Helfer in der Not – Der Schwarze Schlangenstein

Stein soll bei Giftschlangenbissen helfen

In Afrika und Südamerika existiert ein angeblich helfender „Schwarzer Stein“. Dieser Stein soll bei Giftschlangenbissen helfen. Die Einheimischen schwören darauf. Physikalisch und medizinisch ist aber keine Wirkung möglich!

Der Schlangenstein, des -es, plur. die -e, ein kleiner, schwarzer Stein, mit einem schmutzig weißen Fleck auf beyden Seiten, von welchem man irrig glaubt, daß er in den Schlangen gefunden werde, und das Gift an sich ziehe. Oft ist es ein Stück Hirschhorn, welches im Feuer geröstet worden.

Dem Stein ist eine Gebrauchsanweisung beigefügt, die ich hier wiedergebe:

Bestimmt zum Einsatz in tropischen Ländern

Der Schwarze Stein dient zur Verhinderung und Bekämpfung von Blutvergiftungen die sich in Folge giftiger Bisse von Schlangen, Skorpionen oder anderen Insekten entwickeln.

Anwendung

Die Biss-Stelle bluten lassen. Den Schwarzen Stein auf die Wunde legen. Er saugt sich fest und fällt allein wieder von der Wunde ab, sobald er dem Körper das Gift entzogen hat.

Den Stein nach Gebrauch für eine halbe Stunde in kochendes Wasser, anschließend für zwei Stunden in einfache Milch legen. Danach mit kaltem Wasser abwaschen. Sobald der Stein gründlich in der Luft getrocknet ist, kann er wieder verwendet werden.

Den Schwarzen Stein bitte sorgfältig behandeln, da er sehr zerbrechlich ist.

Anmerkung: Nach dieser Gebrauchsanweisung kommen bei mir erhebliche Zweifel. Zum einen ist die Wirkung aus den angegebenen Gründen nicht möglich, zum anderen habe ich bei der „Aufbereitung“ erhebliche Zweifel!!

Ich zitiere Herrn Prof. Dr. Dietrich Mebs aus seinem Buch Gifttiere (2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2000): „Es ist ein Stück polierten, z.T. porösen schwarzen Steins, das umgehend auf die Biss- oder Stichwunde zu legen ist, damit dieser Stein das Gift heraussaugt. Da bei den meisten Stichen und Bissen das sich entwickelnde Ödem die winzige Wunde binnen Minuten schließt, ist es physikalisch unmöglich, allein durch Kapillarkraft Gift herauszusaugen.“

Ich selbst konnte die fast unglaublich gute Wirkung des schwarzen Steines erleben, wurde ich doch in Mauretanien beim Baden im Meer von einer giftigen Schlange in den linken Knöchel gebissen. Sofort konnte ich die Wirkung des Giftes spüren und auch bemerken, wie das Gift im Bein empor stieg. Nach einiger Zeit wurde die Wunde wieder geöffnet, denn durch das Ödem war die Bißwunde wieder verschlossen, und der schwarze Stein auf die Wunde gelegt. Nach dem Gesetz der Schwerkraft hätte der Stein eigentl. nicht halten dürfen, wurde er doch senkrecht an die Wunde geheftet, aber er hielt. Nach etwa einer Stunde ist er von allein abgefallen und ich konnte innerhalb dieser Stunde ganz deutlich spüren wie das Gift, welches mittlerweile auf der Hälfte des Oberschenkels zu spüren war, sie langsam in Richtung Knöchel/schwarzer Stein zurück gezogen hat. Zur Sicherheit haben wir den Stein noch auf die zweite Wunde gelegt, die auch erst wieder geöffnet werden mußte und dort ist dann der Stein nach sechs Stunden abgefallen und das Gift war nun vollständig aus dem Bein gezogen, denn die Symthome waren vollständig verschwunden. 

Vorstehender Beitrag stammt von einem anonymen User von Burkina.at, 17.5.2008 

Bei Gifttieren wird zwischen aktiv und passiv giftigen Tieren unterschieden.
Bei passiven Gifttieren wird das Gift durch Verzehr des Tieres oder im Rahmen von Abwehrmaßnahmen durch Sekretausscheidung des Tieres aufgenommen.
Bei aktiv giftigen Tieren wird das Gift durch Biss, Stich usw. auf den Menschen übertragen. Für den Mensches geht von Gifttieren eine recht unterschiedliche Gefahr aus. So reichen die Krankheitsbilder von leichter örtlicher Rötung bis hin zum Tod. Die meisten Gifttiere sind jedoch nicht aggressiv gegen Menschen. Ihre Bisse und Stiche stellen vielmehr eine Abwehrreaktion bei Störung oder Überraschung dar. Jährlich kommt es weltweit zu ca. 150.000 Verletzungen durch Skorpione. 2% der Erwachsenen und 20% der Kleinkinder sterben an den Skorpionbissen. Ca. 40.000 Menschen sterben jährlich an Schlangenbissen, das sind bei 1,7 Millionen Bissen 2,35%.

Jährlich kommt es zu 40.000 bis 50.000 Unfällen durch giftige Meerestiere. Somit sollte möglichst jeglicher Kontakt mit toten oder lebenden (Gift-)Tieren vermieden werden. Aber auch die passive Aufnahme von Meerestieren kann zu schweren bis lebensgefährlichen Erkrankungen führen. Hier muss unterschieden werden zwischen von Natur aus giftigen Meerestieren (z.B. Kugelfisch) und solchen, die ursprünglich ungiftig sind, jedoch unter Umständen Gift über die Nahrungskette aufnehmen und ansammeln und hierdurch giftig werden (z.B. Ciguatera). Während die akuten Beschwerden nach dem Essen der Ciguatera-giftigen Fische oft schon nach Stunden zurückgehen, sterben weltweit jährlich ca. 125 Menschen, in Japan 75, nach dem Verzehr von Kugelfisch. Die Einheimischen wissen meist, wann welcher Fisch unbesorgt gegessen werden kann. Von den Fischvergiftungen durch giftige Fische müssen die durch verdorbenen Fisch (durch Bakterientoxine) unterscheiden werden.

Nebenbei
Wer in Kenya im Hotel eine Schlangenvorführung gesehen hat, hat eventuell auch etwas vom “Schwarzen Stein” gehört. Gehört dieser Stein in den Bereich des Voodo-Zaubers oder handelt es sich eine natürliche Medizin der Tropen, die in bestimmten Notfällen eingesetzt werden kann, wenn keine geeigneten Schlangenseren zur Verfügung stehen? An dieser Stelle kann der Schwarze Stein natürlich nicht ärztlicherseits empfohlen werden. Trotzdem sollte eine Information über den in Afrika weithin bekannten und teilweise dort auch in Gesundheitszentren eingesetzten Schwarzen Stein nicht fehlen. In Kenya ist er nicht in Apotheken, sondern meist nur auf Märkten, wo er von Massais für kleines Geld angeboten wird, erhältlich.

Einen kurzen, trotzdem umfassenden Überblick:
In dem Buch “Natürliche Medizin in den Tropen” von Dr. Hans Martin Hirt und Bindanda M´Pia ist die Herstellung eins Schwarzen Steins beschrieben:

DER SCHWARZE STEIN

Der schwarze Stein wird nach Schlangenbissen und Stichen von giftigen Insekten, wie z.B. Skorpionen, eingesetzt. Sein Wirkungsprinzip beruht darauf, als starkes Absorbens Flüssigkeit aufnimmt. Der Schwarze Stein bleibt solange an der Biss- bzw. Stichstelle haften, bis er vollgesogen ist und abfällt. Als Test kann man ihn an die Zungenspitze halten: er saugt sich fest und – wenn man ihn nicht gleich wieder abnimmt – bringt er sogar die Zunge zum Bluten, wenn man ihn erst nach 5 Minuten gewaltsam entfernen will. Die ZUSAMMENSETZUNG des schwarzen Steines wird vom Hersteller geheimgehalten, was bei manchen Christen den Verdacht schürt, es handle sich um Magie. In der Literatur wird beschrieben, dass er Giftreste und sonstige gefährlichen Produkte, die sich in der Umgebung von Bissstellen bilden, in hohem Maße absorbiert. Aus diesem Grund muss der schwarze Stein nach einer solchen Verletzung baldmöglichst zum Einsatz kommen. (Natürlich ist Schlangenserum aktiver, nur in den meisten Gesundheitszentren nicht vorhanden und extrem teuer!)

HERSTELLUNG
Das mittlere Drittel des Oberschenkelknochens einer Kuh nehmen. Den Knochen in Stücke von ungefähr 4 x 1,5 cm zersägen. Drei Mal mit frischem Wasser auskochen, das letzte Mal unter Zusatz von Seife oder, besser noch, etwas Natriumhydroxid zur Fettlösung. Fünf Tage in der Sonne oder 1 Tag im Sonnenofen trocknen. Nun jedes Stück in zwei Lagen Aluminiumfolie wickeln. Die Knochenstücke in die Mitte der Glut eines größeren Feuers lagen. Mit zwei Handvoll Holzkohle bedecken. Nach 40 Minuten ein Stück kontrollieren: es muss verkohlt, schwarz und fest, aber noch nicht verbrannt sein. Bei richtiger Herstellung klebt der schwarze Stein an der Zunge. Tut er das nicht, muss er noch länger erhitzt werden. Sollte der schwarze Stein zerbrechlich sein oder gar zu weißem Puder zerfallen, wurde er zu schnell oder zu stark erhitzt. Der “Schwarze Schlangenstein” ist nun sofort einsatzbereit.

ANWENDUNGSTECHNIK
Schlangenbisse:
Die Bissstelle andrücken, um flüssigkeitskontakt herzustellen. Sobald der stein mit Blut in Berührung kommt, saugt er sich fest und lässt sich erst lösen, wenn er alles Gift und Sekret aufgenommen hat.

REGENERIERUNG
Nach der Benutzung kocht man den Stein zur Vermeidung der Übertragung von AIDS vorsichtshalber 10 Minuten in Seifenlösung, dann 10 Minuten in klarem Wasser. Der schwarze Stein muss “liebevoll” behandelt werden: nicht in kochendes Wasser werfen bzw. keinen schnellen Temperaturschwankungen aussetzen, da sonst das innere Labyrinth, das ja gür die Saugwirkung verantwortlich ist, zerstört wird. Anschließend trocknen: entweder 3 Tage in der sonne, dann in einem trockenen Kochtopf über dem Feuer; oder 1 Tag im Solarofen!

Der Schlangenstein
In der ganze Welt hat man mit Giftbissen verschiedener Tieren  wie zB Schlangen,  Skorpionen, Insekten usw. zu tun. Missionare, Entwicklungshelfer, Soldaten und Reisende müssen immer noch auf der Hut sein. Ganz besonders in Gebieten wo eine richtige sofortige Behandlung nicht garantiert ist. Unter solchen Umständen kann ein derartiger  Biss lebensbedrohlich sein. Von den oben erwähnten Menschen wissen wir vom Bestehen des Schlangensteines. Er ist bekannt unter verschiedenen Namen wie zB „Black Stone“ „Serpent Stone““Pierre Noire“„Schlangenstein“„Piedra Negra“ „Pietra di Serpente“ und  Slangensteen
Jahrzehnte lang haben die Afrikamissionare, die besser bekannt sind als die „Weissen Väter“ den Schlangenstein in Antwerpen produziert. Die belgische Missionsgesellschaft „Wereld-Missiehulp“ hat diese Produktion jetzt von diesen Missionare übernommen. Auf diese Weise wird der Schlangenstein auch in die Zukunft weiter zur Verfügung stehen.

Der Schlangenstein hilft.
Jahrzehnte lange Erfahrung mit dem Schlangenstein haben die Wirkung gezeigt und haben ihn zu einer allgemein anerkannten Behandlungsform gemacht. Der Schlangenstein hat eine graue-schwarze Farbe und ist ca 2cm x 5cm x 5mm gross. Der Stein saugt das Gift aus dem Blut. Auch bei andere Giftbisswunden kann der Schlangenstein wirksam sein. Seine Wirkung wird von vielen Zeugen bestätigt.

Anwendung
Die Biss-Stelle bluten lassen. Den Schwarzen Stein auf die Wunde legen. Er saugt sich fest und fällt von allein wieder von der Wunde ab sobald er dem Körper das Gift entzogen hat. Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bleiben eine Zahl gefährlicher Viren lange Zeit aktiv. Darum sei dringend empholen den schwarzen Stein nur einmalig zu gebrauchen. Um vorgenannte Reden und um Übertragungen von Viren zu  vermeiden ist es verboten dasselbe Steinchen zu gebrauchen bei verschiedene Personen. Auf eigene Verantwortung  kann das Steinchen persönlich wieder gebraucht werden nach folgende Behandlung :den Stein nach Gebrauch für eine halbe Stunde in kochendes Wasser; anschliessend für zwei Stunden in einfache Milch legen. Danach mit kaltem Wasser abwachsen. Sobald der Stein gründlich  in der Luft getrocknet ist, kann er wieder verwendet werden.

Die Absicht von „Wereld-Missiehulp“
Wereld-Missiehulp will dazu beitragen dass viele Leute die Existenz und den Nutzen des Schlangenstein kennen lernen. Ziel ist das weniger Menschen aus Unkenntnis an einem Schlangenbiss sterben. Der Gewinn wird benutzt um verschiedene vom WMH anerkannte Projekte zu unterstützen und zu verwirklichen.

Über Thomas Ritter 85 Artikel
Thomas Ritter, 1968 in Freital geboren, ist Autor und freier Mitarbeiter verschiedener grenzwissenschaftlicher und historischer Magazine. Thomas Ritter hat zahlreiche Bücher und Anthologien veröffentlicht. Außerdem veranstaltet er seit mehr als zwanzig Jahren Reisen auf den Spuren unserer Vorfahren zu rätselhaften Orten sowie zu den Mysterien unserer Zeit. Mit seiner Firma „Thomas Ritter Reiseservice“ hat er sich auf Kleingruppenreisen in Asien, dem Orient, Europa und Mittelamerika spezialisiert. Mehr Informationen auf: https://www.thomas-ritter-reisen.de Nach einer Ausbildung zum Stahlwerker im Edelstahlwerk Freital, der Erlangung der Hochschulreife und abgeleistetem Wehrdienst, studierte er Rechtswissenschaften und Geschichte an der TU Dresden von 1991 bis 1998. Seit 1990 unternimmt Thomas Ritter Studienreisen auf den Spuren früher Kulturen durch Europa und Asien.