Wie weiter in Afghanistan? – Der runde Tisch der Bundeswehr

Kaum ist der Chef der Agentur für Arbeit, Herr Dr. Weise, Vorsitzender des Strukturausschusses der Bundeswehr geworden, da kommt der Vorschlag aus einer gewissen Ecke, dass die Bundeswehr einen „Runden Tisch“ bilden sollte um ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu verbessern.
Mir scheint, dass hier irgendwelche Strategen gewisse Zusammenhänge durcheinander bringen. Die Bundeswehr verfügt über die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung. Es fehlt allerdings an Akzeptanz der Entscheidung der Bundesregierung und des Parlaments in Afghanistan Deutschland verteidigen zu dürfen.
Die Bundeswehr hat die Weisungen der Regierung und des Parlaments zu befolgen und nicht diese der Bevölkerung „schmackhaft“ zu machen und deren Zustimmung zu erwirken. Das unanständige Anerbieten merkwürdige politische Entscheidungen durch die Bundeswehr erläutern zu lassen indem man einen „Runden Tisch“ installiert, grenzt an eine Groteske.
In Kreisen der Bundeswehr wird kaum verstanden, warum Deutschland am Hindukush verteidigt werden muss. Es ist vielmehr klar, dass diese Art der Darstellung etwas mit dem Grundgesetz zu tun haben muss, da es der Auftrag der Bundeswehr inur sein kann, die Bundesrepublik Deutschland zu verteidigen.
Übrigens darf ich daran erinnern, dass deutsche Soldaten an der Wolga auch Deutschland verteidigt haben.
Es wird offensichtlich von den Soldaten nicht verstanden, als lebende Zielscheiben durch Kundus zu laufen um ihre Präsenz zu beweisen. Im übrigen hat man es mit dem potenziellen Gegner mit Kämpfern zu tun, wo es eine Tradition darstellt, sein Leben im Kampf für Allah zu opfern. Einen derartigen Gegner kann man nur dann besiegen, wenn dieser in der eigenen Bevölkerung keinen Rückhalt mehr hat oder diese nicht mehr in der Lage ist, diesen Rückhalt zu gewähren. Deshalb ist zu befürchten, dass der Afghanistaneinsatz in einem Desaster endet.
Die Solidarität zu den Soldaten erfordert es, dass man seitens der Regierung und des Parlaments sich nicht mehr hinter juristischen Formulierungen und gewissen merkwürdigen Phrasen verschanzt. Im übrigen soll es sich um die Regierungsform in der BRD um eine Demokratie handeln. Ich bin gespannt, mit welchen seltsamen Argumenten uns die Vinkeladvokaten künftig beglücken werden.

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Über Westphal Rainer 94 Artikel
Rainer Westphal, geboren 1944, ist seit 2 Jahren freiberuflich auf dem Sektor „Betriebswirtschaftliche Beratung und Betreuung“ mit dem Schwerpunkt Controlling tätig. Nach Abschluss der Mittleren Reife studierte er nebenberuflich Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Arbeitsrecht. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Geld- und Devisenhandel verfügt er über entsprechende interne Branchenkenntnisse.

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