Energie-Gipfel unter Druck: Sozialverband fordert Sofort-Hilfe für Millionen Haushalte!

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Pressestatement von Dr. Joachim Rock aus Anlass des morgigen Energiegipfels im Bundesfinanzministerium

Aus Anlass des morgigen Energiegipfels im Bundesfinanzministerium äußert sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt:

„Die Bundesregierung hat zu lange gezögert, Maßnahmen gegen die hohen Sprit- und Energiepreise zu ergreifen. Haushalte mit geringen Einkommen und soziale Dienste, gerade im ländlichen Raum, brauche eine Entlastung, gezielt und schnell. Durch ein Sofortprogramm mit einem Mobilitäts- und Klimageld für Haushalte mit geringem Einkommen und eine Direktförderung soziale Dienste muss die Bundesregierung in der Krise Handlungsfähigkeit beweisen.

Der Paritätische Gesamtverband fordert mit Blick auf den heutigen Energiegipfel im Bundesfinanzministerium eine gezielte Entlastung von Haushalten mit geringen Einkommen und Sofortmaßnahmen zur Unterstützung sozialer Dienste und Einrichtungen.

Soziale Dienste sind gleich doppelt von den Kostensteigerungen betroffen, das gefährdet insbesondere die Versorgung im ländlichen Raum. Beschäftigte sind häufig auf das Auto angewiesen und müssen oft weite Strecken zurücklegen, um pflegebedürftige Menschen zu erreichen, ohne dass die Mehrausgaben erstattet werden. Dauerhafte Kostensteigerungen bedrohen die Dienste in ihrer Existenz. Eine sozialgesetzliche Regelung als Grundlage für schnelle Hilfen in Krisensituationen ist überfällig.

Deshalb fordert der Paritätische von der Bundesregierung, Menschen mit einer Mobilitäts- und Klimapauschale gezielt zu entlasten. Eine dauerhafte Preissenkung für das Deutschlandticket und ein bundesweiter Sozialtarif sind weitere notwendige Schritte. Durch ein Förderprogramm speziell für die klimaeffiziente Sanierung sozialer Einrichtungen müssen Ausgabensteigerungen für die Zukunft reduziert werden.

Beim Krisengipfel muss an alle Menschen gedacht werden: an die in den Betrieben genauso wie an die in Schulen, Kitas und Pflegeheimen, an Pendlerinnen und Pendler genauso wie an alle, die sich kein Auto leisten können. Lösungen, die an Millionen Menschen vorbeigehen, sind keine.“

Über Stefan Groß-Lobkowicz 2293 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, Magister und DEA-Master (* 5. Februar 1972 in Jena) ist ein deutscher Philosoph, Journalist, Publizist und Herausgeber. Er war von 2017 bis 2022 Chefredakteur des Debattenmagazins The European. Davor war er stellvertretender Chefredakteur und bis 2022 Chefredakteur des Kulturmagazins „Die Gazette“. Davor arbeitete er als Chef vom Dienst für die WEIMER MEDIA GROUP. Groß studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Jena und München. Seit 1992 ist er Chefredakteur, Herausgeber und Publizist der von ihm mitbegründeten TABVLA RASA, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitete und dozierte er ab 1993 zunächst in Praktischer und ab 2002 in Antiker Philosophie. Dort promovierte er 2002 mit einer Arbeit zu Karl Christian Friedrich Krause (erschienen 2002 und 2007), in der Groß das Verhältnis von Metaphysik und Transzendentalphilosophie kritisch konstruiert. Eine zweite Promotion folgte an der "Universidad Pontificia Comillas" in Madrid. Groß ist Stiftungsrat und Pressesprecher der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung. Er ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland Bayerns, Geschäftsführer und Pressesprecher. Er war Pressesprecher des Zentrums für Arbeitnehmerfragen in Bayern (EZAB Bayern). Seit November 2021 ist er Mitglied der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice. Ein Teil seiner Aufsätze beschäftigt sich mit kunstästhetischen Reflexionen und einer epistemologischen Bezugnahme auf Wolfgang Cramers rationalistische Metaphysik. Von August 2005 bis September 2006 war er Ressortleiter für Cicero. Groß-Lobkowicz ist Autor mehrerer Bücher und schreibt u.a. für den "Focus", die "Tagespost".