In der Tradition des „Schwarzen Kanals“

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An dem Tag, an dem Bundeskanzler Friedrich Merz im deutschen Bundestag die Grundzüge einer souveränen Politik Deutschlands und Europas skizziert, macht Mathias Döpfners „Welt“ mit einem grossen Text ihres Herausgebers Ulf Poschardt auf, in dem dieser den US-Präsidenten Donald Trump gegen die von Poschardt als „Kartoffeldeutsche“ diffamierten Kritiker an der Erschiessung zweier Menschen in Minneapolis nachdrücklich verteidigt (https://www.welt.de/…/moralisierung-des-denkens-donald…). Er behauptet dass „die Deutschen Trump hassen“. Sie verhielten „sich in ihrer Ohnmacht wie ein kleines Kind, das wütend auf seinen mächtigen Daddy ist“. Sie würden verkennen, „dass Trump mit seiner ICE-Politik den Wunsch seiner Wähler umsetzt“. Poschardt betont: Das „stärkt die Demokratie“.

Diese Art der Rechtfertigung tödlicher Schüsse erinnert an den „Schwarzen Kanal“ des DDR Propagandisten  Eduard von Schnitzler, der den an der Mauer erschossenen Flüchtling Peter Fechter „einen angeschossenen Kriminellen“ nannte und die DDR-Schützen verteidigte: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.“

Ähnlich empört sich heute Poschardt: „Die Kritik am Verhalten der ICE-Beamten ist besonders bizarr in einem Land, das kaum eine Abschiebung zustande bringt“, während Trump das doch schaffe: „Natürlich stört sie jemand wie Donald Trump, der gewissermaßen ausschließlich auf die Realität pocht.“ Nebenbei erläutert Poschardt, „dass Trump keineswegs so radikal ist“. Dagegen sitzen die wirklichen Feinde der Demokratie in der EU: „Brüssel ist mit seinen Abertausenden bürokratischen Sinnproduzenten zu einer Art Supernova autoritärer Staatsinszenierung geworden.“

Vor elf Monaten verbreitete Ulf Poschardt einen Artikel der „Welt“ auf seinem X-Account, in dem dem ukrainische Staatspräsident nach seiner Beschimpfung durch Trump und Vance vorgeworfen wurde, die Sicherheit Europas aufs Spiel zu setzen. Solche Texte kann Verleger Mathias Döpfner im „MAGA“ Apparat vorzeigen lassen, um auf diesem Weg den US-Präsidenten vielleicht ein wenig gewogener für sein „Politico“-Projekt zu machen.

Quelle: Facebook