Flüchtlingskrise: Boris Palmer: Wir können nicht allen helfen, weil unsere Möglichkeiten begrenzt sind

Apotheke, Foto: Stefan Groß

In meinem Buch habe ich vielfältige Grenzen von Hilfssystemen unserer Gesellschaft diskutiert. Schulen, Wohnungsbau, Kindergärten, Sicherheitslage. Das sind keine starren Grenzen, aber es gibt sie. Die Systeme werden um so stärker belastet, je mehr Personen sie in Anspruch nehmen und je größer die Nutzungsintensität. Zu diesen Systemen gehören auch die Ehrenamtlichen, zum Beispiel in Tafeln.

Dass es eine Belastung darstellt, in sehr kurzer Zeit sehr viel mehr Menschen zu versorgen, dürfte klar sein. Dass es für unsere Gesellschaft soziale Sprengkraft hat, wenn ausgerechnet die Nutzer der Tafeln weniger bekommen, dürfte auch auf der Hand liegen. Daher ist es nicht fair, Tafeln mit Rassismusvorwürfen zu belegen, wenn sie sagen: Wir schaffen das nicht mehr. Besser wäre es, dafür zu sorgen, dass nicht so viele Menschen auf Tafeln angewiesen sind.

Noch besser als ein Aufnahmestopp wäre sicher der Entzug der Zugangsberechtigung für die Störenfriede, von denen in Essen so viel berichtet wurde. Das hätte auch einen Lerneffekt und wäre weniger angreifbar.

 

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