Tag der älteren Generation: CSU-Senioren warnen vor Pflege-, Renten- und Gesundheits-Schock

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Politik für die älteren Menschen vor großen Herausforderungen

In Deutschland wird der Tag der älteren Generation traditionell am ersten Mittwoch im April begangen, in diesem Jahr gleich am 1.4. „Als Vertretung der älteren Generation halten wir diesen Tag für besonders wichtig, denn aktuell stehen im Bereich der Gesundheitsversorgung, Pflege und Rente schwierige Entscheidungen an, die der Lebenssituation unserer älteren Mitbürger gerecht werden müssen“, betont Franz Meyer, Landesvorsitzender der Senioren-Union der CSU. „Die Senioren-Union bringt sich aktiv ein, damit die Interessen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger bei den anstehenden Reformen berücksichtigt werden. Wir weisen gerade an diesem Gedenktag in aller Form Aussagen zurück, dass in Deutschland von Jung nach Alt umverteilt werde – eine völlig verzerrte Darstellung der Lebenssituation unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger!“

Die Politik der Senioren-Union der CSU richtet sich an zwei Leitlinien aus, dass die älteren Menschen zunächst so lange wie möglich eigenständig in den eigenen vier Wänden wohnen sollten. Sofern altersbedingt Unterstützung notwendig ist, muss das Gesundheitssystem im Allgemeinen, die Pflege im Besonderen der Lebenssituation der älteren Menschen ebenso Rechnung tragen wie die finanzielle Altersversorgung über Rente. Dabei sieht es die Senioren-Union als ihren Auftrag, gerade in die laufenden Reformbemühungen, von der Krankenhausreform über die Pflege bis hin zur Rente, die Position der älteren Menschen einzubringen.

Mit allem Nachdruck weist die Senioren-Union die Aussagen zurück, die Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, zum Thema Mehrwertsteuererhöhung gemacht hat. „Die Aussage, man könne die älteren Menschen belasten, denn dort sitzen die großen Vermögen, geht ebenso an der Realität vorbei wie die Darstellung, dass in Deutschland massiv von Jung nach Alt umverteilt wird“, betont SEN-Chef Franz Meyer. „Durch diese pauschalen Aussagen wird die Lebensrealität der älteren Menschen verzerrt dargestellt. Wer sein Leben lang am Aufbau unserer Gesellschaft mitgewirkt und dazu auch seine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge geleistet hat, darf am Lebensabend nicht zusätzlich und überproportional belastet werden.“

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Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, Magister und DEA-Master (* 5. Februar 1972 in Jena) ist ein deutscher Philosoph, Journalist, Publizist und Herausgeber. Er war von 2017 bis 2022 Chefredakteur des Debattenmagazins The European. Davor war er stellvertretender Chefredakteur und bis 2022 Chefredakteur des Kulturmagazins „Die Gazette“. Davor arbeitete er als Chef vom Dienst für die WEIMER MEDIA GROUP. Groß studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Jena und München. Seit 1992 ist er Chefredakteur, Herausgeber und Publizist der von ihm mitbegründeten TABVLA RASA, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitete und dozierte er ab 1993 zunächst in Praktischer und ab 2002 in Antiker Philosophie. Dort promovierte er 2002 mit einer Arbeit zu Karl Christian Friedrich Krause (erschienen 2002 und 2007), in der Groß das Verhältnis von Metaphysik und Transzendentalphilosophie kritisch konstruiert. Eine zweite Promotion folgte an der "Universidad Pontificia Comillas" in Madrid. Groß ist Stiftungsrat und Pressesprecher der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung. Er ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland Bayerns, Geschäftsführer und Pressesprecher. Er war Pressesprecher des Zentrums für Arbeitnehmerfragen in Bayern (EZAB Bayern). Seit November 2021 ist er Mitglied der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice. Ein Teil seiner Aufsätze beschäftigt sich mit kunstästhetischen Reflexionen und einer epistemologischen Bezugnahme auf Wolfgang Cramers rationalistische Metaphysik. Von August 2005 bis September 2006 war er Ressortleiter für Cicero. Groß-Lobkowicz ist Autor mehrerer Bücher und schreibt u.a. für den "Focus", die "Tagespost".