150 Jahre Straßenbahn in München – Bayerische Staatsregierung feiert Tram-Jubiläum mit Staatsempfang

150 Jahre Tram in München: Die Staatsregierung feierte das Jubiläum im MVG Museum. Verkehrsminister Bernreiter würdigte Geschichte und Zukunft der Straßenbahn. Foto:© Lichtwerk Tobias Blaser

Seit 1876 prägt die Straßenbahn das Münchner Stadtbild. Zum 150-jährigen Jubiläum würdigte die Bayerische Staatsregierung bei einem Staatsempfang im MVG Museum mit rund 250 Gästen die Geschichte der Tram und ihre Bedeutung für die Mobilität der Zukunft.

Am letzten Donnerstag feierte die bayerische Staatsregierung mit rund 250 Gäste im MVG Museum bei einem Staatsempfang das 150-jährige Jubiläum der Tram in München. Die Tram gehört seit 150 Jahren untrennbar zu München. Sie hat seit der ersten Fahrt der Pferdebahn im Jahr 1876 die Entwicklung der Landeshauptstadt begleitet, ganze Generationen von Menschen verbunden und das Münchner Stadtbild nachhaltig geprägt. Ihr Jubiläum würdigt ein bedeutendes Stück Verkehrs- und Stadtgeschichte. Über all die Jahre hat sie Wandel, Fortschritt und Innovationen erlebt, die sie auch im 21. Jahrhundert zum gleichsam beliebten, wie wertvollen Verkehrsmittel machen. Bei dem Empfang stellte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter fest: „Die Münchner Tram ist ein hochmodernes und wertvolles Verkehrsmittel. Sie trägt seit 150 Jahren zur hohen Lebensqualität in München bei, prägt das Stadtbild und ist damit ein bedeutendes Stück Verkehrs- und Stadtgeschichte. Sie ist aus dem städtischen Mobilitätsmix nicht wegzudenken und wird uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben.“ Und Bernreiter weiter: „Die Tram ist unterwegs, wenn die Stadt aufwacht, sie bringt Menschen an ihren Arbeitsplatz, begleitet Kinder auf dem Schulweg, zeigt Touristen das schöne München und fährt uns nach langen Abenden wieder sicher nach Hause. Die Tram hat besondere Stärken und gerade in einer wachsenden Stadt ist das von großem Wert. Ein guter öffentlicher Nachverkehr gibt den Menschen Freiheit bei der Wahl ihres Verkehrsmittels und ermöglicht Selbstständigkeit im Alter und jungen Menschen den Weg zur Ausbildung. Deshalb gehört die Tram fest in unsere Überlegungen zur Zukunft der Mobilität. Und mit etwas Glück wird sie in einigen Jahren auch Athleten und Zuschauer von Olympischen Spielen durch die Landeshauptstadt fahren.“ Und Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München (SWM) beim Staatsempfang: „150 Jahre Tram in München stehen auch für 150 Jahre Stadtgeschichte, Fortschritt und Lebensqualität. Seit Generationen verbindet die Straßenbahn täglich Menschen und Stadtteile miteinander. So hat sie das Gesicht Münchens nachhaltig geprägt und ist heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sie beschleunigt Wege und gibt den Fahrgästen die Gelegenheit, beim Blick durch die Fenster kurz durchzuatmen und das Treiben auf den Straßen zu beobachten. Für mich ist das Jubiläum auch ein Anlass, den Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken, die die Tram seit Jahrzehnten mit Engagement und Leidenschaft am Laufen halten. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Ausbauprojekte: Die Erfolgsgeschichte der Münchner Tram ist noch lange nicht zu Ende.“

150 Jahre Tram in München: Die Staatsregierung feierte das Jubiläum im MVG Museum. Verkehrsminister Bernreiter würdigte Geschichte und Zukunft der Straßenbahn. Foto: Robert Tanania

Über die Geschichte der Tram in München

Als am 21. Oktober 1876 die erste Tram durch München fuhr, wurden die sechs Wagen mit der Kraft von Pferden vom Promenadeplatz über den Karlsplatz und den Bahnhof zur Nymphenburger Straße gezogen. Sie Strecke war nicht einmal drei Kilometer lang. Trotz der überschaubaren Distanz wuchs in München etwas heran, das für die Münchnerinnen und Münchner einen großen Fortschritt bedeuten sollte. Schon im ersten Betriebsjahr zählte die Tram 390.000 Fahrgäste. So viele Fahrgäste sind es heute ungefähr an einem einzigen Tag. Die Zukunft der Tram war in ihrer 150-jährigen Geschichte nicht immer gesichert. Mit dem Ausbau der U- und S-Bahn wurden zahlreiche Strecken stillgelegt. Erst in den 1990er Jahren begann die Renaissance der Tram. Verbindungen kehrten zurück, neue Fahrgäste kamen hinzu und Niederflureinstiege erleichtern Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Eltern mit Kinderwagen heute die Fahrt.

Über Robert Tanania 31 Artikel
Robert Tanania, M.A., wurde im Jahr 1977 geboren. Studium an den Universitäten in München, Bonn und Augsburg. Er schreibt seit 2011 für verschiedene Online-Medien. Darunter sind www.weissblau.de, www.firmenpresse.de, www.muenchenfenster.de und https://monaco-de-luxe.de u.a. Seine Magisterarbeit wurde im Jahr 2009 vom Grin Verlag in München veröffentlicht.