Für Hundebesitzer ist dabei vor allem eine Frage interessant. Welche Freibäder öffnen im Herbst 2026 tatsächlich für Hunde, und unter welchen Bedingungen dürfen die Tiere ins Wasser? Die Termine werden von den einzelnen Betreibern festgelegt. Es gibt weder einen bundesweit einheitlichen Hundebadetag noch eine allgemeine Erlaubnis, nach dem letzten regulären Badetag mit dem Hund ins Freibad zu gehen.
Im Folgenden stehen deshalb konkrete, veröffentlichte Veranstaltungen im Mittelpunkt. Dazu kommen die Eintritts- und Gesundheitsvorgaben der Veranstalter sowie Hinweise darauf, worauf Hundehalter beim Besuch achten müssen.
Wo die Freibäder jetzt für Hunde öffnen
In Berlin war das Hundeschwimmen bereits vor dem letzten Septemberwochenende abgeschlossen. Die Berliner Bäder-Betriebe hatten das Sommerbad Staaken-West am 6. September, das Sommerbad am Insulaner am 12. und 13. September sowie das Sommerbad Gropiusstadt am 19. September geöffnet. Jeweils von 10 bis 17.30 Uhr konnten Hunde ins Becken, während ihre Besitzer am Rand bleiben mussten. Vier Euro kostete der Eintritt pro Hund, zwei Euro pro Mensch. Auch in München fanden bereits Hundebadetage statt. Die Stadtwerke München stellten dafür im September Becken im Ungererbad und Dantebad zur Verfügung. Die Einnahmen aus den Hundetickets gingen an den Tierschutzverein München.
In Regensburg steht der besondere Saisonabschluss dagegen noch bevor. Das Wöhrdbad beendet seine reguläre Badesaison am Freitag, 25. September, und öffnet bereits am folgenden Samstag für Hunde. Von 10 bis 14 Uhr dürfen die Tiere das 680 Quadratmeter große Erlebnisbecken nutzen. Für vorsichtigere Hunde steht das Kinderbecken zur Verfügung. Der letzte Einlass erfolgt um 13.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 50 Cent pro Fuß und Pfote, der Erlös geht an den Verein für helfende Hunde. Voraussetzung sind ein gültiger Impfausweis, eine Hundehaftpflichtversicherung und ein gut sozialisierter Hund. Nach dem Eintritt müssen die Tiere abgeleint werden.
Auch andernorts in Bayern wird das Saisonende zum Hundebadetag. Im Bamberger Stadionbad findet die Veranstaltung am Sonntag, 27. September, bereits zum 15. Mal statt. Von 10 bis 17 Uhr wird das Wellenbecken zum Hundepool. Die Stadtwerke verlangen drei Euro pro Hund, Begleitpersonen haben freien Eintritt. Ein Großteil des Erlöses kommt dem Tierheim Bamberg zugute. Für die Teilnahme ist der Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung erforderlich. Nach dem Aktionstag werden die Becken winterfest gemacht und vor der nächsten Freibadsaison gründlich gereinigt und mit frischem Wasser befüllt.
Eine Woche später folgt Würzburg. Das Dallenbergbad öffnet am Sonntag, 4. Oktober, von 10 bis 17 Uhr für Hunde. Fünf Euro kostet das Ticket für den Vierbeiner, die Begleitpersonen kommen kostenlos auf das Gelände. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; die Eintrittskarten können sowohl vor Ort als auch online erworben werden. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH kündigte an, die Erlöse an die TierTafel Würzburg zu spenden.
In Hessen sind gleich mehrere Veranstaltungen angekündigt. Das Freibad Bad Vilbel feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen und beschließt seine Jubiläumssaison mit einem Hundeschwimmen am 26. September. Zwischen 10 und 16.30 Uhr dürfen die Tiere ins Wasser. Hunde haben freien Eintritt, für jeden Menschen werden 2,50 Euro fällig. Die Halter müssen den Tollwutschutz und eine Haftpflichtversicherung nachweisen; zudem ist eine Hundesteuermarke vorgeschrieben. Menschen dürfen aus hygienischen Gründen nicht mitschwimmen.
Am selben Tag lädt das Freibad Lämmerspiel in Mühlheim am Main von 11 bis 17 Uhr zum Hundeschwimmen ein. Das Ticket für einen Hund und seinen Halter kostet vier Euro, Zuschauer zahlen 1,50 Euro. Die Stadtwerke verlangen einen gültigen Impfausweis und eine Hundehaftpflichtversicherung. Teilnehmen dürfen ausschließlich sozialverträgliche Hunde. Von jedem Eintrittsgeld soll ein Euro an das Tierheim Dreieich gehen.
In Nordrhein-Westfalen haben Hunde ebenfalls noch mehrere Gelegenheiten. Das Freibad Homberg veranstaltet am 26. und 27. September jeweils von 11 bis 17 Uhr die zweiten Duisburger Hundeschwimmtage. Neben dem Schwimmen kündigt DuisburgSport Hunde-Stand-up-Paddling, professionelle Tierfotografie und Verkaufsstände rund um den Hund an. Drei Euro kostet der Eintritt pro Hund, Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren zahlen zwei Euro. Kinder unter acht Jahren dürfen nicht teilnehmen.
Wer im Rheinland Anfang Oktober noch einen Badetag einplanen möchte, findet in Bornheim weitere Termine. Das HallenFreizeitBad öffnet den Freibadbereich am 3. und 4. sowie am 10. und 11. Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Hunde können das Nichtschwimmerbecken nutzen. Anders als in Berlin oder Heidelberg dürfen ihre Besitzer in Bornheim ebenfalls mit ins Wasser. Der Eintritt beträgt zwei Euro pro Fuß und einen Euro pro Pfote. Die Veranstalter verlangen geimpfte, angeleinte Hunde und eine ständige Beaufsichtigung durch die Halter.
Auch Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg beteiligen sich. In Erfurt steht am 26. September das Nordbad von 10 bis 16 Uhr den Hunden zur Verfügung. Zwei Euro kostet der Eintritt jeweils für Hund und Begleitperson. Der Erlös aus den Hundetickets wird dem örtlichen Tierheim gespendet. Menschen dürfen nicht mit ins Becken.
Im niedersächsischen Bad Zwischenahn öffnet der Badepark ebenfalls am 26. September, allerdings erst von 14 bis 17 Uhr. Für das bereits zum vierten Mal stattfindende Hundeschwimmen müssen die Halter unter anderem den Impfschutz ihres Tieres, die Hundemarke oder Meldebestätigung sowie eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Eine weitere Veranstaltung in Niedersachsen ist für den 3. Oktober im Freibad Bersenbrück angekündigt. Dort dürfen Hunde von 10 bis 18 Uhr schwimmen.
In Brandenburg gehört das Freibad Elsthal in Luckenwalde am 27. September von 9 bis 16 Uhr den Vierbeinern. Für den inzwischen zehnten Hundebadetag zahlen Hunde drei Euro, Erwachsene fünf Euro und Kinder drei Euro. Erforderlich sind ein gültiger Impfpass und eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Im baden-württembergischen Heidelberg öffnet am selben Tag das Tiergartenbad von 11 bis 16 Uhr. Vier Euro werden pro Hund verlangt, Begleitpersonen haben freien Eintritt. Auf dem Gelände werden unter anderem Angebote zur Hundephysiotherapie, Informationen zur Ersten Hilfe am Hund und Hinweise zum Verhalten in Naturschutzgebieten angekündigt.
Im Saarland ist für den 4. Oktober von 10 bis 16 Uhr ein Hundeschwimmen im Freibad des KOI in Homburg angekündigt. Andere saarländische Hundebadetage, etwa in Ensdorf, Schwalbach und Merzig, fanden bereits Mitte September statt.
Die genannten Veranstaltungen bilden eine Auswahl der verifizierten Termine, keine vollständige Liste aller deutschen Freibäder. Eine umfangreichere, nach Bundesländern geordnete Übersicht bietet das Hundemagazin DER HUND. Da Veranstalter ihre Bedingungen und Termine ändern können, sollten Besucher vor der Anreise die Internetseite des betreffenden Bades kontrollieren.
Warum Hundeschwimmen erst nach Saisonende möglich wird
Dass Hunde gerade im September und Oktober Zutritt zu zahlreichen Freibädern erhalten, hängt mit dem regulären Badebetrieb zusammen. In den meisten Anlagen sind Tiere während der Saison nicht erlaubt. Erst wenn die letzten menschlichen Badegäste das Becken verlassen haben, stellen die Betreiber die Chlorung ein und bereiten das Wasser auf den Hundebadetag vor. Anschließend werden die Anlagen für die Winterpause oder die nächste Saison gereinigt.
Die Berliner Bäder-Betriebe erklärten ausdrücklich, dass sich zum Zeitpunkt ihrer Veranstaltungen kein Chlor mehr im Wasser befinde. Auch die Stadtwerke Heidelberg teilten mit, das Wasser im Tiergartenbad sei am Hundeschwimmtag chlorfrei. Die Filteranlage werde zuvor abgekoppelt, damit keine Hundehaare oder Verschmutzungen hineingelangten. Vor der Saison 2027 würden Becken und Wasseraufbereitungsanlagen nach den geltenden Vorgaben gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt.
Allerdings unterscheidet sich die technische Handhabung von Bad zu Bad. Bornheim lässt die Wasseraufbereitungsanlage während des Hundeschwimmens weiterlaufen, um Hundehaare und andere Feststoffe herauszufiltern. In Verl wurden die Filter dagegen vor dem Hundebadetag gespült und anschließend bis zur nächsten Saison außer Betrieb genommen. Die dortigen Betreiber ließen aus hygienischen Gründen ausschließlich Hunde ins Becken.
Hundeschwimmen ist damit auch kein gewöhnlicher Freibadbesuch, bei dem lediglich die Hausordnung gelockert wird. Die Veranstalter schaffen einen eigenen Nutzungstag mit besonderen Hygiene- und Sicherheitsvorgaben. Das gilt ebenso für den Zugang zum Gelände wie für das Verhalten der Tiere. In Duisburg werden beispielsweise ein gültiger Tollwutschutz, eine Hundehaftpflichtversicherung und die Anmeldung zur Hundesteuer verlangt. Läufige, trächtige oder säugende Hündinnen sind dort von der Teilnahme ausgeschlossen. Auf dem Gelände gilt grundsätzlich Leinenpflicht, ausgenommen sind die dafür vorgesehenen Bereiche.
Besitzer sollten sich daher nicht allein auf eine frühere Teilnahme an einem anderen Hundebadetag verlassen. Während in Regensburg die Hunde nach dem Eintritt abgeleint werden müssen, verlangt Bornheim angeleinte Tiere. Wer einen Ausflug plant, sollte die jeweiligen Regeln vor der Fahrt lesen und die geforderten Unterlagen mitnehmen.
Nicht jeder Hund muss ins Wasser
Bei aller Freude über die außergewöhnlichen Freibadtermine sollten die Bedürfnisse des einzelnen Tieres entscheidend bleiben. Ein Hund, der Wasser nicht mag, wird auch durch ein großes Schwimmbecken nicht zwangsläufig zum begeisterten Schwimmer. Der Tierschutzverein München empfiehlt, Hunde langsam an die Wassertemperatur zu gewöhnen und sie insbesondere bei kühlem Wetter nach dem Baden sorgfältig abzutrocknen.
Auch die Belastung darf nicht unterschätzt werden. In einem im Juni 2026 veröffentlichten Fachbeitrag erläutert Thieme Tiermedizin mögliche Risiken beim Schwimmen. Wenn Hunde beispielsweise beim ausdauernden Apportieren übermäßig viel Wasser verschlucken, kann es zu einer sogenannten Wasservergiftung kommen. Als mögliche Symptome werden unter anderem Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Krämpfe genannt. In solchen Fällen ist umgehend tierärztliche Hilfe erforderlich. Auch Unterkühlung und eine schmerzhafte Wasserrute können im Zusammenhang mit kaltem Wasser und Überanstrengung auftreten.
Eine Pause am Beckenrand, ein sicherer Ausstieg und die Möglichkeit, das Wasser jederzeit wieder zu verlassen, gehören deshalb zu einem verantwortungsvollen Besuch. Hunde dürfen nicht gegen ihren Willen ins Becken gestoßen oder geworfen werden. Die Hundebadeordnung der Stadtwerke Bad Windsheim formuliert dies ausdrücklich und empfiehlt außerdem, die Tiere nicht mit vollem Magen schwimmen zu lassen, ausreichende Erholungszeiten einzuplanen und sie nach dem Baden abzutrocknen.
Das Hundeschwimmen ist inzwischen vielerorts mehr als eine kleine Zusatzveranstaltung zum Ende des Sommers. In Bamberg findet es bereits zum 15. Mal statt, Heidelberg lädt zum siebten Mal ein und Luckenwalde begeht seinen zehnten Hundebadetag. Die Badbetreiber verbinden den Besuch teilweise mit Spenden für Tierheime und Tierschutzvereine. Für die Hunde bleibt freilich etwas anderes entscheidend: ob sie schwimmen möchten, sich zwischen ihren Artgenossen wohlfühlen und das Wasser gefahrlos wieder verlassen können.
