Franz-Hessel-Preis 2026 in Paris: Deutsch-französische Literatur im Herzen Europas

Franz-Hessel-Preis 2026 in Paris: Deutsch-französische Literatur im Herzen Europas

Der deutsch-französische Franz-Hessel-Preis wird seit 2010 gemeinsam von den deutschen und französischen Kulturminister*innen an deutsch- und französisch-sprachige Autor*innen verliehen. 2026 wird er erstmals im Rahmen des Festival du Livre de Paris vergeben – der größten Buchmesse Frankreichs, die vom 17. bis 19. April 2026 stattfindet.

Nach der Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse im vergangenen Jahr betont die diesjährige Verleihung in Paris die enge literarische Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich und die Bedeutung des Preises für den europäischen literarischen Austausch.

Pierre-Yves Bérenguer, Direktor des Festival du Livre de Paris, erklärt: „Wir freuen uns sehr, dieses Jahr beim Festival du Livre de Paris den renommierten deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur willkommen zu heißen […]. Die von der Jury ausgewählten Autorinnen und Autoren und ihre Werke können so vom 17. bis 19. April im Grand Palais einem französischen und internationalen Publikum, Verlegern, Übersetzern und Journalisten vorgestellt werden.“

Mit dem Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur werden je ein*e deutsch-sprachige*r und ein*e französischsprachige*r Autor*in ausgezeichnet, deren Werke im Nachbarland noch wenig bekannt sind und weitestgehend noch nicht übersetzt wurden. Der Preis ist mit 10.000 € pro Preisträger*in dotiert. Die Stiftung Genshagen (Deutschland) und die Villa Gillet (Frankreich) vergeben den Franz-Hessel-Preis gemeinsam, der alternierend in Deutschland und Frankreich verliehen wird. Die französische Kulturministerin Catherine Pégard und der deutsche Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer ermöglichen diesen Preis, der dazu beiträgt, herausragende Literatur über die Ländergrenzen hinweg zu präsentieren sowie den literarischen und intellektuellen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich zu vertiefen.

Die unabhängige deutsch-französische Jury hat für die Shortlist ausgewählt:

In deutscher Sprache
Christoph Peters: Innerstädtischer Tod (Luchterhand Literaturverlag, 2024)
Lina Schwenk: Blinde Geister (C. H. Beck, 2025)

In französischer Sprache
Philibert Humm: Roman Policier (Éditions des Équateurs, 2025)
Laura Vazquez: Les forces (Éditions du sous-sol, 2025)

Namensgeber des Preises ist der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880–1941), der mit seinem Leben und Werk (Pariser Romanze, Spazieren in Berlin) ein Mittler zwischen beiden Ländern und Kulturen war.

Die Preisverleihung findet am 18. April um 13 Uhr im Grand Palais statt.


Mitglieder der deutsch-französischen Jury:
Nils C. Ahl (Journalist und Literaturkritiker), Lucie Campos (Direktorin der Villa Gillet), Thorsten Dönges (Literarisches Colloquium Berlin), Francesca Isidori (Journalistin und Literaturkritikerin), Hans-Peter Kunisch (Journalist und Autor), Christine de Mazières (ehem. Generalbevollmächtigte des französischen Verlegerverbandes), Petra Metz (Literaturkritikerin), Augustin Trapenard (Journalist und Literaturkritiker) und Ulrike Vedder (Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin)

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