Rezession und Corona hinterlassen Spuren – trotzdem hohe Ausbildungsbereitschaft in der M+E Industrie in Bayern

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Rezession und Corona hinterlassen Spuren auf dem Ausbildungsmarkt – trotzdem hohe Ausbildungsbereitschaft in der Metall- und Elektroindustrie in Bayern

·        Rückgang der abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2020 um 7,9 Prozent
·        Rückgang der Bewerber insgesamt fast gleich laufend (-7,2 Prozent)
·        Mangel an qualifizierten Bewerbern wirkt sich stärker aus als Corona
·        87 Prozent der M+E Firmen übernehmen ihre Auszubildenden nach der Lehre
·        Ausblick: 2021 konstantes Niveau der Ausbildungszahlen erwartet

(München, 29.06.2020). Mit rund 14.700 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erwartet die bayerische Metall- und Elektroindustrie für 2020 einen Rückgang der Ausbildungszahlen um 7,9 Prozent. Die Entwicklung spiegelt die schwierige konjunkturelle Situation in der Metall- und Elektroindustrie wider. Hinzu kommen Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist trotz der Rezession hoch“, kommentierte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen und fügte hinzu: „Die Betriebe nehmen ihre Verantwortung sehr ernst, setzen auf Nachwuchssicherung und bieten den jungen Menschen gute Perspektiven. Jugendliche finden in der Metall- und Elektroindustrie verlässliche Arbeitgeber. Die Stimmung ist vorsichtig optimistisch: Für 2021 wird kein weiterer Rückgang, sondern ein konstantes Niveau der Ausbildungszahlen erwartet.“

Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz im Freistaat sind auch branchenübergreifend trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor gut. Aktuell stehen jedem Bewerber fast 1,5 offene Stellen zur Verfügung.

Die Umfrage zeigt, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie noch höher sein könnte. Ungünstig wirkt sich vor allem der qualifikatorische Miss-Match aus: So sahen 55,6 Prozent der Unternehmen den Mangel an geeigneten Bewerbern als Ursache für weniger Ausbildungsverträge. 43,9 Prozent gaben an, dass sich zu wenige Bewerber gemeldet hatten. Die wirtschaftliche Lage war für 32,2 Prozent, die Auswirkungen der Corona-Krise für knapp 22 Prozent ein Grund. Kurzarbeit kommt im Ausbildungsbereich nur sehr selten zum Einsatz: Lediglich bei gut zwei Prozent der M+E Unternehmen sind Auszubildende in Kurzarbeit. 87 Prozent der Unternehmen werden 2020 ihre Auszubildenden nach der Lehre übernehmen.

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