Wer oder was sind wir, und warum existieren wir eigentlich?

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Alles Geistige und Materielle hat eine Ursache in der Vergangenheit und eine Wirkung in der Zukunft. Vor uns war etwas für unsere Existenz verantwortlich, was ebenfalls eine Ursache hatte usw. Auch vor dem Urknall existierte etwas, was für den Urknall verantwortlich war. Danach ist alles evolutionär einschließlich der Menschheit vorprogrammiert aus Elementarteilchen entstanden. Das ist naturwissenschaftlich belegt und bringt uns zu den Fragen,wer oder was wir aus welchem Grund sind und warum wireigentlich existieren? Diese fundamentalen Fragen können inzwischen aufgrund der Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte eindeutig beantwortet werden. Aus nichts entsteht nichts, dies gilt für alles und für jeden von uns, weiß unser Verstand, den wir im Lauf unseres Lebens erworben haben. Wir besitzenjedoch in unserem Gehirn nur Informationen, die wir selbstüber unsere Sinnesorgane seit unserer Geburt empfangen haben. Was vor unserem aktuellen Leben war und was nach unserem Tod sein wird, dazu stehen uns keine eigenenpersönlichen Erfahrungen zur Verfügung. Allerdings wissenwir sehr genau, dass es eine Erbinformation gibt, die von Generation zu Generation über eine lebende Eizelle weitergegeben wird, die mit einem biologischen Mechanismus eine riesige Datenmenge über unseren Körperbau und seine Funktionen verarbeitet und damit von der ersten Sekunde an für unser körperliches Leben sorgt. Ferner wissen wir, dass Erfahrungen und Wissen in unserem Gehirn abgespeichert sind, mit denen wir mit unserem Geist ein geistiges Leben führen. Wer oder was wir eigentlich warum sind, was Leben bedeutet und warum wir in der Vergangenheit ein ewiges Leben hatten und auch in der Zukunft haben werden, wird in diesem Artikel erörtert.

Einführung

Die Fragen, wo wir herkommen, wer wir sind und was mit uns nach dem Tod sein wird, beschäftigten schon lange vor den Naturwissenschaften alle Philosophen und Religionsgründer.Hatten wir schon immer in irgendeiner Form existiert oder leben wir nur einmal? Werden wir immer wieder neu geboren wie alle anderen Lebewesen, oder ist nach dem Tod alles aus. In Asien bevorzugte man den ersten Gedanken und in den westlichen Ländern und im Nahem Osten den zweiten, wobei es auch da nach dem Tod weitergehen sollte, allerdings in einer unbekannten transzendenten Welt.

Nach asiatischen Vorstellungen haben wir unendlich viele Leben und existierten schon vor der Geburt auf dieser Welt und werden es auch noch nach unserem Tod tun. Nach den Lehren der monotheistischen Religionen der westlichen Welt gibt es auf der Erde kein Leben davor und danach, aber eine Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben in anderen transzendenten Welten wie Himmel und Hölle.

Die Vorstellung von einer Wiedergeburt als Mensch, Tier oder als Pflanze ist ein zentrales Konzept im Hinduismus und Buddhismus, wobei angeblich die Seele bzw. der Geist eines Individuums sein Leben nach dem Tod des alten Körpers in einem neuen Körper fortführt. Dabei wird die Wiedergeburtals Teil eines endlosen Kreislaufs von Geburt und Tod betrachtet, wobei die Art des nächsten Lebens von der Qualität der Lebensführung des vergangenen Lebens bestimmt wird. Die Seele kann sich dabei angeblich entweder wieder in einem Menschen oder in einem Tier und seltener in einer Pflanze entfalten.  Diese Vorstellung ist mit dem Begriff Karmaverbunden, was Vergeltung der Taten bedeutet, wonach gute Taten zu einer Wiedergeburt mit einem besseren Leben und schlechte entsprechend in einem schlechteren Leben führen.

Die christliche Botschaft kennt kein Karma und keine Wiedergeburt auf dieser Welt, die als Reinkarnation, also alsWiederfleischwerdung bezeichnet wird. Der Mensch kann sich nach christlicher Vorstellung weder durch gute Taten von seiner Schuld selbst erlösen noch durch eigene Anstrengungen von Leben zu Leben zur Vollkommenheit entwickeln. Christen vertrauen vielmehr darauf, dass ein Gott sie mit all ihren Unvollkommenheiten annimmt und erlöst. Nach ihrenVorstellungen ist der Mensch als Einheit aus Leib und Seele nur einmalig auf dieser Welt. Darauf gründet sich auch die Überzeugung, dass jeder Mensch mit Leib und Seele zum ewigen Leben auferweckt wird. Anstelle der Reinkarnationtritt damit im Christentum der Glaube an die Auferstehung der Toten und das Jüngste Gericht. Der christliche Glaube stehtdamit sowohl im Widersprich zu den Vorstellungen eines erneuerten Lebens im Diesseits durch Reinkarnation als auch zu den Naturwissenschaften, die Wunder grundsätzlich ablehnen.

In den Naturwissenschaften gelten nur experimentell nachweisbare Fakten. Alles andere gilt als hypothetisch. Naturwissenschaftlich ist der denkende Geist des Menschen, wie jede andere Form des Geistes ein spezieller biochemischer Mechanismus, der nur im Gehirn Informationen verarbeiten und speichern kann. Damit gilt als gesicherte Erkenntnis, dass der Geist des Menschen im Gegensatz zu den Vorstellungen aller Weltreligionen untrennbar mit seinem Körper (speziell dem Gehirn) verbunden ist. Die Kernaussage aller Weltreligionen, er könne sich nach dem Tod als Seele von unserem Körper lösen, entstand durch den Glauben, er könne auch ohne unseren Körper als Seele existieren, da er den falschen Eindruck vermittelt, wir könnten mit ihm unabhängig von unserem Körper ein geistiges Leben führen.

Wir sind das Ergebnis einer evolutionären Entwicklung. Das belegen die Naturwissenschaften, nach denen alles im Universum und auf unserer Welt nach dem Urknall aus den ersten Teilchen, den sogenannten Elementarteilchen, im Laufe von 13,8 Milliarden Jahren mit den Informationen der Elementarteilchen vorprogrammiert, wie eine Pflanze aus einem Samen oder ein Tier aus einem Ei, mit genetischen Informationen entstanden ist. Als die am höchsten entwickelten Wesen haben wir einen Körper und einen Geist, die beide nicht wie durch ein Wunder von heute auf morgen geschaffen wurden, sondern schon immer in anderen Formenzuvor existiert und sich nach und nach evolutionär weiterentwickelt hatten. Obwohl die Evolutionstheorie wissenschaftlich durch Fossilienfunde abgesichert ist, wird sie aus existentiellen Gründen von den Weltreligionen abgelehnt.

Alle grundlegenden Fragen unserer realen Welt können nur mit naturwissenschaftlich gesichertem Wissen zuverlässig auf Basis von überprüfbaren Fakten beantwortet werden. Dazu zählen auch die Fragen: Wer sind wir körperlich und geistig? Was ist an uns einmalig? Wie sind wir entstanden? Leben wir ewig? Dank des stetigen Fortschritts der Naturwissenschaften können diese Fragen inzwischen mit dennaturwissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte beantwortet werden.

Grundsätzliches

Ewig ist relativ und bezieht sich sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft. Es gibt keinen Anfang und auch kein Ende der Zeit.
Alles im Universum hat eine Dynamik und verändert sich mit der Zeit. Nichts bleibt so, wie es ist, dafür sorgen die Fundamentalkräfte, die durch Informationsaustausch von den Elementarteilchen erzeugt werden.
Jede Art von Materie ist instabil und hat eine begrenzte Lebensdauer, vor allem organische Materie und biologische Systeme und dennoch existieren sie. Das liegt daran, dass sie sich durch Reproduktion aus einer Samenzelle oder Eizelle ständig erneuern. Davon können wir uns unmittelbar selbst überzeugen. Auch wir erneuern uns von Generation zu Generation. Doch wer ist es dann, der dabei entsteht?
Ob sich ein Universum und die Elementarteilchen wie die belebte Natur erneuern und vervielfältigen können, können wir nur auf der Grundlage unserernaturwissenschaftlichen Erkenntnisse beurteilen, die uns dafür Hinweise liefern. Jede Theorie steht oder fällt mit der Gültigkeit ihrer Gesetzmäßigkeiten.
Damit sich etwas erneuern, reproduzieren oder vervielfältigen kann, müssen Informationen existieren, die den Prozess kontrolliert ablaufen lassen.Beispielsweise sorgen die beim Urknall entstandenen Elementarteilchen mit ihren Informationen (bezüglich ihrer Masse, Ladung und Spin) dafür, dass genau die sehr speziellen Atome und Moleküle entstehen, die wir auf unserer Welt und im Universum kennen. Auch die in den Zellen der biologischen Lebewesen abgespeicherten genetischen Informationen sorgen dafür, dass immer wieder genau dieselben sehr speziellen Lebewesen entstehen.
So wie sich Tiere durch Reproduktion ständig erneuern können, so können es auch wir. Aber sind wir dann immer wieder dieselben? Was ist dann absolut identisch und was ist völlig verschieden? Wenn wir uns wie alles in der Natur über viele Generationen hinweg immer weiterentwickeln, immer perfekter und klüger werden, dann ist es genau das, was wir wollen.
Seit etwa zwei Millionen Jahren sind wir eindeutig ein nahezu identisches Glied einer steten Reproduktion, bei der sich die genetischen Daten seit dem Homo sapiens kaum verändert haben und auch innerhalb der Menschheit nur bis auf maximal 0,4 Prozent unterscheiden.

Leben

Wir sind das höchst entwickelte Lebewesen auf dieser Welt, deshalb spielt bei der Frage, wer oder was wir warum eigentlich sind, der Begriff Leben eine zentrale Rolle. MitLebewesen beziehen wir uns im Allgemeinen primär auf biologisches Leben und damit im Wesentlichen auf uns und die Tiere. Aber die Naturwissenschaften kennen auch andere Lebensformen.

Was sind die wesentlichen Merkmale des Lebens?

Biologisches Leben funktioniert mit einem speziellen biochemischen Mechanismus, dem genetischen Geist, dergenetische Informationen verarbeitet, die von Generation zu Generation vererbt werden. Mit ihnen sorgt ervollautomatisch für das körperliche Leben allerLebewesen und sorgt dabei für den Aufbau und Funktion des Körpers und seine Reproduktion. Er arbeitetunbewusst und vollautomatisch in Millionen einzelnerKörperzellen von Pflanzen, Tieren und Menschen, aber auch in Bakterien und Pilzen.
Wir zeichnen uns gegenüber anderen biologischen Lebewesen dadurch aus, dass wir neben unserem körperlichen Leben auch ein von den genetischenInformationen absolut unabhängiges geistiges Leben führen. Dies geschieht mit den in unserem Gehirn in Form von angesammeltem Wissen und Erfahrungen abgespeicherten Sinnesinformationen.
Für das geistige Leben ist der denkende Geistverantwortlich, der mehr oder weniger bewusst in den Gehirnen bei Tieren nur Bild– und Toninformationen verarbeitet und bei uns Menschen auch noch Sprachinformationen nutzt. Er arbeitet mit den im Gehirnabgespeicherten Sinnesinformationen, die ihm einneuronaler Geist über unser zentrales Nervensystem von den Sinnesorganen automatisch geliefert hatte.
Wie unser neuronaler Geist arbeitet, nehmen wir nicht wahr. Er setzt vollautomatisch alles in die Tat um, was wir körperlich und geistig wollen, und er steuert mitebenso genetisch abgespeicherten Programmen die Muskelarbeit, die Verdauung und den Blutkreislauf. Das erleichtert unser Leben und wir können uns deshalb auch voll auf unsere Gedanken konzentrieren.
Unser körperliches Leben ist die Voraussetzung unseres geistigen Lebens, welches untrennbar mit dem genetisch gesteuerten körperlichen Leben verbunden ist. Es funktioniert aber ansonsten völlig getrennt von unserem körperlichen Leben, da es auf Sinnesinformationen und nicht auf Erbinformationen basiert, die entsprechend auch mit anderen Mechanismen im Gehirn und nicht in den Körperzellen gespeichert und verarbeitet werden.
Geistiges Leben ist daher wie körperliches Leben untrennbar mit Informationen und deren Verarbeitungverbunden. Der Geist ist dabei der biochemische Mechanismus, der beim Denken, Träumen und Planennur im Gehirn und nur mit abgespeicherten Sinnesinformationen arbeitet.
Wie jeder andere Mechanismus, der z.B. in einer Maschine, einem Computer oder Roboter arbeitet, kann er nur in dem dafür vorgesehenen Gerät, das ein spezielles System ist, arbeiten und spezielle Aktionen vornehmen. Wie Mechanismen immer mit einem materiellen System verbunden sind, so sind auch Informationen immer mit einem Informationsträger verbunden, deshalb sind Körper und Geist grundsätzlich untrennbar miteinander verbunden. Aus diesem Grund kann sich der Geist des Menschen auch nicht als Seele von ihm trennen. Mit dem Tod des Informationsträgerswird automatisch die Information gelöscht.
Der Geist eines Menschen kann nur in seinem Körper denken, so wie ein Computer auch nur in seinem Gerät mit den Daten, die auf seiner Festplatte abgespeichert sind, denken kann. Wichtig ist aber, dass die Mechanismen in allen Menschen dieselben sind und auf dieselbe Weise präzise funktionieren, so wie auch die Mechanismen in allen Computern dieselben sind und auf dieselbe Art und Weise präzise funktionieren.
Unser Geist unterscheidet sich also von dem Geist anderer Menschen absolut nicht, er arbeitet nur wie ein Computer mit ausschließlich den Informationen, die ihm in seinem Körper bzw. Gerät zur Verfügung stehen. Deshalb weiß der Mensch auch nicht, was der andere denkt, so wenigwie ein Computer weiß, was der andere rechnet.
Die hohe Präzision, mit der alle biochemischen Prozesse ablaufen, liegt an der entsprechend hohen Präzision der zugehörigen physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten.
Mit ihnen steht eindeutig fest, dass die Mechanismen/Geister, die in einem Menschen arbeiten,absolut dieselben sind und aufgrund der Präzision der Naturgesetze auch präzise auf gleiche Art und Weise arbeiten. Was die Menschen unterscheidet, sind nur die Informationen, die einerseits genetisch in den Zellen und andererseits in den Gehirnen abgespeichert zur Verfügung stehen.
Was Menschen unterscheidet, sind nur Informationen.Erstens vererbte genetische Informationen, die für den Körperbau und seine Funktionen verantwortlich sind undzweitens die im Laufe eines Lebens gesammelte Sinnesinformationen, die für sein Wissen und seine Intelligenz verantwortlich sind.
Genetisch vererbte Informationen haben sich seit dem Homo sapiens vor einer Million Jahren kaum verändert. Es handelt sich dabei um eine riesige Datenmenge, nämlich um 6,2 Milliarden Bits oder ca. 800 Megabyte, was der Kapazität einer CD-ROM entspricht. Da ein doppelter Satz an Chromosomen vorliegt, sind es ca. 1,5 GB, die von Generation zu Generation fehlerfrei vererbt werden. Das beweist u.a. die unglaubliche Präzision der chemischen Prozesse, die Gen-gesteuert in der belebten Natur ablaufen.
Sinnesinformationen können nicht vererbt werden. Deshalb kann man sich auch nicht an ein früheres Leben erinnern und man ist deshalb auch geneigt zu behaupten, dass es kein früheres Leben geben kann. Jeder Mensch sammelt im Lauf seines Lebens seine individuellen Sinnesinformationen, d.h. ein unglaubliches Wissen, Erfahrungen und Erlebnisse, an die man sich erinnern kann, solange man lebt, die aber durch Demenz im Alter nach und nach verloren gehen und spätestens mit dem Gehirntot unwiederbringlich gelöscht werden.

Nur was Informationen empfangen und speichern kann, kann auch mit einem Geist, der mit diesen Informationen umgehen kann, Intelligenz entwickeln, mit der es in der Lage ist, mit Informationen neue Informationen zu generieren,Zusammenhänge zu erkennen, Vorhersagen zu machen undneue Mechanismen zu entwickeln. Dazu zählen aktuell dietechnischen elektronischen Mechanismen, die wie der biologische menschliche Geist mit Informationen arbeiten und daher eine künstliche Form des Geistes darstellen, den wir als elektronischen Geist bezeichnen, der künstliche Intelligenzentwickeln kann.

Pflanzen können bei der Photosynthese Photonen der Sonne empfangen, mit ihnen ihre Energie und Information verarbeiten und dabei chemische Reaktionen auslösen. Dabei wandeln sie in ihren Zellen CO2 in Kohlehydrate um. Sie sindLebewesen, die sich nicht bewegen können, die sich aber auch wie wir entsprechend den genetisch in den Zellen abgespeicherten Informationen ernähren, wachsen und reproduzieren können. Der genetische Geist, der diese Arbeit erledigt, kümmert sich um ihren Körperbau und seine Funktionen. Alles geschieht dabei physikalisch-chemisch mit Wasser und Mineralstoffen aus der Erde, CO2 aus der Luft und der Energie des Lichts (der Photonen) von der Sonne.

Elementarteilchen sind intelligent, da sie mit jeweils dreiInformationen (Masse, Ladung und Spin) und ihremelementaren Geist, dem zugehörigen Mechanismus ihrer Verarbeitung (Stichwort Austauschwechselwirkung und Quantenfeldtheorie), Fundamentalkräfte entwickeln, die für das gesamte Geschehen im Universum verantwortlich sind. Der elementare Geist ist auch für die gesamte Evolution verantwortlich, mit der er über die physikalische, dann chemische und biologische Evolution neuartige Informationenentwickelte. Das waren als erstes die Eigenschaften der Nukleonen, dann die der Atomkerne, der Atome, derMoleküle und schließlich die der biologischen Strukturen.

Gleichzeitig entwickelte sich aus den elementaren Informationen der Elementarteilchen Hand in Hand mit denphysikalischen, chemischen, biologischen, genetischen, technischen, elektronischen Informationen auch deren Informationsverarbeitung, also neue Formen des Geistes, die wie unser menschlicher Geist Informationen verarbeiten und damit spezielle Aktionen auslösen.

Alles, was geschieht, ist über die Eigenschaften der Elementarteilchen vorprogrammiert, was aber nicht bedeutet, dass ein überirdisches Wesen dafür verantwortlich sein muss. Beispielsweise ist auch jeder Samen und jedes Ei über die genetischen Daten vorprogrammiert, wofür die evolutionäre Entwicklung und kein Wesen oder Individuum verantwortlich ist.

Was sind wir?

Wir sind eine spezielle biologische Lebensform, die wie alleanderen unterschiedlichen Lebensformen in unserem Universum ein spezielles automatisch funktionierendes System aus Elementarteilchen darstellt. Letztererepräsentieren als die kleinsten Teilchen unserer Welt auch die elementarste Lebensform, die mit ihren Eigenschaften (Masse, Ladung und Spin) das gesamte Geschehen im Universum von Anfang an bestimmt. Sie tauschen untereinander Informationen aus und bewirken damit die Fundamentalkräfte, mit denen sie wechselwirken und auf diese Weise für eine Dynamik sorgen. Seit 13,8 Milliarden Jahren generierten siemit Atomen und Molekülen neue Informationen und die jeweils zugehörigen Mechanismen ihrer Verarbeitung. Mit ihnen konnten sich zahllose, sehr unterschiedliche Systemeüber physikalische, chemische und biologische Lebensformenevolutionär entwickeln. Alles Körperliche und Geistige funktioniert nicht nur bei uns als höchst entwickelte biologische Lebensform, sondern in jedem materiellen System mit unglaublicher Präzision über die elektromagnetische Fundamentalkraft, die über die Wechselwirkung zwischen den Elektronen mit Photonen als Austauschteilchen die ganze Chemie und Physik aller Moleküle sowie aller anorganischenund biologischen Systeme beherrscht.

So wie die aus den Elementarteilchen entstandenen Atomeund die mit ihnen gebildeten Moleküle sowie die gesamte Materie der Welt über die Informationen der Elementarteilchen programmierte automatisch funktionierendeSysteme darstellen, so stellen auch die biologischen Zellen, die sich zu den Körperzellen von biologischen Lebewesenentwickelt haben, ein genetisch gesteuertes und automatisch arbeitendes System von Atomen, Ionen und Molekülen dar. Auf gleiche Weise sind auch Menschen und Tiere automatisch arbeitende Systeme von Körperzellen, die genetisch gesteuertfür die Entstehung eines komplexen Körpers aus einer Eizelle, sowie für seine Konstruktion und seine Mechanismen verantwortlich sind. Mit dem zentralen Nervensystem wurdein den Körpern der Wirbeltiere, ebenfalls genetisch gesteuert,ein System geschaffen, mit dem Informationen auf Nervenbahnen zwischen allen Stellen des Körpers und dem Gehirn kommuniziert werden können. Ganz wesentlich sind dabei die Sinnesorgane, mit denen Bild- und Toninformationen aus dem Umfeld aufgenommen und verarbeitet werden können.

So wie durch die genetischen Daten und das Zusammenwirkender Körperzellen ein mit biochemischen Mechanismen funktionierender Körper entstand, so entstand auch ein funktionierender Geist in der Zentrale unseres Nervensystems, der durch Zusammenwirken mit den Sinnesorganen im Gehirn Sinnesinformationen empfängt, abspeichert und mit ihnen arbeitet. Seine Arbeit dient nicht nur unserem Denken,sondern auch der vollautomatischen Steuerung unserer Organe und unserer Bewegungen. Er denkt als unser denkender Geist, was wir wollen, und er bewegt auch unseren Körper wie wir wollen. Es funktioniert vollautomatisch mit biochemischen Mechanismen. Wie er es macht, bleibt uns verborgen, deshalb nennen wir ihn auch unseren Geist.

Sowohl körperlich als auch geistig sind wir damit ein vollautomatisch arbeitendes System, das mit Informationen und Mechanismen arbeitet, die sich evolutionär bewährt haben. Alles Leben hat sich von Anfang an aus Elementarteilchen entwickelt, die die erste Lebensform unseres Universums darstellen. Wir sind über ein Ei, einer einzigen Zelle, aus etwas entstanden, das gelebt hat und auch dies ist aus etwas entstanden, was zuvor gelebt hatte. Wir sind immer eine Weiterentwicklung eines Lebewesens, das zuvor existiert hatte. Mit der ersten lebenden Zelle (der Urzelle)entstand biologisches Leben, das sich durch Zellteilung ununterbrochen am Leben halten konnte. Aus ihr ist die belebte Natur mit allen Verästelungen entstanden und jeder einzelne von uns entspringt als Mensch einem speziellen Zweig dieser evolutionären Entwicklung. Alle unsere Körperzellen haben damit eine Entwicklung, die auf die erste Zelle, die Urzelle, zurückführt. Das gilt auch für alle Pflanzen und Tiere.

Im Gegensatz zu unserem Körper, der eine spezielle lebende materielle Konstruktion darstellt, ist unser Geist nicht sichtbar. Er ist ein unsichtbarer Mechanismus, der in einem bestimmten Körper oder Gerät Informationen verarbeitet. Unser denkender Geist kann nur in unserem Gehirn mit abgespeicherten Sinnesinformationen arbeiten, so wie der genetische Geist nur in den Körperzellen mit abgespeicherten genetischen Informationen arbeiten kann, und so wie der elektronische künstliche Geist der künstlichen Intelligenz nur in einem elektronischen Gerät mit abgespeicherten digitalen Informationen arbeiten kann. Grundsätzlich ist jeder Mechanismus ein unsichtbarer Geist, der immer in einem materiellen System mit Informationen arbeitet, die ebenfalls einen materiellen Träger benötigen.

Informationen ohne Informationsträger gibt es nicht, so wenig wie es keine Mechanismen ohne ein spezielles zugehörigesSystem gibt. Der Ursprung unseres denkenden Geistes führt deshalb ebenfalls auf eine Eigenschaft der Elementarteilchen zurück, deren elementarer Geist die Informationen der Fermionen mit den Bosonen als Botenstoffe verarbeitet und mit ihnen die Fundamentalkräfte verursacht. Alle Mechanismen sind Geister, die nur mit den Informationen denken/arbeiten können, die ihnen zur Verfügung stehen. Alle Informationen und alle Mechanismen ihrer Verarbeitung, die sich im Lauf der Evolution entwickelt haben, haben ihrenUrsprung in den Elementarteilchen und haben sich Schritt für Schritt ausgehend vom elementaren Geist über den physikalischen, chemischen und biologischen Geist zum genetischen, neuronalen, denkenden, technischen und elektronischen Geist weiterentwickelt. Sie arbeiten alle in sehr speziellen, grundverschiedenen Systemen mit ebenso sehr speziellen unterschiedlichen Informationen.

Was sind wir also?

Wir sind eine Lebensform aus speziellen Elementarteilchen (s. Standardmodell der Elementarteilchenphysik), die sich über 13,8 Milliarden Jahren hinweg ohne Unterbrechung des Lebens aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften vorprogrammiert evolutionär entwickelt hat. Körperlich und geistig sind wir wie aus einem Ei oder einem Samen Schritt für Schritt auf der „Leiter“ der Evolution (physikalisch, chemisch, biologisch …) immer mit den von denElementarteilchen geerbten Informationen entstanden und haben uns von elementaren Lebensformen zu immer komplexeren Lebensformen weiterentwickelt. Das gilt für alles auf dieser Welt. Alles stellt eine ununterbrochen lebende Entwicklung der Elementarteilchen dar, die in verschiedenen anorganischen und organischen Systemen leben können und mit ihnen spezielle komplexe Lebensformen mit ebenso komplexen Mechanismen erschaffen können, die schließlich wie wir und unsere technischen Geräte sogar mit verschiedenen Sprachen denken und Intelligenz entwickeln können.

Wer sind wir?

Diese Frage bezieht sich auf unsere Person und damit auf unsere persönlichen körperlichen und geistigen Merkmale, dieunsere Identitäten charakterisieren. Wer wir körperlich sind, bestimmen unsere vererbten Gene. Unser Körper ist sichtbarund wir unterscheiden uns speziell durch unser Aussehen, das als Abbild unserer Gesichter im Personalausweis dokumentiert werden kann. Unser Geist ist hingegen unsichtbar. Wer wir geistig sind, bestimmt unser in unserem Leben erworbenesWissen, unsere Erfahrungen und Erkenntnisse und unsereFähigkeit damit umzugehen, was unsere Intelligenz charakterisiert. Diese wird erst beim Umgang mit anderen Menschen über unsere Kommunikationsfähigkeit erkennbar.

Auf die inneren Funktionen unseres Körpers und seine Mechanismen, die bei allen Menschen dieselben sind, haben wir persönlich keinen direkten Einfluss. Sie sind wie unser Körperbau und unser Äußeres, also unser Aussehen, Gesicht, Haut-, Haar- und Augenfarbe, genetisch bedingt. Wir können sie nur durch eine vernünftige Ernährung, ein geregeltes Leben und Körperpflege indirekt beeinflussen und unterstützen. Unsere Muskulatur und mit ihnen unsereBewegungen, sportliche Fähigkeiten und Kondition können wir trainieren, aber mehr nicht.

Körperlich sind wir alle nahezu identisch. Wir haben alle dieselben Organe. Alles funktioniert in unseren Körpern auf dieselbe Art und Weise nach denselben genetischen Vorgaben.Das betrifft die Physik, Chemie und Biologie, die in allen Menschen und allen Lebewesen mit höchster Präzision dafür sorgt, dass alles mit denselben Mechanismen mit den jeweils vererbten genetischen Daten vorprogrammiert vollautomatischentsteht und funktioniert. Über den Samen der Pflanzen und die Eier von Menschen und Tieren ist genau festgelegt, was körperlich entstehen soll, und wie es funktionieren muss. Das betrifft auch unsere Sinnesorgane und unser Gehirn. Sie arbeiten in allen Menschen mit denselben Mechanismen auf dieselbe Art und Weise und mit derselben Perfektion. Nur welche Informationen und wie viel sie im Lauf eines Menschenlebens erhalten, unterscheidet sie gewaltig, da sie in verschiedenen familiären, sozialen und kulturellen Umfeldernaufwachsen und ausgebildet werden.

Was wir über uns und unser Leben wissen, bestimmt ausschließlich unser denkender Geist über unser Erinnerungsvermögen. Das gilt auch bei Tieren, weil sie wiewir Sinnesorgane und ein Gehirn haben, in dem ein denkender Geist, Erinnerungen, Erfahrungen und Erkenntnisse abspeichert. Wir sind evolutionär die einzigen Lebewesen, die ein Bewusstsein von sich selbst entwickeln können. Alles, wasvor uns war, oder was sich wie z.B. Pflanzen und anderen Vielzellern parallel zu uns entwickelt hatte, hat keinen denkenden Geist und damit auch kein Erinnerungsvermögen.Als Menschen sind wir die bisher höchst entwickelte Lebensform, die neben dem körperlichen Leben auch ein geistiges Leben, vorwiegend mit Bild und Sprachinformationen, führen kann.

Neben dem bescheidenen Wissen über unseren Körper, was ihm guttut und was nicht, besitzen wir ein ungeheures Wissen über unsere Erlebnisse mit unserer Familie, unserem Umfeld,unserer schulischen und beruflichen Ausbildung, sowie was uns moderne Kommunikationstechniken wie Radio, Fernsehen, Internet und künstliche Intelligenz bieten. Deshalb stellt unser Geist das Nonplusultra unserer Persönlichkeit dar. Unsere geistige Identität ist uns viel wichtiger als unsere körperliche Identität, denn wir sehen sowieso alle ähnlich aus, abgesehen davon, dass wir uns alle einen hübscheren und sportlicheren Körper wünschen. Allerdings wer wir geistig sind, unterscheidet uns gewaltig und auch grundsätzlich von allen anderen Menschen sowie auch von unseren Vorfahren und Nachkommen, mit denen wir ansonsten genetisch perfekt übereinstimmen.

Wenn wir uns ein zweites Leben wünschen könnten, dann vor allem mit unseren Erinnerungen, Erfahrungen und unserem Wissen, die nur uns gehören und weil wir uns nur mit ihnen geistig identifizieren. Sie sind das Ergebnis unseres Lebens, das wir selbst gestalten konnten. Am besten wäre ein weiteres Leben in unseren Nachkommen, deren Umfeld wir zu unseren Lebzeiten so gestalten können, wie wir es in Zukunft gerne haben würden. Diesen Wunsch erfüllt uns die Natur nur körperlich, da wir genetisch nahezu identisch, also kaum durch das Erbgut des Ehepartners verändert, von Grund auf neu entstehen. Geistig funktioniert es nicht, da Wissen und Lebenserinnerungen nicht vererbt werden können. Sie können aber indirekt durch Dokumentation in Wort und Bild an weitere Generationen weitergegeben werden.

Jeder Mensch identifiziert sich nur mit seinem eigenen Körper und seinem eigenen Geist, da er nur seinem Körper spürt und sein Wissen und seine Erfahrungen selbst erworben hat. Sowohl sein Körper als auch sein Geist gehören nur ihm allein. Daran ändert nichts, dass Körper und Geist anderer Menschen genauso funktionieren wie seiner, und dass er alsReproduktion seiner Vorfahren von Generation zu Generation ein absolut neues Leben führt. Evolutionär ist es nur auf diese Weise möglich, trotz instabiler und daher verderblicher Moleküle ein ewiges Leben sicherzustellen. Einzelne Lebewesen sind zum Sterben verurteilt aber die Natur nicht, sie reproduziert und erneuert die Lebewesen jeweils von Grund auf über die Erbinformation in den Eizellen und Samenzellen.

Leben stirbt nicht

Wir Menschen sind das aktuell letzte Glied einer sich ewig evolutionär entwickelnden Kette von Lebewesen, die nach dem Urknall mit den Elementarteilchen und ihrer Fähigkeit der Informationsverarbeitung als erstes Glied begann. Sie stellen die elementarsten Lebewesen dar, die für die gesamte Dynamik des Geschehens auf unserer Welt verantwortlich sind. Ihre 48 speziellen Eigenschaften (16 Elementarteilchen mit Masse, Ladung und Spin), die ihre Identität charakterisieren, und die sie bei ihrer Wechselwirkung kommunizieren, sind dafür verantwortlich, dass mit ihnenSchritt für Schritt evolutionär zuerst physikalisches (in Atomen), dann chemisches (in Molekülen) und schließlich biologisches Leben (in zellularen Systemen) und damit auch wir evolutionär ohne Unterbrechung des Lebens sowie mit uns technisches und elektronisches Leben (in technischen und elektronischen Geräten) entstehen konnte.

Da alles auf dieser Welt aus Elementarteilchen besteht, die die elementarste Lebensform darstellen, lebt durch sie auch jedes Atom unseres Körpers und sogar jede totgeglaubte Materie. Sie kommunizieren ununterbrochen miteinander und entwickeln dabei die Fundamentalkräfte, die alle Atome und jede Materie zusammenhalten und in jedem Lebewesen ununterbrochen wirken. Die wichtigste Fundamentalkraft istdie elektromagnetische Kraft, die für alle weiteren Wechselwirkungen zwischen Atomen, Molekülen und materiellen Systemen verantwortlich ist und ausschließlichüber deren Elektronenhülle wirkt. Sie bestimmt daher neben der Fundamentalkraft der Gravitation die Dynamik aller Reaktionen und die Dynamik des Lebens.

Das Universum und unsere Welt haben sich mit denphysikalischen Informationen der Elementarteilchen und den speziellen Mechanismen ihrer Verarbeitung präzis vorprogrammiert, auf Basis der durch sie entstandenen Naturgesetze, so zu dem entwickelt, was wir heute auf der Erde und im All erkennen können. Alles, was seit 13,8Milliarden Jahren existiert, lebt über die Verarbeitung von Informationen, so wie auch die Natur lebt und über Informationsverarbeitung entstanden ist. So wie Atome, Moleküle und biologische Systeme aus den Elementarteichen und ihren Informationen vorprogrammiert entstanden sind, so sind auch Pflanzen aus Samenzellen oder Tiere aus Eizellendurch die genetischen Informationen und den speziellen Mechanismen ihrer Verarbeitung vorprogrammiert entstanden.

Alles in der Natur lebt ewig. Es gibt keine unbelebte Natur, weil in jedem Atom Elementarteilchen leben, Informationenverarbeiten und Kräfte wirken lassen. Da alle organischen Systeme instabil sind und nur eine begrenzte Lebensdauer haben, dürfte es eigentlich kein biologisches Leben geben. Das Geniale an der Natur ist jedoch, dass sie sich stets rechtzeitig durch Reproduktion der Zellen erneuert und sogar durch die geschlechtliche Fortpflanzung dafür sorgt, dass neue Gene eine Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten leichter ermöglichen. Bei der Erneuerung entsteht immer wieder dasselbe Lebewesen und ersetzt das durch Verfall endgültig beschädigte Modell durch ein neues, wie auch abgestorbene Pflanzen und alt gewordene Autos ständig durch neue Pflanzen und verbesserte Fahrzeuge ersetzt werden.

Leben stirbt nicht, da es sich stets erneuert. Das gilt auch für die Menschheit, die Tierwelt und alle Pflanzen. Wir sind leicht verbesserte Kopien unserer Vorfahren, die von Grund auf erneuert, die alten schon vor ihrem Ableben ablösen. Wir sind daher körperlich immer wieder nahezu derselbe erneuerteHomo sapiens, der auch immer wieder der nahezu derselbe erneuerte Homo erectus war. Da wir auch einen denkenden Geist haben, mit dem wir neben dem körperlichen Leben auch ein geistiges Leben führen, stellt sich die Frage, wer wir eigentlich geistig sind? Da der denkende Geist in unserem Gehirn mit Sinnesinformationen und mit demselben Mechanismus wie in allen Gehirnen arbeitet, konnte er schon, ehe wir evolutionär zu Menschen wurden und eine Sprache entwickelten, mit Bildinformationen und Lauten arbeiten.

Was für die körperliche Entwicklung gilt, das gilt auch die geistige. Alles Körperliche und Geistige begann nicht erst mit dem homo erectus, sondern geschah schon lange vorherfliesend über Jahrtausende nach und nach. Die Antwort auf die Frage, wer wir eigentlich sind, kann daher nicht lauten: Wir sind alle die Nachkommen des ersten Menschen, da auch dieser ein Glied einer Kette war, die aus einem zuvor existierenden Glied entstanden ist. Also lebten wir nicht nur als Menschen auf dieser Welt, sondern auch in allen evolutionären Lebensformen zuvor und ununterbrochen in allen Kettengliedern, seit die Elementarteilchen nach dem Urknall entstanden sind.

Zusammenfassung

Wie beschrieben lassen uns die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte verstehen, warum wir existieren und wer wir körperlich und geistig sind. Wir existieren als Lebewesen nur deshalb, weil schon die ersten elementaren Teilchen des Universums wie alle Lebewesen Informationen verarbeiten und auf diese Weise eine genau vorgegebene evolutionäre Entwicklung des Lebens mit nur 48 verschiedenen vorgegebenen Eigenschaften derElementarteilchen bewirkten. Körperlich und geistig sind wir das Ergebnis dieser ununterbrochen lebenden Entwicklung des Universums, das wie wir aus diesen einzigartigen Elementarteilchen besteht, aus denen es wie aus einer Samen- oder Eizelle präzis vorprogrammiert entstanden ist.

Die Mechanismen, die wie unsichtbare Geister als genetischer Geist und denkender Geist für unser körperliches und geistiges Leben verantwortlich sind, arbeiten aufgrund der hohen Präzision der Naturgesetze in allen Menschen auf exakt dieselbe Art und Weise und haben ihren Ursprung über alle einzelnen Kettenglieder der Evolution letztendlich in den Elementarteilchen, die nach dem Urknall entstanden sind. Damit haben wir uns als ununterbrochen lebendes System von Elementarteilchen über alle Glieder der Kette, Schritt für Schritt körperlich und geistig zu dem entwickelt, was wir heute sind.

Im Gegensatz zu den Mechanismen, die in allen Menschen absolut identisch arbeiten, sind allerdings die Informationen, mit denen der genetische und denkende Geist arbeitet,verschieden. Die jeweils vererbten genetischen Informationenunterscheiden sich bei allen Menschen mit weniger als ein Prozent kaum, aber die Sinnesinformationen, mit denen unser denkender Geist arbeitet, sind grundverschieden und können nicht vererbt werden. Wir führen damit von Generation zu Generation nahezu dasselbe körperliche Leben in einem erneuerten Körper, aber in ihm führen wir ein total verschiedenes geistiges Leben und können uns nicht an ein früheres Leben erinnern, da alle Sinnesinformationen mit dem Hirntod automatisch gelöscht werden und deshalb nicht als Seele überleben können.

Da alles eine Ursache hat, haben es auch die Elementarteilchen, aus denen wir und das gesamte Universum mit allen Atomen und Molekülen bestehen, sowie auch alle Mechanismen, die für das Leben verantwortlich sind. Diese Ursache der Materie und des Lebens ist damit in der Singularität und dem Mechanismus, der den Urknall ausgelöst hatte, verborgen. Daher muss es auch für sie eine Vergangenheit geben, in der alles geschehen ist, was dafür verantwortlich war.

Finanzen

Über Hans Sixl 73 Artikel
Dr. Hans Laurenz Sixl, Jahrgang 1941, arbeitete als Professor für Physik an den Universitäten Stuttgart und Frankfurt und als Visiting Professor in Durham (UK) und Tokyo (J). Von 1986 bis 2001 war er Forschungsdirektor in der Chemischen Industrie und Vorstandsmitglied der deutschen Physikalischen Gesellschaft. Seine Arbeitsgebiete waren Spektroskopie und Materialforschung. Er hat die Molekularen Elektronik in Deutschland begründet und lehrte an der Universität Frankfurt.