Vor dem morgigen Koalitionsausschuss drängt der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) auf eine Einkommensteuerreform, um den Mittelstand in der Breite zu entlasten. Notwendig ist ein späterer Einstieg in den Spitzensteuersatz und ein angepasster Tarifverlauf.
Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, betont: „Kleine und mittlere Unternehmen müssen durch eine Steuerreform entlastet werden. Wenn beispielsweise ein Handwerksunternehmen in seiner Region investiert, ausbildet und Arbeitsplätze sichert, darf es nicht noch zusätzlich belastet werden.
Wir fordern deshalb, den Schwellenwert des Spitzensteuersatzes anzuheben und den Tarif darunter entsprechend anzupassen. Die Debatte zur Einkommensteuerreform erfolgt in einer ökonomisch angespannten Lage. Umso wichtiger sind Impulse, die Investitionen erleichtern, Beschäftigung sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.
Die Koalition muss jetzt zusammenrücken, ein Scheitern wäre fatal. Der Mittelstand braucht mutige und nachhaltige Reformen statt symbolische Maßnahmen ohne wirtschaftliche Wirkung.“
Automatische Inflationsanpassung notwendig
Aus Sicht des DMB muss der Schwellenwert des Spitzensteuersatzes deutlich angehoben werden. Dieser greift aktuell bereits bei rund 70.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und setzt damit zu früh an. Eine Steuerreform sollte zudem eine automatische Inflationsanpassung des Schwellenwertes vorsehen, um Belastungen für die Zukunft zu mindern.
Kleine und mittlere Unternehmen werden als Personengesellschaften oder Einzelunternehmen über die Einkommensteuer besteuert. Ihre Gewinne werden unmittelbar den Inhabern zugerechnet und unterliegen damit direkt dem progressiven Einkommensteuertarif. Deshalb wirkt sich jede Veränderung im Einkommensteuertarif auch unmittelbar auf betriebliche Einkommen aus.
Über den DMB
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.
