Alte Pinakothek: Die energetische Sanierung geht weiter

Der erste Bauabschnitt der energetischen Sanierung der Alten Pinakothek geht in die Schlussphase. Um den weiteren Fortgang der Arbeiten zu beschleunigen, wurden die folgenden Bauabschnitte neu konzipiert und verdichtet: Bereits am 07.12.2015 schließen die Erdgeschoss-Kabinette 16–23 (Brueghel etc.); am 11.01.2016 folgen die Erdgeschoss-Säle I–III mit den altdeutschen Altären. Auch der Museumsshop muss seinen angestammten Platz verlassen.

Die derzeit laufenden „Neuen Nachbarschaften II“ werden bis 31.01.2016 verlängert. Anschließend müssen auch diese Säle im Sonderausstellungsbereich am Klenze-Portal geräumt werden.

Wiedereröffnung der Säle VII – IX und des Rubenssaals

Voraussichtlich im April 2016, nach der Wiedereröffnung der derzeit geschlossenen Obergeschoss-Säle VII bis IX (das sind die beiden Rubenssäle und der Saal mit der holländischen Malerei) werden auch die Säle I–III im östlichen Kopfbau mit der altniederländischen und altdeutschen Malerei geschlossen. Die Obergeschoss-Säle X–XIII bleiben weiterhin gesperrt, da sie von den Bauarbeiten direkt oder indirekt betroffen sind.

Im kommenden Jahr 2016 wird die Geduld der Besucher folglich auf eine harte Probe gestellt.

Die dritte und letzte Runde wird 2017 eingeläutet. Dann steht die Sanierung der Obergeschoss-Säle IV-VI mit Raffael, Tizian, van Dyck an.

Dieser Sanierungsabschnitt ist auch bei vollem Museumsbetrieb geplant. Das bringt auf der einen Seite Einschränkungen für die Arbeiten mit sich, andererseits erfordert es besondere Sicherungsmaßnahmen. Zum Schutz der empfindlichen textilen Wandbespannung bleibt die Klimaanlage in den geschlossenen Sälen in Betrieb. Dies setzt aufwändige Klima- und Staubschutzeinrichtungen in den Räumen voraus, in denen im Dachbereich oder an den Fenstern gearbeitet wird.

Der aktuelle Stand der Bauarbeiten ist auf der Website unter www.pinakothek.de/sanierung-alte-pinakothek zu erfahren. Dort sind auch übersichtliche graphische Darstellungen aller Bauabschnitte zu finden.

Warum die Sanierung?

Die Lichtsituation in der Alten Pinakothek ist seit Jahren unbefriedigend, die Energiebilanz des Museums – nach heutigen Kriterien – nicht minder. Derzeit muss in der Alten Pinakothek auch bei hellstem Sonnenschein

Kunstlicht eingeschaltet werden. Künftig soll eine neue Verschattungsanlage in den Oberlichtsälen die optimale Nutzung des Tageslichts ermöglichen. Sensoren sorgen dafür, dass stufenlos dimmbares Kunstlicht sich erst zuschaltet, wenn das Angebot natürlichen Lichts nicht mehr ausreicht. Die Staubdecken der Oberlichtsäle erhalten neue Gläser mit verbesserter Lichtdurchlässigkeit und -streuung.

Saniert werden im Zuge der Arbeiten auch die seit Jahren schadhaften Fenster: In der Summe sind mehr als 1.400 Scheiben auszutauschen. Wirken sich schon diese Maßnahmen positiv auf den Energieverbrauch des Museums aus, so tragen die Dämmung des Dachstuhls und modernstes Isolierglas entscheidend zu weiterer Energieeinsparung und einer Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks bei.

Die Sanierung der Alten Pinakothek steht so in engem Zusammenhang mit den intensiven Bemühungen der Staatsregierung, die von der Bundesregierung vorgegebenen energetischen Einsparziele zu erreichen. Zugleich wird die Kunst in besseres Licht gesetzt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 12 Millionen EUR.

Reduzierter Eintrittspreis

Der Eintrittspreis für die Dauerausstellung wird während der Bauarbeiten auf 4,- EUR (ermäßigt 2,- EUR) reduziert; sonntags 1,- EUR.

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