Warum die junge Generation keine Angst vor der Zukunft haben soll

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Wir schreiben das Jahr 2020. Ein Jahr, wie kein anderes. Ein Jahr in dem die Gesellschaft vor große Hürden gestellt wird, ein Jahr, dass den Menschen Einschränkungen aufbürdet, ein Jahr, dass die Wirtschaft niederschmettert. Doch all das ist Nichts, denn eigentlich steht uns eine viel größere Krise bevor. Eine Krise der ahnungslosen mit augenverbunden heranwachsenden Generation. Als junger Mensch mit Überzeugungen hat man es heutzutage nicht einfach. Man hat es schwer, wenn man hinterfragt, was andere mehrheitlich sagen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich als junger Mensch vor der Zukunft Angst haben könnte. Aber wenn man sich viele Menschen der jungen Generation anguckt, dann merkt man schnell, dass wir vor einem riesigen Abgrund stehen. Ein Abgrund der uns um Jahrzehnte zurückwerfen könnte. Wenn man in den Medien liest  oder Nachrichten im Fernsehen schaut, dann hört man zwar immer wieder das Wort Meinungsfreiheit. Doch wissen diejenigen die darüber reden überhaupt was das ist?

Mit Meinungsfreiheit scheint das gemeint zu sein, was die Politiker vorgeben und die Öffentlich- Rechtlichen vermelden. All das, was dort berichtet wird, wird offenbar von den meisten Menschen der jungen Generation als ungeschriebenes Gesetz angesehen. Es wird stehen gelassen und es wird so gehandelt, wie es der Mainstream von einem erwartet. Denn wer gegen den Mainstream, den Strudel der stummen Fische schwimmt, der wird schnell merken, dass dieser Weg anstrengend und keineswegs der Weg ist, den man sich wünschen sollte. Doch nur wer seine Überzeugungen reflektiert wiedergibt, sich Diskussionen stellt, Argumenten zuhört, nur derjenige wird lernen, reifen und wachsen. Diskussionen sind unbequem, manchmal auch ermüdend, doch am Ende einer jeden Diskussion hat man Erkenntnisse hinzugewonnen und weiß, dass eigentlich niemand und keine Überzeugung ohne Argumente überlebt. In der heutigen Generation der jungen Erwachsenen hat man den Eindruck, dass die meisten, sich weder mit der Geschichte, noch der Politik auseinandersetzen, geschweige denn mit Fakten.

Wen man seinen Blick umherschweifend lässt, dann sieht man junge Menschen, die das machen, was gerade hip ist, das machen, was die Mehrheit macht und das machen, was einfach ist. Man hat das Gefühl und es macht den Anschein, dass diese Meinungen unbeirrbar richtig sind bzw. sein müssen. Wenn man mit diesen Menschen diskutieren möchte, dann merkt man meistens schon nach den ersten fünf Minuten, dass es keinen Sinn macht, weil sie dem Gegenüber voreingenommen mit verschränkten Armen gegenüberstehen und nichts anders tun, als bockig zu sein, wie ein Kind in der Trotzphase.

Diskursfähigkeit ist der einzige Weg Vielfalt zu leben. Wenn man sich überlegt, dass diese junge Generation unser Land eines Tages regieren wird, auf Richterstühlen sitzt, über unsere Wirtschaft und unsere Bildungssysteme entscheiden wird, dann kann man nur noch gute Nacht Deutschland sagen. Die stummen Fische, die im Schwarm mitschwingen, werden trotz dessen, dass sie im Schwarm schwimmen, eines Tages auch vom Hai gefressen werden. Sich im Mainstream zu verstecken ist vielleicht erstmal einfach, doch eines Tages muss man für sich alleine stehen können und man muss dann mit seinen eigenen Argumenten das Gegenüber überzeugen. Also sollte man nicht die vorgefertigten Meinungen ohne sie zu reflektieren und einmal darüber nachgedacht zu haben, wiedergeben.

Was ich mir als junger Mensch wünsche? Dialog. Dialog. Dialog. Und dazu gehört die Fähigkeit zur Fairness, der Mut zum Widerspruch und zum Aushalten des Widerspruches. Wenn die Jugend nicht grundlegend etwas an ihrer Diskursfähigkeit ändert und arbeitet, dann werden wir eines Tages weder Freiheit noch gelebte Vielfalt mehr in Deutschland haben.

Seid mutig, schwimmt alleine und werdet zu großen Fischen, die die anderen Fische überholen. Befreit Euch vom Mainstream, gebt euren eigenen Argumenten Platz, diskutiert, debattiert, steckt ein und teilt aus. Das macht euch zu Menschen von wahrer Große und zu Menschen der modernen Zeit. Wir sind die Zukunft und wenn wir es nicht sind, wer ist es dann?

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