Sie bleiben hinter Glas, das ist ganz klar. Anfassen darf man sie nicht, das ist auch klar. Und: Man kommt ganz nah an sie heran, so dicht wie noch nie. Ohne dafür Eintritt zahlen zu müssen. Man kann sie, nein: man wird sie von A bis Z in der Stabi-Schatzkammer bewundern. Das ist auch klar; handelt es sich doch um Spitzenstücke der Bayerischen Staatsbibliothek in Münchens Ludwigstraße 16. Die ersten Termine der Nähe zu den drei aus ihrer gut 21.000 Exemplare starken Sammlung ausgewählten „StabiLieblingen“ stehen bereits detailliert fest: immer Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 19 Uhr. Im März sind es der 11. und 12., im April der 15. und 16. und im Mai der 20. und 21. Monatstag. Die Vorzeige-Zeit bleibt stets dieselbe. Alle weiteren Termine sind bereits bekannt – dazu Genaues am Ende dieser Zeilen!
Erst einmal muss gesagt werden, worum es geht: Um Spitzenstücke aus der reichen Inkunabel Sammlung der Stabi. Aber welche sind`s denn nun,die in dieser Form erstmals aus dem Tresor an die Öffentlichkeit geholt werden? An den März-Tagen ist es die Bibel des Johannes Gutenberg (1400 – 1468) von 1454/55, an den April-Tagen sind`s Philipp Apians Bairische Landtafeln von 1568 und an den Mai-Tagen ist es der Bußpsalmen-Codex Albrechts V. von 1565.
Das Chorbuch der „wohl schönsten Musikhandschrift der Welt … mit der Motette `Laudes Domini` von Orlando di Lasso“ ist in München entstanden. Es wird schon allein wegen Hans Mielichs großartigen Buchmalereien hochgeschätzt. „Aufwändig koloriert“ ist auch das Exemplar der Bairischen Landtafeln von Philipp Apian“, das in Ingolstadt gedruckt wurde. Die „weltberühmte 42-zeilige Bibel von Johannes Gutenberg … gilt als das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch der westlichen Welt“. Von dem Mainzer Druckwerk ist der Anfang der Genesis mit gemalter Bordüre aufgeschlagen.
Weitere Präsentationstage 2026 und 2027 der ausgesuchten illuminierten Inkunabel-Originale, an denen jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 17 Uhr Fachleute der Bayerischen Staatsbibliothek Hintergründe zum jeweiligen gezeigten Spitzenstück dem interessierten Publikum eröffnen, sind unter www.bsb-muenchen.de zu finden.
Die Bayerische Staatsbibliothek ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U3/6 und Bus 58/68/153/154), Haltestelle Universität, erreichbar.
