Deutschland droht Mini-Wachstum: Mittelstand macht Druck auf die Bundesregierung

Industrie und Wirtschaft, Quelle: Chat GPT

Mit Blick auf das heute veröffentlichte Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen fordert der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) schnelle und umfassende Strukturreformen. Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, appelliert an die Bundesregierung, das für Juni angekündigte Reformpaket zügig auf den Weg zu bringen.

Das Frühjahrsgutachten bestätigt, wie dringend der Wirtschaftsstandort Deutschland einen verlässlichen Reformkurs braucht. Kleine und mittlere Unternehmen müssen Transformation, Digitalisierung und Dekarbonisierung bewältigen – und zugleich mit hohen Kosten, komplexer Bürokratie und steigenden Abgaben umgehen. Diesen Spagat schaffen immer weniger Unternehmen. Leider sehen wir das derzeit im starken Anstieg von Insolvenzen und dem fortschreitenden Arbeitsplatzabbau“, betont Tenbieg.

Der Sachverständigenrat prognostiziert für 2026 ein Wachstum von nur 0,5 Prozent, für 2027 von nur 0,8 Prozent. Das Frühjahrsgutachten betont den Bedarf an strukturellen Reformen, vor allem in der Sozialversicherung – dies fordert auch der DMB mit Nachdruck.

Tenbieg sagt: „Die politische Debatte darf sich nicht länger in parteitaktischen Manövern verlieren. Unternehmen brauchen jetzt Planungssicherheit, Tempo und spürbare Entlastungen – keine neuen Verzögerungen bei den zentralen wirtschaftspolitischen Vorhaben.“

DMB-Positionspapier zeigt drei Entlastungsfelder auf

In seinem aktuellen Positionspapier benennt der DMB drei Maßnahmen für einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel: weniger Bürokratie, eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung und verlässlich begrenzte Sozialabgaben.

Konkret fordert der Verband eine digitale Verwaltung, einfachere Verfahren sowie weniger komplexe Berichts- und Nachweispflichten. Außerdem braucht es bessere steuerliche Rahmenbedingungen für Investitionen und eine Reform der Sozialversicherungssysteme, damit Arbeit bezahlbar bleibt und Beschäftigung gesichert wird.

Zur Refinanzierung spricht sich der DMB für Einsparungen bei der öffentlichen Verwaltung und den Abbau von Subventionen aus, die keinen erkennbaren Mehrwert für Wettbewerbsfähigkeit oder Beschäftigung bringen.

„Das angekündigte Reformpaket darf nicht an politischen Vorbehalten oder an der Verteidigung bestehender Strukturen scheitern. Regierung, Wirtschaft und Sozialpartner stehen gemeinsam in der Verantwortung, unser Land wieder wettbewerbsfähig zu machen und Beschäftigung zu sichern“, so Tenbieg.

Das vollständige Positionspapier „Mittelstand entlasten – Für Investitionen, Arbeitsplätze und Innovationen“ steht auf der Website des DMB zum Download bereit.

Über den DMB

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.

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