Rainer Wendt auf Facebook: „Die Grünen wollen uns jetzt zeigen, was echte Männer sind“

Grünen-Manifest für Männer: Jetzt wollen sie uns sogar das Mannsein erklären!

Bündnis 90 / Die Grünen, Quelle: ChatGPT

Gym, Grill, Bier und Beschützerrolle: Die Grünen entdecken plötzlich den „modernen Mann“. Doch der braucht weder politische Erlaubnis noch ein Manifest für sein Leben.

„Die Kampagne vor wenigen Wochen, von grünen Politikern fleißig betrieben, die uns einreden sollte, dass heterogene Beziehungen von vornherein für Frauen lebensgefährlich seien und Männern ein kollektives Schuld- und ein Schamgefühl einreden sollte, ist bekanntlich gescheitert. Mitgemacht haben ohnehin nur die, die vermutlich schon morgens vor dem Spiegel um Verzeihung dafür bitten, als Träger männlicher Geschlechtsorgane auf die Welt gekommen zu sein.

Die „richtigen Männer“, die die Grünen jetzt als neues Wunschklientel erblickt haben, haben achselzuckend ein Steak auf den Grill gelegt und ein Bier aufgemacht.
Es gibt ja Leute, die mich dem „toxischen Teil“ der Männerwelt zuordnen und mich für einen unverbesserlichen Macho halten. Dabei habe ich dem Playboy nie ein Interview gegeben (was Felix Banaczak für einen Ausdruck „moderner Männlichkeit“ hält), wohl aber diversen Frauenzeitschriften, etwa wenn es um Schutz von Mädchen und Frauen vor Übergriffen ging (wäre mal ein gutes Thema für Herrn B.)
Unverbesserlicher Macho? Die klugen Frauen (beispielsweise im Deutschen Beamtenbund) wissen es besser. Andererseits fühle ich mich natürlich dieser Latte-Macchiato-Fraktion mit Lastenrad, zusammengebundener Langhaarfrisur und dauernder Weltrettungsmission im Gesicht auch nicht zugehörig. Und obwohl ich als Duisburger eher dem Arbeitermilieu entstamme, wie der Hofreiter Anton, habe ich noch nie geboxt und der Zusammenhang erschließt sich mir auch nicht. Dafür bin ich mit dem Chef des Berliner Boxverbands, der ehemalige Innensenator Frank Henkel, recht gut befreundet und der ist auch kein Macho. Ist also alles nicht so einfach.
Ich denke, die Grünen machen denselben Fehler einfach immer wieder, indem sie sich nämlich in einem wiederholten Anfall von autoritärer Selbstüberschätzung eine gestalterische Rolle anmaßen, die ihnen gar nicht zusteht. So heißt es in ihrem „Manifest“ ziemlich konkret, was sie dem modernen Mann gnädigerweise zustehen: „Du willst jeden Tag ins Gym gehen und achtest auf deine Ernährung? Hervorragend, dass du daran Spaß hast und gesund lebst. Mach das. Du willst für deine Familie sorgen können? Großartig. Das ist eine Form von Fürsorge, die Respekt verdient. Du willst beschützen können? Ja, bitte. Die Welt braucht Menschen, die sich schützend vor andere stellen.“
Sie werden es wohl nie begreifen, diese Grünen: Ob ich als Mann weine, lache, grille und tote Tiere esse, Bier trinke oder tanzen gehe, ob ich Eure Frauen an der Parteispitze mag oder die mir auf den Geist gehen, das alles geht Euch schlicht einen feuchten Kehricht an. Kümmert Euch um Eure Politik und die Entscheidungen, die notwendig sind, respektiert endlich die Menschen, wie sie sind, dann habt Ihr genug zu tun.
Die Lebenswirklichkeit richtet sich ohnehin nicht nach den skurrilen Regeln Eurer Funktionäre, die offensichtlich zu viel Zeit haben, um „Manifeste“ zu schreiben. Ab in den Papierkorb damit, das Zusammenleben von Männern und Frauen ist viel schöner, als von solchen Funktionären verwurstet zu werden. Ich bin ziemlich sicher, dass meine Frau und meine Töchter das ähnlich sehen.“
Quelle: Facbook
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