Früher veralberte sie mit „Fridays for Future“ die Weltöffentlichkeit – heute genießt Greta Thunberg ihren Stammplatz im Freitagsgebet der muslimischen Welt. Von Benedikt Vallendar.
Kaum hatte Israel in Gaza zum Gegenschlag ausgeholt, da hatte das naivbürgerliche Gutmenschentum schon sein neuestes Maskottchen aus dem Hut gezaubert: Greta Thunberg, selbst ernannte Apologetin des so genannten „Klimawandels“ und nun offenbar in Diensten all jener, die schon immer glaubten, ein Problem mit Israel und allem Jüdischen zu haben. Sie dürften es ihr danken, der schwedischen Quasselstrippe, die zeitweilig von den Granden der westlichen Welt hofiert wurde und es bis in die besten Sendezeiten deutscher Fernsehanstalten geschafft hatte. Nun hat sie es wieder geschafft, ins Fernsehen, ins Radio und auf zahlreiche Onlineplattformen; wo sich die mittlerweile 22-Jährige nach eintägiger israelischer Gewahrsamshaft medienwirksam darüber beschwerte, dass es da nur Kichererbsen, Äpfel und kalten Tee gegeben habe; derweil ihre Glaubensbrüder von der Hamas seit Jahren Gleichaltrige in irgendwelchen Löchern festhalten, ohne Skrupel, die jungen Menschen auszuhungern wie einst in Hitlers Lagern; und offenkundig als Teil einer perfiden Anti-Israel-Kampagne agieren, deren Narrative sich Greta und ihre Freunde längst zu eigen gemacht haben; allen voran Hamas und Hisbollah, die sich freuen dürften, nunmehr mitzusegeln auf den Sympathiewellen einer neuen Pippi Langstrumpf, die dem Westen Moralpredigten hält zum Geschehen in und außerhalb des Gazastreifens. „So eine hatten wir noch nie, aber soll sie ruhig mal“, werden sich die Terrorakteure in Teheran ins Fäustchen lachen und die Schwedin mit dem schwarzweißen Palästinenserhalstuch heimlich in ihr Freitagsgebet einschließen, derweil der Hype um Greta längst auch deutsche Schulen mit hohem muslimischen Migrationsanteil erreicht hat; Orte, an denen sich, wie kürzlich an einer Dortmunder Gesamtschule Akteure aus Merkels Gästeschar von 2015 in nunmehr zweiter Generation zur zweiten, antiwestlichen Propagandafront gegen Israel aufspielen, indem sie (jüdische und christliche) Andersdenkende mundtot machen; oder sie (und auch die Lehrer) daran hindern, für die berechtigte Sache der Juden im Land der Väter und den Zionismus Partei zu ergreifen.
