Anlässlich der China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz fordert der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB), die spezifischen Herausforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) stärker in den Mittelpunkt der bilateralen Wirtschaftsagenda zu stellen. Neben geopolitischen und industriepolitischen Fragen müssen vor allem operative Wettbewerbsnachteile, Marktzugangsbarrieren und Lieferkettenrisiken adressiert werden.
Aus Sicht des DMB bietet die Reise des Bundeskanzlers die Chance, spürbare Verbesserungen für den deutschen Mittelstand anzustoßen. „Gerade bei Marktzugangsfragen, Lizenzverfahren, Rohstoffexporten und wettbewerbsverzerrenden Subventionen kann politische Flankierung auf höchster Ebene Fortschritte ermöglichen“, betont Matthias Bianchi, Leiter Public Affairs des DMB.
Der Verband erwartet, dass Bundeskanzler Merz die Anliegen des industriellen Mittelstands mit Nachdruck adressiert und konkrete Erleichterungen für deutsche KMU auf den Weg bringt. In einer aktuellen Mitgliederbefragung nennen KMU den starken Wettbewerbsdruck durch staatlich subventionierte Anbieter und Dumpingpreise als die größten Herausforderungen in Bezug auf China. Diese Probleme muss Merz mit Nachdruck benennen und dabei einen klaren Fokus auf die Umsetzbarkeit von Lösungen legen.
Bianchi betont: „Der DMB steht hinter der China-Strategie der Bundesregierung, insbesondere hinter dem De-Risking-Ansatz und dem Ziel fairer Wettbewerbsbedingungen. Entscheidend ist nun jedoch die praktische Umsetzbarkeit für kleine und mittlere Unternehmen – und hier besteht erheblicher Nachholbedarf. Knapp drei Jahre nach Vorlage der Strategie muss die Bundesregierung die angekündigten Leitplanken endlich mit konkreten wirtschaftspolitischen Maßnahmen untermauern.“
Die Reduzierung einseitiger Abhängigkeiten verlangt mittelständischen Unternehmen tiefgreifende Anpassungen ab – vom Aufbau alternativer Lieferanten über höhere Lagerhaltung bis hin zur Erschließung neuer Absatzmärkte. Hier braucht es gezielte Unterstützung durch die Bundesregierung. Bianchi sagt: „Diese Schritte sind mit erheblichen Investitionen, Finanzierungsrisiken und operativen Umstellungskosten verbunden und können von vielen KMU nicht ohne gezielte politische und finanzielle Flankierung bewältigt werden.“
Über den DMB
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.
