Das christliche Trauertuch und das islamische Kopftuch

Frauen mit Kopftuch, Foto: Stefan Groß

Die oberste Neuseeländerin, Premierministerin Jacinda Ardern, trägt anlässlich zweier Schweigeminuten in Christchurch ein hübsches glänzendes frisches schwarzes Tuch, welches bei weitem nicht ihre ganze Haarpracht verdeckt. Es entsteht weltweit eine heftige Diskussion, ob die Premierministerin ein „islamisches“ Kopftuch tragen darf, welches bekannterweise als Symbol der Unterdrückung der Muslima gilt. Mit anderen Worten: Darf man (als Frau) über tote Muslime mit Hilfe eines Symbols trauern, welches die Unterdrückung weiblicher Muslime durch Männer nicht nur akzeptiert, sondern gut findet und fördert. Erinnert sei an Claudia Roth und Federica Mogherini, die im Iran lächelnd und lachend das Tuch der Schande getragen haben. Wir stellen fest: Auch Frauen können Frauenverächter sein.

Doch die neuseeländische Diskussion ist falsch. Denn die oberste Neuseeländerin Premierministerin Jacinda Ardern trägt kein Muslimtuch, sondern ein katholisches Trauertuch, wie es in Deutschland noch bei alten Frauen abseits großer Städte zu sehen ist.

Neuerungen brauchen Zeit bis sie in Neuseeland ankommen!

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.