Beendet den reaktionären und zerstörerischen Krieg in Iran

Krieg Im Iran, KI generiert

 Kinder liegen unter Trümmern, während Mächte von „strategischen Interessen“ sprechen. In den vergangenen Stunden haben Bombardierungen erneut das Leben von Zivilisten gefordert. Kinder, die weder Entscheidungsträger sind noch Anteil an geopolitischen Machtspielen haben, werden zu Opfern von Rivalitäten, die als „Sicherheit“ oder „Abschreckung“ bezeichnet werden. Keine geopolitische Logik, keine Doktrin der Prävention und keine Machtkalkulation kann den Tod von Kindern rechtfertigen.

Die Vereinigten Staaten und Israel verfolgen seit Jahren ihre regionale Politik mit der Sprache militärischer Überlegenheit – eine Sprache, deren Übersetzung sich in zerstörten Straßen, bombardierten Schulen und trauernden Familien zeigt. Wenn Hegemonie auf den Ruinen menschlichen Lebens errichtet wird, bedeutet dies nicht Sicherheit, sondern die Reproduktion eines endlosen Gewaltkreislaufs.

Gleichzeitig gehört das Regime der Islamischen Republik zu den repressivsten und intransparentesten politischen Systemen der Gegenwart. Durch die Unterdrückung zivilgesellschaftlicher Räume, das gewaltsame Niederschlagen von Protesten und die systematische Ausschaltung kritischer Stimmen hat es die Gesellschaft in eine historische Sackgasse geführt. Doch der Sturz einer Diktatur durch äußere Bombardements ersetzt keine Freiheit. Die Erfahrungen der Region zeigen, dass die Zerstörung von Infrastruktur und die Destabilisierung eines Landes vor allem die Zivilbevölkerung treffen.

Die Zukunft Irans wird weder in den Strategieräumen externer Mächte noch unter den Flügeln von Kampfjets entschieden. Diese historische Verantwortung liegt bei den Menschen im Iran selbst – bei einer Gesellschaft, die für Freiheit bereits Gefängnis, Exil und Blut bezahlt hat. Keine Kraft, die aus der Zerstörung eines Landes geopolitischen oder ökonomischen Nutzen zieht, kann glaubwürdig von Befreiung sprechen.

Gerade jetzt muss klar und unmissverständlich gesagt werden: Die Tötung von Zivilisten ist – unabhängig davon, wer sie begeht – ein Verbrechen. Freiheit entsteht nicht durch Bomben. Eine gerechte Zukunft kann nur aus zivilgesellschaftlicher Organisierung, sozialer Solidarität und kollektiver Selbstbestimmung erwachsen – nicht aus der Logik bewaffneter Machtpolitik.

Wenn Kinder sterben, ist Schweigen keine Neutralität. Es ist ein Beitrag zur Aufrechterhaltung eines Systems, das menschliches Leben den Interessen der Macht unterordnet.

Die heute veröffentlichten Nachrichten berichten von 108 unschuldigen Kindern, die in der Schule an ihren Schreibtischen saßen – unschuldige Mädchen, die nicht wissen, was Krieg bedeutet. Doch Amerika und Israel, die sich auf hochentwickelte Technologie berufen, haben die Schule dieser Mädchen genau dort bombardiert, wo sich die Revolutionsgarden befinden sollen. Man sagt, dass viele Kinder noch immer unter den Trümmern liegen. Das ist ein Verbrechen. Dieser reaktionäre Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden.

Menschen, die sich zu Zivilisation und Menschenrechten bekennen, müssen in Europa, Amerika und weltweit entschlossen gegen diesen reaktionären Krieg des Kapitalismus auf die Straße gehen. Das System der Islamischen Republik muss durch Iraner selbst gestürzt werden – und zwar allein durch das iranische Volk.

Die USA und Israel zerstören durch ihre Bomben die gesamte iranische Infrastruktur, die nicht der Islamischen Republik gehört, sondern mit dem Geld der Bevölkerung errichtet wurde. Erst wenn sie behaupten, alles zerstört zu haben, können sie selbst an die Macht kommen. Das bedeutet, dass Reza Pahlavi, der 47 Jahre lang in Amerika lebte, in den Iran zurückkehren wird.

Man sollte denjenigen zurückweisen, der schamlos behauptet, Israel und Amerika hätten humanitäre Hilfe geleistet und dem iranischen Volk geholfen – eine Marionette von Israel und Amerika, um das Land besser auszubeuten. Hätte diese Person nur ein wenig Sachkenntnis, würde sie solchen Unsinn nicht äußern.

Die islamisch-faschistische Regierung des Iran muss durch eine soziale Revolution vom Volk selbst gestürzt werden. Setzt also alles daran, diesen reaktionären Krieg zu beenden. Wenn ihr Menschlichkeit kennt, erhebt eure Stimme und sagt Nein zum Krieg – und zu diesem reaktionären Krieg.

Über Hossein Zalzadeh 38 Artikel
Hossein Zalzadeh ist Ingenieur, Publizist und politisch Engagierter – ein Mann, der Baustellen in Beton ebenso kennt wie die Bruchstellen von Gesellschaften. Zalzadeh kam Anfang zwanzig zum Studium nach Deutschland, nachdem er zuvor in Teheran als Lehrer und stellvertretender Schulleiter in einer Grundschule tätig gewesen war. Er studierte Bauwesen, Sanierung und Arbeitssicherheit im Bereich Architektur sowie Tropical Water Management an mehreren technischen Hochschulen. An bedeutenden Projekten – darunter der Frankfurter Messeturm – war er maßgeblich beteiligt. Seine beruflichen Stationen führten ihn als Ingenieur auch in verschiedene afrikanische Länder, wo er die großen sozialen Gegensätze und die Armut unserer Welt ebenso kennenlernte wie ihre stillen Uhrmacher – Menschen, die im Verborgenen an einer besseren Zukunft arbeiten. Bereits während des Studiums engagierte er sich hochschulpolitisch – im AStA, im Studierendenparlament sowie auf Bundesebene in der Vereinten Deutschen Studentenschaft (VDS) – und schrieb für studentische Magazine. In diesem Rahmen führte er Gespräche mit Persönlichkeiten wie Willy Brandt und Herta Däubler-Gmelin über die Lage ausländischer Studierender. Seit vielen Jahren kämpft er publizistisch gegen das iranische Regime. Geprägt ist sein Schreiben vom Schicksal seines Bruders – Jurist, Schriftsteller und Journalist –, der vom Regime ermordet wurde. Derzeit schreibt er an seinem Buch Kampf um die Menschlichkeit und Gerechtigkeit – ein Plädoyer für Freiheit, Würde und den Mut, der Unmenschlichkeit zu widersprechen.