Leserbrief zu: „Wachsender Zorn auf Trump“, in: NEUE PRESSE vom 26. Januar 2026
Die beiden Morde am 7. und 24. Januar in Minneapolis erinnern mich immer mehr an die Ermordung Konrad Pietrzuchs (1897-1932) am 10. August 1932 im oberschlesischen Dorf Potempa durch fünf bewaffnete SA-Männer in Uniform. Sie erschlugen, noch vor der Machtergreifung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933, in Anwesenheit der Mutter und des jüngeren Bruders, den Mann, weil er polnischer Abstammung und Kommunist war. Noch am 22. August 1932, als die fünf Mörder vom Sondergericht Beuthen zum Tode verurteilt wurden, schickte Adolf Hitler ein Glückwunschtelegramm an die Verurteilten, die er mit „Meine Kameraden!“ ansprach. Im Text hieß es, er wäre ihnen „in unbegrenzter Treue verbunden.“ Durch Druck der NSDAP im Reichstag auf die Reichsregierung wurden sie am 2. September 1932 zu lebenslanger Haft begnadigt und nach dem 30. Januar 1933 aus der Haft entlassen.
Zugegeben, so weit ist man in den Vereinigten Staaten noch nicht, dass Donald Trump den vermummten Tätern von der Einwanderungsbehörde ICE gratuliert, aber er entschuldigt sie mit haarsträubenden Argumenten. Es wird immer deutlicher, dass die 340 Millionen Amerikaner einem schrecklichen Bürgerkrieg entgegen gehen!
