Kunst-Boom in München! Fast eine Million Besucher strömen in die Pinakotheken

Alte Pinakothek, Obere Galerie, Saal VIII mit Besuchenden, Foto: Severin Schweiger

DIE HÄUSER DER BAYERISCHEN STAATSGEMÄLDESAMMLUNGEN KÖNNEN MIT RUND 1 MILLION BESUCHEN AUF EIN ERFOLGREICHES JAHR 2025 ZURÜCKBLICKEN

Insgesamt besuchten rund eine Million Gäste die Pinakotheken und das Museum Brandhorst im Kunstareal. Unter dem Dach der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vereinen sich die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek (geschlossen bis 2030), die Pinakothek der Moderne (hier die Sammlung Moderne Kunst), das Museum Brandhorst, die Sammlung Schack, das Olaf Gulbransson Museum Tegernsee und 11 Staatsgalerien. Die Sammlung Schack in der Prinzregentenstraße verzeichnete 13.500 Besuchende.

Die Häuser der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen freuen sich über das hohe Besuchs­aufkommen und das darin zum Ausdruck kommende Interesse verschiedener Zielgruppen, bei denen das vielfältige Angebot großen Anklang findet.

Allen voran kann die Alte Pinakothek mit 498.000 Besuchenden eine Rekordzahl vermelden, die auch vor der Pandemie schon länger nicht mehr erreicht worden ist. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 konnte ein Plus von 98.000 Gästen verzeichnet werden. Bemerkenswert ist die besonders große Resonanz der weltberühmten Sammlung an sich: mit dem einzigen Leonardo da Vinci in Deutschland, einer der größten Rubenssammlung weltweit, den beliebten Murillo-Kinderbildern, natürlich dem ikonischen Selbstporträt von Dürer. Sehr erfolgreich läuft derzeit die Ausstellung „Wie Bilder erzählen – Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens“ In den vergangenen 7 Monaten sahen 99.312 Besuchende diese Ausstellung, die aus dem eigenen Bestand heraus entwickelt wurde und daher auch unter Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten etwas Besonderes ist. Gerade am Wochenende nutzen Familien mit Kindern das breit angelegte begleitende Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm.

Der digitale Tourguide „Unframed“ www.app.pinakothek.de verzeichnet mit 166.911 eine stark gestiegene Zahl der besuchenden User im Jahr 2025, der Zuwachs entspricht 77,5 %. Somit konnte wieder mehr Sichtbarkeit dieses digitalen Angebots erzielt werden.

Die Hauptwerke der Neuen Pinakothek, die in der Ausstellung „Von Turner bis van Gogh“ in der Alten Pinakothek im Ostflügel zu sehen sind, ziehen ebenso zahlreiche Kunstliebhaber aus aller Welt an.

Das Museum Brandhorst verzeichnete 2025 mit 158.995 Besucher:innen die zweithöchste Besuchszahl seit der Corona Pandemie. Die Pinakothek der Moderne weist mit 307.500 Besuchenden ein stabiles Publikumsinteresse auf.

Der 1 Euro-Eintritt am Sonntag ergänzt die Attraktivität der Museen nachhaltig.

Für die kommenden Monate planen die Museen der Staatsgemäldesammlungen weitere Höhepunkte: Die komplette Neueinrichtung des Obergeschosses der Pinakothek der Moderne. Die erste neue Ausstellung „Between & Beyond“ wird dort in der Sammlung Moderne Kunst am 02. Juli eröffnet.

Unter dem Titel „Liaisons françaises“ wird zum Ende des Jahres (Eröffnung 25. November) in der Alten Pinakothek eine aus dem reichen Bestand erarbeitete Sonderausstellung gezeigt – mit Werken von Claude Lorrain bis François Boucher.

Historische Gegebenheiten, dynastische Verbindungen und politische Allianzen, aber auch Moden und Geschmack, die den Sammlungsbereich der französischen Malerei geprägt haben, werfen einen ganz besonderen Blick auf die Geschichte der bayerisch-französischen Beziehungen.

„Im Jahr 2025 galt es auf aktuelle und vielfältige Herausforderungen zu reagieren. Die Besucherzahlen und damit die anhaltende, auch internationale Attraktivität sind eine großartige Bestätigung für unsere Ausstellungen und Programme. Das besondere Engagement aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat sich gelohnt.“ sagt der Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Anton Biebl.