Salmonellen in Kinder-Snack: Rossmann ruft Apfelchips zurück

Bakterien, Mikrobiologie, Organismus, Quelle: qimono, Pixabay License, Freie kommerzielle, Nutzung, Kein Bildnachweis nötig

Ausgerechnet ein Produkt für Kinder ist von einem bundesweiten Rückruf betroffen. In den „GENUSSPLUS KIDS Fruchtchips Apfel“ wurden bei Eigenkontrollen Salmonellen nachgewiesen. Eltern sollen die Packung sofort aus der Reichweite ihrer Kinder nehmen.

Fruchtchips gelten vielen Eltern als unkomplizierter Snack: leicht, lange haltbar und schnell in der Tasche verstaut. Bei einer bestimmten Packung von Rossmann ist jetzt Vorsicht geboten. Das Unternehmen hat die „GENUSSPLUS KIDS Fruchtchips Apfel“ zurückgerufen, nachdem bei Eigenkontrollen Salmonellen nachgewiesen worden waren.

Betroffen ist das Produkt mit der EAN 4068134196903 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24. Februar 2027. Die Packung enthält 35 Gramm. Nach Medienangaben lautet die Chargennummer C110862 MA. Rossmann bittet ausdrücklich darum, die Chips nicht mehr zu essen und sie sofort außer Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Diese Packung gehört nicht mehr in die Brotdose

Die offizielle Rückrufmeldung von Rossmann nennt EAN und Mindesthaltbarkeitsdatum als die wichtigsten Erkennungsmerkmale. Das Datum steht auf der Rückseite der Verpackung. Andere Produkte der Marke oder Packungen mit abweichendem Mindesthaltbarkeitsdatum sind nach dem veröffentlichten Rückruf nicht betroffen.

Der Rückruf gilt bundesweit. Kunden können die Ware in einer Rossmann-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Das staatliche Portal lebensmittelwarnung.de führt den Fall ebenfalls.

Wer die Chips bereits weggeworfen hat, sollte zumindest prüfen, ob Kinder davon gegessen haben. Ein vorsorglicher Arztbesuch ohne Beschwerden ist in der Regel nicht nötig. Treten jedoch starke oder länger anhaltende Symptome auf, rät Rossmann zu medizinischer Abklärung.

Salmonellen können für Kleinkinder gefährlich werden

Eine Infektion äußert sich häufig innerhalb weniger Tage durch plötzlich einsetzenden Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, gelegentliches Erbrechen und leichtes Fieber. Bei gesunden Erwachsenen klingt die Erkrankung oft nach einigen Tagen wieder ab. Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können schwerer erkranken.

Das Problem ist vor allem der Flüssigkeitsverlust. Kleine Kinder trocknen schneller aus als Erwachsene. Anzeichen können ungewöhnliche Müdigkeit, trockene Schleimhäute, wenig Urin oder ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand sein. In seltenen Fällen gelangen die Bakterien in die Blutbahn und lösen eine schwere Infektion aus.

Die Tagesschau weist in ihrem Bericht darauf hin, dass gerade die Zielgruppe des Produkts besonders geschützt werden muss. Eltern sollten deshalb nicht darauf vertrauen, dass eine geöffnete Packung schon unproblematisch gewesen sein müsse.

Rückrufe sind kein Haltbarkeitsproblem

Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt lediglich, wie lange ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behalten soll. Es ist kein Sicherheitsnachweis. Krankheitserreger wie Salmonellen können vorhanden sein, obwohl Geruch, Geschmack und Aussehen völlig normal wirken.

Auch Erhitzen ist bei einem verzehrfertigen Kindersnack keine sinnvolle Lösung. Die klare Empfehlung lautet: nicht essen, nicht weitergeben, zurückbringen. Wer Verwandten oder Freunden eine Packung mitgegeben hat, sollte sie über den Rückruf informieren.

Rossmann hat für Rückfragen eine kostenlose Servicenummer eingerichtet. Der Fall macht zugleich deutlich, warum Produktbezeichnung, EAN und Mindesthaltbarkeitsdatum bei einem Rückruf wichtiger sind als ein flüchtiger Blick auf Marke und Verpackungsfarbe. Im Zweifel gehört die Packung zunächst aus der Küche – und sicher nicht in die Hand eines Kindes.