Phil Collins entging nur knapp dem Tod: Seine Kinder kamen zum Abschied

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Der frühere Genesis-Sänger spricht so offen wie selten über seine dunkelsten Monate. Nach einem Rückfall in die Alkoholsucht versagten mehrere Organe. Seine Familie wurde ins Krankenhaus gerufen, weil Ärzte nicht wussten, ob er überleben würde.

Sie glaubten, ihren Vater zum letzten Mal zu sehen

Phil Collins hat in einem neuen Interview beschrieben, wie knapp er 2024 dem Tod entging. Seine Nieren hätten versagt, weitere Organe seien zusammengebrochen. Während er kaum bei Bewusstsein war, kamen seine fünf Kinder an sein Krankenbett. Im Raum stand die Frage, ob die lebenserhaltenden Maßnahmen fortgesetzt werden sollten.

Die Aussagen lösten weltweit neue Sorge um den 75-Jährigen aus. In Deutschland stieg die Suche nach „Phil Collins Krankheit“ am Montag stark an, wie Google Trends zeigte. Aktuelle Berichte von People und Louder greifen das Interview auf.

Collins selbst hat keine Erinnerung daran, wie seine Familie zum Abschied kam. Er wusste nicht, wie ernst sein Zustand war. Später erfuhr er, dass seine Kinder und Ärzte mit Entscheidungen konfrontiert waren, die Familien normalerweise nur in den schwersten Stunden treffen.

Sieben Monate im Krankenhaus

Der Musiker war Ende 2023 wegen seiner Alkoholsucht in einer Schweizer Klinik behandelt worden. Nach einer zwischenzeitlichen Entlassung verschlechterte sich sein Zustand erneut. Es folgte eine lange Krankenhauszeit, die sich nach seinen Angaben über rund sieben Monate erstreckte.

Collins lebt seit Jahren mit den Folgen einer Wirbelsäulenverletzung und mehrerer Operationen. Nervenschäden erschweren ihm das Gehen und machten das Schlagzeugspielen praktisch unmöglich. Hinzu kommen Typ-2-Diabetes und Knieprobleme. Bei der Abschiedstour von Genesis sang er meist im Sitzen, sein Sohn Nicholas übernahm das Schlagzeug.

Der Alkohol wurde nach dem Ende seiner großen Tourneen zu einem zusätzlichen Problem. Collins hatte früher bereits über Einsamkeit und Sucht gesprochen. Nun sagt er, seit der lebensgefährlichen Krise keinen Alkohol mehr angerührt zu haben.

Zwischen Rückzug und Hoffnung auf neue Musik

Das aktuelle Interview klingt erschütternd, ist aber nicht nur eine Abschiedsgeschichte. Im Mai hatte Collins bei BBC Breakfast erklärt, gesundheitlich stärker zu sein als lange zuvor. Berichte von Variety und Deadline zitierten ihn mit der vorsichtigen Überlegung, wieder Musik zu machen.

Für einen Auftritt bei seiner Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame fühlt er sich noch nicht fit genug. Eine Rückkehr ins Studio schließt er dagegen nicht völlig aus. Seine Stimme und sein Gespür für Melodien sind nicht an jene körperliche Kraft gebunden, die das Schlagzeug verlangt.

Die neue Offenheit erklärt, warum seine Familie heute noch enger zusammensteht. Phil Collins wurde als Musiker berühmt, der private Brüche in große Popsongs verwandelte. Diesmal ist es kein Song. Es ist der Bericht eines Mannes, der überlebt hat und sehr genau weiß, wie knapp es war.