Dieser Politiker ist offensichtlich von seinem Amt überfordert: Fünf Stunden nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz begab sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am letzten Samstag mit seiner Lebensgefährtin, der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), zum Tennisspielen. Er habe „einfach mal den Kopf freikriegen“ müssen, entschuldigt er sich, weil er vorher so viel telefoniert habe.
Wen einige Stunden am Telefon schon derart belasten, sollte sich eine Aufgabe suchen, die ihn weniger fordert. Zuvor hatte Wegner schon erläutert, das er sich zum Telefonieren daheim „eingeschlossen habe“. Warum? Vor wem? Vor seiner Lebensgefährtin und Parteifreundin? Dass er seinen Tennisausflug verschwieg, zeugt von schlechtem Gewissen.
Politiker können und sollen in Krisen nicht die Arbeit ihrer Verwaltungen übernehmen, das Verstehen Fachleute und Beamte in der Regel besser, auch in Berlin. Sie müssen stattdessen ihre Autorität nutzen, um alle Kraft auf eine schnelle Bewältigung der Krise zu konzentrieren und die notwendigen politischen Entscheidungen so schnell wie möglich herbei führen.
Darum wird Helmut Schmidt zu Recht gerne als Beispiel genannt: nachts zurück gekehrt von einer Dienstreise aus Berlin wurde der Innensenator von seiner Behörde nicht über die Sturmflut informiert. Aber am Morgen übernahm er die Führung, setzte die Bundeswehr und andere NATO-Einheiten ein und ordnete weit reichende Evakuierungen an.
Genau das hat Kai Wegner versäumt: Die Großschadenslage wurde erst 24 Stunden später ausgerufen und der Antrag auf Amtshilfe durch die Bundeswehr sogar zweit Tage später gestellt, so dass die Bundeswehr erst am Montagabend zum Einsatz kam. In diesen Fragen hat Wegner versagt. Er ist seiner politischen Verantwortung nicht gerecht geworden.
Er habe „einfach mal den Kopf freikriegen“ müssen, entschuldigt er sich, weil er vorher so viel telefoniert habe.
Wen einige Stunden am Telefon schon derart belasten, sollte sich eine Aufgabe suchen, die ihn weniger fordert. Zuvor hatte Wegner schon erläutert, das er sich zum Telefonieren daheim „eingeschlossen habe“. Warum? Vor wem? Vor seiner Lebensgefährtin und Parteifreundin? Dass er seinen Tennisausflug verschwieg, zeugt von schlechtem Gewissen.
Politiker können und sollen in Krisen nicht die Arbeit ihrer Verwaltungen übernehmen, das Verstehen Fachleute und Beamte in der Regel besser, auch in Berlin. Sie müssen stattdessen ihre Autorität nutzen, um alle Kraft auf eine schnelle Bewältigung der Krise zu konzentrieren und die notwendigen politischen Entscheidungen so schnell wie möglich herbei führen.
Darum wird Helmut Schmidt zu Recht gerne als Beispiel genannt: nachts zurück gekehrt von einer Dienstreise aus Berlin wurde der Innensenator von seiner Behörde nicht über die Sturmflut informiert. Aber am Morgen übernahm er die Führung, setzte die Bundeswehr und andere NATO-Einheiten ein und ordnete weit reichende Evakuierungen an.
Genau das hat Kai Wegner versäumt: Die Großschadenslage wurde erst 24 Stunden später ausgerufen und der Antrag auf Amtshilfe durch die Bundeswehr sogar zweit Tage später gestellt, so dass die Bundeswehr erst am Montagabend zum Einsatz kam. In diesen Fragen hat Wegner versagt. Er ist seiner politischen Verantwortung nicht gerecht geworden.
