Wer im Bundestag fehlt: Weidel, Knodel – und Die Linke mit den meisten Ausfällen

Abwesenheiten bei Bundestagsabstimmungen, KI generiert

Neue Auswertungen legen offen, dass zahlreiche Abgeordnete bei namentlichen Abstimmungen im Bundestag nicht anwesend sind. Hinter solchen Fehlzeiten stehen häufig legitime Gründe, etwa Erkrankungen oder Schutzfristen rund um die Geburt eines Kindes. Einige Fälle ragen gleichwohl deutlich heraus.

So blieb die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel an 17 Sitzungstagen fern und wirkte bei 15 namentlichen Abstimmungen nicht mit. Öffentliche Angaben zu konkreten Ursachen wurden dazu nicht im Einzelnen gemacht.

Auffällig ist auch der fraktionslose frühere AfD-Abgeordnete Sieghard Knodel. Für ihn sind 44 entschuldigte Fehltage vermerkt; an lediglich fünf von 46 namentlichen Abstimmungen nahm er teil. Dem SWR sagte er, er leide an einem Burn-out. Zugleich erklärte er, seine langjährige Steuerleistung betrachte er in diesem Zusammenhang als eine Art Gegengewicht.

Auch im Vergleich der Fraktionen zeigen sich Unterschiede. Den höchsten Anteil versäumter namentlicher Abstimmungen weist Die Linke mit 19,5 Prozent auf.

Gerade namentliche Abstimmungen besitzen besonderes Gewicht, weil sie das Verhalten jedes einzelnen Abgeordneten sichtbar machen. Sie dokumentieren nicht nur das konkrete Votum, sondern auch die Abwesenheit – und schaffen damit ein hohes Maß an Nachvollziehbarkeit über das parlamentarische Handeln.

Die zugrunde liegenden Daten erfassen 69 Sitzungstage zwischen dem 25. März 2025 und Ende März 2026.