Hayden Panettiere wurde nur 36 Jahre alt. Die Schauspielerin, bekannt aus „Heroes“ und „Nashville“, starb am 16. August in South Carolina. Während die Todesursache weiter nicht veröffentlicht ist, hat sich ihr früherer Verlobter Wladimir Klitschko erstmals öffentlich geäußert.
Am Dienstagmorgen rückte eine Nachricht wieder ganz nach oben in die Schlagzeilen: Wladimir Klitschko äußerte sich zum Tod seiner früheren Verlobten Hayden Panettiere. FOCUS Online berichtete um 9.13 Uhr über die Worte des früheren Boxweltmeisters. Panettiere war am 16. August im Alter von 36 Jahren gestorben. Klitschko und die Schauspielerin waren viele Jahre ein Paar und haben die gemeinsame Tochter Kaya.
Klitschko schrieb, die Nachricht über Panettieres Tod habe ihn tief getroffen. Obwohl die Beziehung bereits 2018 beendet worden war, sei sie ein wichtiger Teil seines Lebens geblieben. Besonders deutlich bezog er sich auf die gemeinsame Tochter: Er wolle Kaya mit Respekt von ihrer Mutter erzählen und dafür sorgen, dass die Erinnerung an den Menschen hinter der Schauspielerin erhalten bleibe. Zugleich bat er darum, die Privatsphäre der Familie zu respektieren.
Auch BILD griff die Reaktion Klitschkos am Morgen als Eilmeldung auf. Im Mittelpunkt stand dort ebenfalls seine Trauer und die Verantwortung gegenüber Kaya. Die öffentliche Reaktion kommt zwei Tage nach Panettieres Tod und einen Tag, nachdem die Nachricht international bekannt geworden war.
Was über ihren Tod bekannt ist
Die gesicherten Angaben sind bislang knapp. Reuters berichtete unter Berufung auf die Polizei in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina, Panettiere sei in einer Wohnanlage leblos aufgefunden und noch am Ort für tot erklärt worden. Die Polizei untersucht den Todesfall, erklärte aber, es gebe keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.
In einem veröffentlichten Ausschnitt eines Notrufs ist von einem möglichen „overdose“-Einsatz die Rede. Daraus ergibt sich jedoch keine festgestellte Todesursache. Gerade dieser Unterschied ist wichtig: Die Gerichtsmedizin hat die Obduktion abgeschlossen, die Todesursache aber noch nicht bekannt gegeben. FOCUS berichtete am Dienstag ausdrücklich, dass der zuständige Coroner Mike Ellis bislang keine entsprechende Angabe gemacht habe.
Damit bleibt offen, woran Panettiere starb. Weder der Notruf noch frühere öffentliche Äußerungen der Schauspielerin erlauben eine belastbare Schlussfolgerung. Bekannt ist lediglich, dass sie selbst in den vergangenen Jahren offen über gesundheitliche und persönliche Krisen gesprochen hatte.
Eine Karriere, die schon in der Kindheit begann
Panettiere stand früh vor der Kamera. Reuters erinnert an ihre Rolle als Stimme von Dot in Pixars Animationsfilm „A Bug’s Life“ von 1998. Später spielte sie im Football-Drama „Remember the Titans“ mit Denzel Washington. Den internationalen Durchbruch brachte ihr 2006 die NBC-Serie „Heroes“, in der sie die Schülerin Claire Bennet verkörperte, die über übernatürliche Heilkräfte verfügt.
Eine zweite große Fernsehrolle folgte mit „Nashville“. Als Country-Sängerin Juliette Barnes erhielt Panettiere 2013 und 2014 jeweils eine Golden-Globe-Nominierung als Nebendarstellerin. Hinzu kamen Auftritte in der „Scream“-Filmreihe. Ihre letzte von Reuters genannte Filmrolle spielte sie im Psychothriller „Sleepwalker“, der im Januar 2026 erschien.
Die Karriere war allerdings von Brüchen begleitet. Im Mai 2026 erschien ihre Autobiografie „This Is Me: A Reckoning“. Darin schrieb Panettiere über den frühen Ruhm, über die schwierige Geburt ihrer Tochter im Jahr 2014, über postpartale Depressionen und über ihre Alkoholabhängigkeit. Auch in Interviews sprach sie offen darüber, dass der Erfolg als Kind und Jugendliche eine Kehrseite hatte.
Im selben Frühjahr erklärte sie in einem Podcast, mit dem Buch auch Menschen helfen zu wollen, die selbst mit Sucht oder einer postpartalen Depression kämpfen. Diese Äußerungen werden nach ihrem Tod nun vielfach zitiert. Sie ändern aber nichts daran, dass die konkrete Todesursache bislang nicht veröffentlicht wurde.
Kaya bleibt die Verbindung zu Klitschko
Panettiere hinterlässt ihre Tochter Kaya. Reuters schrieb, dass Kaya bei Wladimir Klitschko in der Ukraine lebt; Panettiere hatte dies selbst in diesem Jahr öffentlich erklärt. Klitschko richtet seine jetzige Stellungnahme deshalb vor allem auf die gemeinsame Erinnerung und den Schutz des Kindes.
Panettieres Familie hatte ihren Tod über den Publizisten der Schauspielerin bekannt gegeben. Ihr Vater Alan Panettiere würdigte seine Tochter als außergewöhnlichen Menschen, der seiner Familie und vielen Zuschauern Freude gebracht habe. Aus Hollywood kamen zahlreiche Reaktionen. Auch Kolleginnen und Kollegen erinnerten an die Schauspielerin, die bereits als Kind Teil der Unterhaltungsindustrie gewesen war.
Für die Familie ist es nicht der erste frühe Verlust. Panettieres jüngerer Bruder Jansen, ebenfalls Schauspieler, starb 2023 im Alter von 28 Jahren. Die Familie teilte damals mit, Ursache seien Komplikationen einer Herzvergrößerung und einer Erkrankung der Aortenklappe gewesen.
ABC News ergänzte nach Angaben der Gerichtsmedizin weitere Details zum Ablauf des Sonntagnachmittags. Der Notruf ging demnach kurz vor zwei Uhr ein. Rettungskräfte fanden Panettiere in einem Herz-Kreislauf-Stillstand und versuchten, sie wiederzubeleben. Die Schauspielerin wurde wenig später für tot erklärt. Die Obduktion ergab nach Angaben des Coroners keine traumatischen Verletzungen, die zu ihrem Tod beigetragen hätten. Ursache und Art des Todes bleiben Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Diese Angaben präzisieren den Stand, ohne die offene Frage nach der Todesursache zu beantworten. Auch die Formulierung im Funkverkehr über einen möglichen Drogennotfall ist kein medizinischer Befund. Polizei und Gerichtsmedizin haben deshalb bislang weder eine konkrete Substanz noch eine Erkrankung als Ursache genannt.
Associated Press zeichnete nach ihrem Tod noch einmal den langen Weg vom Kinderstar zur Erwachsenenrolle nach. Panettiere arbeitete bereits als Kind in Werbung und Fernsehserien, bevor „Heroes“ sie einem weltweiten Publikum bekannt machte. Später verband „Nashville“ Schauspiel und Musik und brachte ihr zwei Golden-Globe-Nominierungen. Die öffentliche Wahrnehmung ihrer Karriere schwankte deshalb lange zwischen frühem Erfolg und den persönlichen Krisen, über die sie selbst später offen schrieb.
Nur wenige Monate vor ihrem Tod hatte Panettiere ihr Leben in der Autobiografie neu geordnet. Reuters verweist darauf, dass sie in einem Podcast im Mai sagte, sie hoffe, ihre Erfahrungen könnten anderen Menschen mit Suchtproblemen oder postpartaler Depression helfen. Diese Selbstauskünfte gehören zu ihrer Biografie, dürfen aber nicht nachträglich zur Erklärung ihres Todes umgedeutet werden.
Klitschkos Wortmeldung am Dienstag ist deshalb vor allem eine persönliche Reaktion auf einen Tod, dessen medizinische Ursache noch nicht feststeht. Öffentlich bekannt sind die Ermittlungen, die abgeschlossene Obduktion und die Feststellung der Polizei, dass bislang nichts auf Fremdverschulden hindeutet. Alles Weitere bleibt Sache der zuständigen Behörden und der Familie.
