Cannes-Hit mit Sandra Hüller eröffnet Filmfest München 2026

Sandra Hüller und Hanns Zischler als Erika und Thomas Mann in VATERLAND, Foto: Agata Grzybowska, PM Filmfest

Sandra Hüller, Hanns Zischler und August Diehl kommen zur Deutschlandpremiere nach München

Das 43. FILMFEST MÜNCHEN wird am Abend des 27. Juni 2026 feierlich mit dem biografischen Drama „Vaterland“ im Gasteig HP8 eröffnet. Regisseur Paweł Pawlikowski präsentiert seinen Film gemeinsam mit dem Hauptcast erstmals in Deutschland. In den Hauptrollen sind Sandra Hüller, Hanns Zischler und August Diehl zu sehen.

Beim diesjährigen Festival de Cannes wurde „Vaterland“ bereits mit minutenlangen Standing Ovations gefeiert. Nun kommt das Werk als Eröffnungsfilm nach München und setzt zum Auftakt des Filmfests ein starkes europäisches Zeichen.

„Wahrlich europäisches Kino“

„‚Vaterland‘ ist wahrlich europäisches Kino, das zugleich made in Germany ist und einen Blick auf Deutschland wirft. In Cannes berührte er bereits ein großes internationales Publikum mit seinem epischen Blick auf damals sowie heute. Wir fühlen uns geehrt, dass wir mit diesem Meisterwerk nun unser Filmfest in Anwesenheit des grandiosen Casts eröffnen und ihn erstmals dem Münchner Publikum präsentieren dürfen.“

Julia Weigl und Christoph Gröner
Künstlerisches Leitungsduo des FILMFEST MÜNCHEN

Eine Reise durch das verwundete Nachkriegsdeutschland

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter Erika Mann auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern. Die Route führt von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.

Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten deutschen Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben, literarisch versierten Generälen, öffentlicher Verehrung und scharfer Ablehnung wird Thomas Mann hofiert, aber auch angegriffen.

Für ihn ist es die erste Rückkehr nach Deutschland seit dem Krieg, nachdem er einst ins Exil geflohen war. Was als Reise in die verwundete deutsche Seele beginnt, wird für Erika Mann und den „Zauberer“, wie seine Kinder Thomas Mann nannten, zu einer Reise ins eigene Innere.

Sandra Hüller und Hanns Zischler als Erika und Thomas Mann

In „Vaterland“ verkörpert Hanns Zischler den Schriftsteller Thomas Mann, während Sandra Hüller als Erika Mann zu sehen ist. Gemeinsam tragen sie ein historisches Drama, das die politische Erschütterung der Nachkriegszeit mit der inneren Spannung einer berühmten Familie verbindet.

Sandra Hüller und Hanns Zischler als Erika und Thomas Mann in „Vaterland“, Foto: Agata Grzybowska

Paweł Pawlikowski erzählt eine große deutsche Familiengeschichte

Nach dem Oscar-prämierten Film „Ida“ und dem vielfach ausgezeichneten Drama „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“, für das Pawlikowski unter anderem in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet wurde, wendet sich der Regisseur nun einer deutschen Geschichte von europäischer Dimension zu.

Mit großer Bildkraft erzählt „Vaterland“ vom Nullpunkt der deutschen Geschichte und vom späten Nachhall einer Familiensaga. Der Film verbindet Nachkriegstrauma, politische Erwartung, literarische Größe und familiäre Verletzlichkeit zu einer intensiven Kinoerfahrung.

Deutschlandpremiere beim FILMFEST MÜNCHEN

Regisseur Paweł Pawlikowski wird gemeinsam mit Sandra Hüller, Hanns Zischler und August Diehl persönlich bei der Eröffnung des 43. FILMFEST MÜNCHEN anwesend sein. Die Deutschlandpremiere von „Vaterland“ bildet damit einen der glanzvollen Höhepunkte des Festivalauftakts.