Nicht nur verbal wurde in Zeiten des Kalten Krieges jeweils Front gemacht, auch die Post auf beiden Seiten der Mauer kämpfte nach ganz eigenen Regeln. Gnadenlose Schlachten gegen den Feind jenseits des sozialistischen Lagers wurden geführt, die parteilichen Richtlinien galt es zu verteidigen – und dieser Kampf wurde im Miniformat geführt, alltäglich und für Millionen sichtbar. Die Briefmarke wurde zum ideologischen Botschafter weltweit, war Aushängeschild des jeweiligen Fortschrittes. Der innerdeutsche Postkrieg war mit Sicherheit eines der skurrilsten Kapitel innerhalb der Geschichte der deutschen Teilung. Ein treffendes Beispiel hierfür ist die von der Deutschen Bundespost im Jahr 1953 herausgegebene „Kriegsgefangenen-Marke““, die an die deutschen Kriegsgefangenen in der damaligen Sowjetunion erinnerte. Marken auf Briefen von West nach Ost wurden von der DDR-Post entweder mit Farbe unkenntlich gemacht oder mit einer Vignette überklebt – Aufschrift: „Gedenkt der gefangenen Friedenskämpfer, die in Adenauers Kerkern schmachten.“
Der innerdeutsche Postkrieg
26. Januar 2011 Stefan Groß-Lobkowicz Allgemein, Gesellschaft 0
Finanzen
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Die Insolvenzzahlen in Bayern steigen um fast elf Prozent – in der Industrie sogar um rund 22 Prozent. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt fordert dringend Reformen bei Energiepreisen, Bürokratie und Sozialstaat, um den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. […]
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