter Druck gesetzt. Der Staat antwortet mit Daten statt mit Zensur. Das stärkt die Bürger, weil sie selbst prüfen und urteilen können.

Thierry Breton steht dagegen für den europäischen Kontrollansatz: Plattformen sollen Inhalte löschen, Sichtbarkeit beschränken und Informationsflüsse steuern – unter dem Vorwand des Schutzes vor Desinformation. Doch dieser Weg überträgt die Deutungshoheit über Wahrheit von den Bürgern auf die Bürokratie beziehungsweise die Politik.

Ein freiheitlicher Ansatz setzt auf das Gegenteil.

Über Sylvia Pantel 40 Artikel
Sylvia Maria Pantel (1. Januar 1961 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin, die der Werteunion angehört und zuvor Mitglied der CDU war. Von 2013 bis 2021 vertrat sie die CDU im Deutschen Bundestag während der 18. und 19. Legislaturperiode. Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 gewann Pantel den Wahlkreis Düsseldorf II und zog jeweils direkt ins Parlament ein. 2021 verfehlte sie jedoch sowohl das Direktmandat als auch den Wiedereinzug über die Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen, auf der sie Platz 40 innehatte. In der 19. Legislaturperiode war sie ordentliches Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus arbeitete sie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Pantel engagierte sich viele Jahre als Kreisvorsitzende der Frauen-Union Düsseldorf und führte zudem den CDU-Ortsverband Düsseldorf-Rath. Sie gehörte dem Kreisvorstand des CDU-Kreisverbandes Düsseldorf an und war von 2013 bis 2021 Mitglied im Bundesvorstand der Frauen-Union. Außerdem ist sie Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dem Arbeitnehmerflügel der CDU. In einem Interview mit der Rheinischen Post bekundete sie ihr Interesse an einer weiteren Bundestagskandidatur. Am 28. März 2024 erklärte Pantel ihren Austritt aus der CDU und trat anschließend der Werteunion bei. Zuvor hatte sie alle Parteiämter niedergelegt und einen Wechsel zur Werteunion unter der Führung von Hans-Georg Maaßen nicht ausgeschlossen. Heute ist Pantel Landesvorsitzende der Werteunion Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Bundesvorsitzende. Für die Bundestagswahl 2025 kandidierte sie als Direktkandidatin im Düsseldorfer Süden.