„Der Handelsdeal der EU mit Indien ist das richtige Signal für unsere Wirtschaft. Denn wir brauchen mehr Partner mit weniger Handelshürden. Das EU-Indien-Abkommen schafft genau das: es verbessert den Marktzugang und baut Handelshemmnisse wie Zölle und Regulierungen spürbar ab. Mit rund 1,5 Milliarden Einwohnern ist Indien die bevölkerungsreichste Volkswirtschaft der Welt, die aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums von über sechs Prozent in ein oder zwei Jahren die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt sein wird – nach den USA und China, aber noch vor Deutschland. Gerade das verarbeitende Gewerbe aus Bayern, das 60 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland verdient, wird der größte Gewinner des umfassenden Abkommens sein. Auch wenn noch nicht in allen Fragen eine Einigkeit auf beiden Seiten herrscht, muss das Handelsabkommen zügig beschlossen werden. Einen Schuss ins eigene Knie, wie jüngst beim Mercosur-Abkommen, darf es im EU-Parlament kein zweites Mal geben. Europa braucht neue Partner und unsere Unternehmen brauchen die Planungssicherheit, dass der Handel mit der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien deutlich einfacher wird. Wer Lieferketten diversifizieren oder sein Exportgeschäft ausbauen will, kommt an Indien kaum vorbei – allein schon wegen des riesigen Marktpotenzials.“
Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), zum Abschluss des Handelsabkommens zwischen der EU und Indien
Zahlen zu den indisch-bayerischen Handelsbeziehungen:
– Handelsvolumen (2024): 4,4 Milliarden Euro
– Exporte von Bayern nach Indien (2024): 2,43 Milliarden Euro (plus 6 Prozent)
– Bayerische Importe aus Indien (2024): 1,97 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent)
– Wichtigste bayerische Exportgüter: Maschinen, Fahrzeuge, Chemie- und Elektrotechnikprodukte
– Wichtigste Importgüter aus Indien: Bekleidung, Maschinen, Leder und Lederwaren, Fahrzeuge und Elektrotechnikprodukte
Quelle: BIHK-Statement vom 27.01.2026
