Drei Anzeichen einer toxischen Beziehung, die jeder kennen sollte

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Selbstverständlich ist es absolut normal, wenn zwei Menschen, die sich in einer Beziehung miteinander befinden, nicht immer einer Meinung sind. Streitigkeiten gehören im zwischenmenschlichen Zusammenleben dazu. Es gibt jedoch eine wichtige Grenze, die – zum Wohle aller – nicht überschritten werden sollte.

Seit einigen Jahren ist das Thema „toxische Beziehungen“ immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Und viele Menschen beruhigt es, ein Wort für das gefunden zu haben, was sie quasi jeden Tag durchleben müssen. Toxische Beziehungen zeichnen sich oft durch ein Ungleichgewicht aus. Manchmal begegnen sich jedoch auch beide Partner auf Augenhöhe und sorgen gegenseitig dafür, dass die Lebensqualität des jeweils anderen deutlich leidet.

Wer sich aus den Fängen einer toxischen Beziehung befreien möchte, sollte jedoch im ersten Schritt dazu in der Lage sein, zu erkennen, dass er sich in einer solchen befindet. Die folgenden drei Anhaltspunkte sind charakteristisch.

Zusatztipp: Nicht jede toxische Beziehung ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Oft kann eine Paartherapie dabei helfen, an sich zu arbeiten. Wichtig ist dann jedoch, dass beide dazu bereit sind.

Anzeichen Nr. 1: Eine ständige Unzufriedenheit

Diejenigen, die zum Bestandteil einer toxischen Beziehung geworden sind, haben oft das Gefühl, dass sie es ihrem Lebenspartner nie recht machen können. Sätze, wie zum Beispiel: „Du bist nicht gut genug!“, oder „War klar, dass du das nicht kannst!“ sind absolute Red Flags in Beziehungen, die definitiv zum Nachdenken anregen sollten.

Wenn die toxische Beziehung weiter fortschreitet, bemerken viele Personen, dass sie nicht mehr für sich, sondern ausschließlich für den Beziehungspartner leben. Sie fragen sich bei allem, was sie tun, wie die andere Person reagieren würde und ob die eigene Leistung ausreicht, um diese zufriedenzustellen. Infolgedessen sinkt die eigene Lebensqualität rapide. Im schlimmsten Fall verlieren sich die betroffenen Personen selbst.

Anzeichen Nr. 2: Ein Partner manipuliert den anderen

Hier zeigen sich mitunter deutliche Parallelen zum Narzissmus. Innerhalb einer toxischen Beziehung ist ein Partner häufig ein Meister darin, den anderen zu manipulieren. Dass hierbei mit Schuldgefühlen gearbeitet wird, ist nicht selten.

Sätze, wie zum Beispiel: „Du bist schuld, dass es mir so schlecht geht!“ oder „Wegen dir bekomme ich schon wieder Kopfschmerzen!“ gehören in solchen Beziehungen zum Standard. Das Ziel, das sich hinter diesem Verhalten verbirgt, ist klar. Derjenige, der Sätze dieser Art ausspricht, weiß genau, wie er seinen Willen durchsetzen kann. Diskussionen wären für ihn zu mühselig. Stattdessen wird auf Emotionen, Schuldzuweisungen und das „gute Gefühl“, dass die Person niemanden verletzen oder schädigen möchte, gesetzt.

Übrigens: Bei Manipulationen dieser Art werden oft auf Kinder zum Druckmittel. Viele Menschen neigen dazu, im Falle einer möglichen Trennung damit zu drohen, das alleinige Sorgerecht zu beantragen, weil sie hoffen, auf diese Weise die andere Person an sich binden zu können.

Anzeichen Nr. 3: Stimmungsschwankungen

Niemand hat immer gute Laune. Innerhalb toxischer Beziehungen sind Stimmungsschwankungen jedoch oft besonders extrem. Eben war noch alles in Ordnung? In den sozialen Netzwerken wurde ein Foto mit dem Hashtag „Couplegoals“ gepostet und im nächsten Moment bricht ein Rosenkrieg aus? In toxischen Beziehungen gehört genau diese Kombination oft zum Alltag. Vor allem dann, wenn einer der beiden Partner Narzisst oder Choleriker ist.

Die Folge: man fühlt sich nach einer gewissen Zeit so, als müsse man die andere Person in der Beziehung wie ein rohes Ei behandeln. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Stimmung kippt.

Manche Menschen sind besonders gut darin, besagte Stimmungsschwankungen nach außen zu verstecken. Erst dann, wenn beide unter sich sind, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Es gibt jedoch auch das andere Extrem, bei dem es einem Partner offensichtlich komplett egal ist, ob alle anderen mitbekommen, dass er einen Menschen verbal oder sogar körperlich verletzt. Die Opfer der entsprechenden Attacken empfinden oft Scham und suchen die Schuld bei sich selbst.

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