Labytopia Eröffnung Lügenmuseum

ddr flagge historischen nicht vorhanden europa, Quelle: Clker-Free-Vector-Images, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig, https://pixabay.com/de/vectors/ddr-flagge-historischen-26865/
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Labytopia89, Altäre der Revolution,                            

30. 10. 2919 um 19 Uhr AusstellungseröffnungLügenmuseum Radebeul

Wer nonkonforme Kunst der DDR sehen will, der muß ins Lügenmuseum Radebeul gehen. Die neue Ausstellung „Labytopia, Altäre der Revolution?“ präsentiert 8 Künstler im Tanzsaal des Gasthofes Serkowitz.

Die gut besuchte Ausstellung „Labytopia89“ in der Kreuzkirche Dresden, Altäre und Installationen von 8 Künstlern, landen nun im Lügenmuseum Radebeul. Sie ist der vierte Teil eines Ausstellungszyklus zum Herbst 89, begann mit „Labystan“ in der Zionskirche Berlin, eine atemberaubende Inszenierung, die unter die Haut geht. Labytopia89 erinnert an die Träume und Visionen der Akteure von 89, an Notstandskreativität, an die Macht der Phantasie im Angesicht der Zensur und verbindet diese prägenden Lebensgefühle mit dem Heute. Die Macher von Labytopia89 behauptet: „Nicht die akademisch sozialistische Malerei und ihre Gegnerspieler waren revolutionär, revolutionär war Malerei auf Sperrmüll, Installationen und Happenings zur Überwindung des Kunstbegriffs, Aktionen die gesellschaftlich verkrustete Strukturen aufbrechen und Verwirrungen als Realitätsbewältigung stifteten konnten.”

Die Kuratoren Juliane Vowinckel und Reinhard Zabka haben acht Künstler eingeladen: Klaus Liebscher: Dialog, Angela Hampel und Steffen Fischer: Mitgift, Frank Herrmann: Altar der Einfalt, Marion Kahnemann: Helden oder wer ist wir, Karola und Wolfgang Smy: Altar für Reisefreiheit, die in Frankreich geborene Künstlerin Sophie Cau: die Fahnen der vier Siegermächte, sowie der junge Künstler Justus Ehras: Gewitterwarnung am Montag. Reinhard Zabka kreierte ein Friedliches Revolutions-Orchestrion. Im Lügenmuseum begegnet Labytopia89 weiteren räumlichen Inszenierungen aus dem Kontext der Zeit um 89: einer Parodie auf den Sozialistischen Ahnenkult, einem Untergrund Atelier, eine nonkonforme Kunstsammlung der DDR, die fast auf dem Müll entsorgt wurde.

Zur Eröffnung am 30.10. um 19 Uhr sprechen Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, Leiterin Galerie Raskolnikow Iduna Böning,  Künstlerische Ausstellungsleitung Reinhard Zabka, musikalische Beiträge, Robert Hennig, Irina von Trollen und weitere, Theater Hans Krüger, Gründer der legendären Theatergruppe Zinnober, Moderation Juliane Vowinckel.

Die Ausstellung „Labytopia – Altäre der Revolution?“ wird durch das Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ des Freistaates Sachsen unterstützt und wird mitfinanziert durch Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts, durch den Kunst der Lüge e.V. und durch die Große Kreisstadt Radebeul. Träger der Ausstellung ist der Radebeuler Kunstverein Kunst der Lüge e.V. Wissenschaftliche Begleitung Juliane Vowinckel, Regie der Ausstellung Reinhard Zabka.

Richard von Gigantikow
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
Homepage: luegenmuseum.de

Reinhard Zabka gründete 1990 in Babe in einer verfallenen Bauernkate das Lügenmuseum. 1997 zog er in das ruinöse Gutshaus Gantikow bei Kyritz an der Knatter. 2012 landete er mit dieser völlig neuen Art von Museum im unsanierten geschichtsträchtigen Gasthof Serkowitz in Radebeul. Die Wurzeln des Museums liegen im künstlerischen Widerstand gegen die Kulturpolitik der DDR.